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Aufholjagd wurde nicht belohnt

3.0
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Die Aufholjagd der Trostberg Chiefs in der Eishockey-Landesliga beim ERSC Amberg ist nicht belohnt worden. Die Trostberger verloren trotz eines couragierten Auftritts mit 2:3, nachdem sie in der 49. Minute einen 0:2-Rückstand egalisiert hatten. Sein Debüt im TSV-Dress gab der aus Inzell gewechselte Florian Schwabl, der zu einem Treffer die Vorarbeit leistete.


»Wir haben gegen eine starke Amberger Mannschaft verloren, die in der Tabelle zurecht an der zweiten Stelle steht«, lobte Chiefs-Trainer Stefan Feldner den Gegner. Aber auch mit der eigenen Mannschaft, die in einem schnellen Spiel mitgehalten und Moral gezeigt hatte, war der Übungsleiter zufrieden.

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Feldner hatte die Devise ausgegeben, aus einer verstärkten Deckung heraus zu Kontern zu kommen. Das funktionierte tadellos. Spielerische Vorteile lagen auf Seiten der Amberger, wenngleich im torlosen Anfangsdrittel die wirklich zwingenden Chancen noch fehlten. Das änderte sich im Mittelabschnitt, als die Gastgeber den Druck erhöhten.

Allerdings hielt Vrba mit etlichen Glanzparaden seine Mannschaft im Spiel; auf der anderen Seite musste auch ERSC-Schlussmann Michael Buser mehrmals sein Können zeigen, insbesondere in Überzahlsituationen der Chiefs. Es dauerte bis zur 31. Minute, ehe Adam Vrba das erste Mal bezwungen war. »Dass man in so einem Spiel ein Tor fängt, ist durchaus drin«, resümierte Feldner.

Im Schlussdrittel legten beide Mannschaften in punkto Tempo nochmals eine Schippe drauf und die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Die Trostberger drängten auf den Ausgleich, doch stattdessen traf Amberg. Martin Knorr zog von der blauen Linie ab. Bei den Chiefs gab es jedoch keine Spur der Resignation. Sie ließen nicht locker und kamen durch Thomas Scheck zum Anschlusstreffer. »Dann habe ich die dritte Reihe rausgelassen und – das freut mich besonders – die schaffte gleich den Ausgleich«, so der Chiefs-Trainer. Zwölf Sekunden waren zu dieser Zeit gespielt, als Philipp Berger die Hoffnung nährte, zumindest einen Zähler in Amberg zu ergattern. Taktieren war nun nicht mehr angesagt und beide Seiten spielten weiter im offenen Schlagabtausch auf Sieg.

Der gelang dann dem ERSC im Powerplay, als Sebastian Aukofer den Puck Vrba von hinten an die Schoner schoss und die Scheibe von dort ins Tor rutschte. Die Chiefs bekamen aber ihrerseits nochmals die Möglichkeit zum 3:3. »Ich habe Vrba vom Eis genommen und wir haben sechs gegen vier gespielt. Aber es wollte keine Scheibe mehr durchschlupfen«, erklärte Feldner, dem der Auftritt seiner Schützlinge jedoch Mut machte: »Auf diese Leistung können wir aufbauen. Wir haben an das gute Spiel von Bad Kissingen angeknüpft. Dass dann Fehler gemacht werden, kann in dem schnell geführten Spiel passieren.«

Der Inzeller Neuzugang Florian Schwabl hatte in seiner Reihe zwei »alte Bekannte«. Oleg Matveenko und Thomas Scheck hatten bekanntlich in der Vorsaison ein Kurzgastspiel beim DEC gegeben. Dabei war sein Einsatz zunächst gar nicht sicher. Im Training erlitt Schwabl einen Unfall, drei Zähne mussten im Salzburger Krankenhaus wieder ins Lot gebracht werden. »Ein eiskalter Hund, der uns gut tut. Er ist robust und kann die Scheibe halten«, so Feldner.

ERSC Amberg - TSV Trostberg 3:2 (0:0, 1:0, 2:2): 1:0 (31.) Augsberger, 2:0 (45.) Knorr, 2:1 (49.) Scheck, 2:2 (49.) Berger, 3:2 (58.) Aukofer; Strafzeiten: Amberg 16, Trostberg 18; Zuschauer: 350. td