Auf die Siegsdorfer wartet ein »schwerer Brocken«

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Jonas Neuhofer möchte mit dem TSV Siegsdorf heute im Heimspiel gegen den SC Baldham-Vaterstetten die Erfolgsserie weiter ausbauen. Der Neuling ist seit vier Spielen ungeschlagen. (Foto: Weitz)

Die Bezirksliga-Fußballer des TSV Siegsdorf sind zurzeit gut drauf: Seit vier Spielen (ein Sieg und drei Unentschieden) ist die Mannschaft von Cheftrainer Franz Huber jetzt ungeschlagen und damit ging's für den Neuling zuletzt Schritt für Schritt ans gesicherte Mittelfeld heran. »Und genau da wollen wir ja auch hin«, sagt Huber.


Er weiß aber auch, dass man mit Unentschieden eben nicht so recht vorankomme und deshalb »wollen wir diesmal unbedingt die drei Punkte daheim behalten.« Die Heimaufgabe am heutigen Samstag um 16 Uhr gegen den Tabellenvorletzten SC Baldham-Vaterstetten ist von der Papierform her durchaus machbar, schaut man aber etwas genauer hin, dann ist sie alles andere als einfach!

Nachdem das Kellerkind in den ersten sechs Spielen keinen einzigen Sieg einfahren konnte (fünf Niederlagen und nur ein Unentschieden), ging's zuletzt steil bergauf. Das Team von Trainer Stefan Bürgermeier fing sich und fand immer besser die Balance – der Lohn: Der SC ist jetzt ebenfalls seit vier Partien ungeschlagen (zwei Siege, zwei Unentschieden) und stellte dabei zuletzt gleich drei ambitionierten Teams ein Bein. Es gab einen 2:1-Heimsieg gegen den ESV Freilassing sowie ein 0:0 beim FC Moosinning und ein 3:3 gegen den SV Saaldorf. »Auf uns wartet also ein schwerer Brocken«, ist sich Franz Huber bewusst. »Aber in dieser Liga gibt es keine schwachen Teams«, ergänzt der Coach, der heute auf die verletzten Michael Dinauer und Torwart Fabian König verzichten muss. Die genaue Diagnose bei König steht noch nicht fest. Er verletzte sich ja im Spiel beim SV Waldperlach (3:3) am Sprunggelenk. Für ihn wird heute wieder Fabian Geiger das Tor des TSV hüten.

Was für Siegsdorf heute den Ausschlag geben könnte, ist die Tatsache, dass der SC Baldham-Vaterstetten in der Fremde bislang noch keinen Sieg einfahren konnte. »Darauf schaue ich nicht so«, macht Huber deutlich. Es sei viel wichtiger, dass »wir diesmal durchziehen«. Aber er hat festgestellt, dass seine Mannschaft »Spaß in der Liga hat. Das ist schon eine andere Herausforderung«. Und die wollen die Siegsdorfer meistern.

In einer eigenen Liga scheint aktuell Bezirksliga-Spitzenreiter VfB Forstinning (27 Zähler) zu kicken, dessen 9-0-1-Bilanz imponierend ist. Doch im Kampf um Platz zwei, der am Saisonende zur Landesliga-Relegation berechtigt, mischen erfreulicherweise mit dem SV Saaldorf (20 Punkte aus elf Duellen) und dem ESV Freilassing (18 aus 11) auch noch zwei heimische Teams mit. Und da die beiden BGL-Vereine ihren Fans am Wochenende Heimspiele bieten können, sind die Chancen, oben dran zu bleiben, durchaus intakt.

Der ESV erwartet heute um 16 Uhr den TSV Otterfing im Max-Aicher-Stadion. Da weder der gastgebende Rangsechste noch der Tabellen-13. in dieser Saison ein Unentschieden verbuchen konnte, ist auch diesmal wieder ein Hop-oder-Top-Spiel zu erwarten. Als Favorit gehen zweifellos die Mannen des Eisenbahner-Trainerduos Branislav Aleksic/Albert Deiter ins Rennen, auch wenn sie zuletzt arg schwächelten und im Monat September nur eines ihrer vier Spiele gewinnen konnten (1:0 gegen den abstiegsbedrohten SV Waldperlach). Dass sogar Niederlagen gegen Kellerkinder in die Bilanz aufgenommen werden mussten, das bereitet dem einen oder anderen eingefleischten ESV-Fan durchaus Sorgen.

Die Saaldorfer Schützlinge von Pascal Ortner möchten sich morgen ab 15.30 Uhr in der Heimvorstellung gegen den starken Aufsteiger FC Langengeisling für die jüngste 0:1-Pleite bei der SG Reichertsheim-Ramsau/Gars rehabilitieren. Gelingt Johannes Hafner, Richard Kunz, Christoph Voitswinkler und Co. ein Sieg, dann würden sie Rang zwei zementieren.

Andererseits könnten die Kicker aus dem Landkreis Erding mit einem Auswärts-Dreier nicht nur die sagenhafte SVS-Heimbilanz (5-0-0) killen, sondern auch den Rückstand auf Saaldorf auf nur noch zwei Punkte verkürzen. Es wartet also eine knifflige Aufgabe auf die Hausherren – gegen ein Team, das heuer nach 31 Jahren (!) in die Bezirksliga Ost zurückgekehrt ist.

SB/cs

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