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Aufregende Rennen für Christopher Haase

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Christopher Haase/Jeffrey Schmidt erkämpften im zweiten Rennen letztlich einen Podestplatz. (Foto: Gruppe C GmbH)

Pech im ersten Durchgang und etwas Glück im zweiten Rennen: Das prägte das Geschehen für den Kirchanschöringer Autorennfahrer Christopher Haase bei den Rennen des ADAC GT Masters am Sachsenring.


Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jeffrey Schmidt holte der Pilot des Teams Montaplast by Land-Motorsport im Audi R8 LMS nach dem 11. Platz im ersten Lauf den 5. Rang im zweiten Rennen – und wurde nach einer Disqualifikation zweier Konkurrenten sogar als Dritter gewertet. Zudem holte in der Formel 4 die Grünwalderin Sophia Flörsch als erste weibliche Vertreterin überhaupt in der Geschichte dieser Serie einen Podestplatz.

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Streckencharakteristik sorgt für Probleme

Die anspruchsvolle Berg- und Talbahn am Sachsenring ist im Prinzip eine Strecke, auf die sich jeder Rennfahrer freut. Für Christopher Haase und Jeffrey Schmidt war es allerdings just diese Streckencharakteristik, die für Probleme sorgte. Nach dem erfolgreichen Wochenende am Nürburgring war der Audi R8 LMS des deutsch-schweizerischen Duos nämlich mit zehn Kilogramm Ballast versehen, was gerade auf den Bergauf-Passagen zu einem merklichen Nachteil führte. Dennoch beendete Jeffrey Schmidt das erste Qualifying auf dem achten Platz.

Im ersten Rennen machte sich das Zusatzgewicht aber stärker bemerkbar. In einer turbulenten Anfangsphase verlor Jeffrey Schmidt bereits einige Positionen. »Mir erging es nach unserem superschnellen Boxenstopp nicht anders«, so Christopher Haase, der am Ende auf Platz 11 um 0,44 Sekunden knapp außerhalb der Punkteränge über die Ziellinie fuhr: »Im harten Kampf hat mich dann auch noch eine Corvette neben die Strecke gedrückt ...«, bedauert er. Doch der Kirchanschöringer nimmt's sportlich: »In einer Rennserie wie dem ADAC GT Masters darf man nicht zimperlich sein. Immerhin konnte unser Schwesterauto den Sieg holen.«

Denn Connor de Phillippi/Christopher Mies im Audi von Montaplast by Land-Motorsport setzten sich vor Indy Dontje/Marvin Kirchhöfer (Mercedes-AMG) sowie Nick Catsburg/Philipp Eng vom BMW-Team Schnitzer (Freilassing) durch.

Im zweiten Rennen setzten Schmidt/Haase auf vollen Angriff. Christopher Haase überzeugte im Zeittraining mit Platz fünf (und damit bester Audi). »Ich bin super gestartet und konnte Platz fünf lange Zeit halten, nur der Schnitzer-BMW ist mir dann durchgeschlüpft. Doch dank einer optimalen Strategie unseres Teams und eines perfekten Boxenstopps kam Jeffrey als Fünfter auf die Strecke zurück. Diese Position brachte er auch ins Ziel«, freute sich der 29-Jährige. Dass es am Ende sogar zu Platz drei reichte, war aber eine Entscheidung am grünen Tisch, nachdem die Erst- und Zweitplatzierten nachträglich disqualifiziert wurden.

Große Freude kommt über die nachträgliche Podiumsplatzierung bei Christopher Haase aber nicht auf: »Es ist nie schön, wenn so etwas passiert. Wir wollen unsere Rennen auf der Strecke gewinnen ...«

So gewannen nach neuer Wertung im zweiten Rennen Sebastian Asch/Edoardo Mortara (Mercedes Team Mücke) vor Patrick Assen (Mercedes AMG) sowie Schmidt/Haase und dem Schnitzer-Duo Nick Catsburg/Philipp Eng.

Vor dem Saisonfinale in Hockenheim führt im Gesamtklassement Corvette-Pilot Jules Gounon (131 Punkte), härtester Verfolger ist Philipp Eng vom BMW-Team Schnitzer (Freilassing/116). Es folgen Asch (104), Kelvin van der Linde (Audi, Team Aust/101) und de Phillippi/Mies (98) vom Team Montaplast by Land-Motorsport. Durch ihre starke Leistung rückten Schmidt/Haase (72 Punkte) auf den 9. Gesamtplatz vor.

Sophia Flörsch holt drei Spitzenplätze

Vorgerückt ist auch Sophia Flörsch – nämlich in der Formel-4-Gesamtwertung. Die 16-Jährige holte diesmal drei Spitzenplätze. Rang 6 im ersten Lauf folgte der 3. Platz im zweiten und der 7. Platz im dritten Rennen. Das macht stolze 29 Punkte, in der gesamten vorherigen Saison hatte sie trotz schneller Fahrten erst 12 Zähler gesammelt.

»Ich war in dieser Saison schon auf vielen Strecken schnell, es hat aber dann leider nie ganz geklappt. Es waren immer kleine Sachen, die nicht funktioniert haben«, blickte sie zurück. Entsprechend groß war ihre Erleichterung: »Jetzt hat es endlich geklappt. Ich bin überglücklich.« Nun hofft sie – genau wie Schmidt/Haase – am Wochenende beim Saisonfinale in Hockenheim auf schnelle Fahrten. who

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