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Auf Anhieb die Norm geknackt

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Beim internationalen Meeting im französischen Forbach wurde der Pallinger Benedikt Huber starker Dritter.

Bei seinem ersten Start in der diesjährigen Freiluftsaison hat sich Ausnahmeläufer Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg) aus Palling über 800 Meter auf Anhieb für die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am 21. und 22. Juli in Nürnberg qualifizieren können. Mit einer Laufzeit von 1:50,29 Minuten blieb der 28 Jahre alte Deutsche Meister von 2016 und 2017 bei der Kurpfalz-Gala rund 1,3 Sekunden unter der DM-Norm (1:51,6 Minuten). Damit war es auch zu verschmerzen, dass er nicht über den fünften Platz hinauskam.


Trotzdem räumte er selbstkritisch ein: »Mit meinem Auftaktrennen war ich nicht so zufrieden, ich wollte eigentlich schon schneller laufen.« Das Rennen gewann indes sein Karlsruher Dauerrivale Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) mit 1:48,23 Minuten vor Omar Jammeh (MTG Mannheim/1:49,76) und dem Franzosen Julian Ranc (1:49,77 Minuten).

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Ungewohnte Rolle für den schnellen Mann

Sehr gut lief es für Huber dann am nächsten Tag beim internationalen Meeting im französischen Forbach. Auf seiner Hausstrecke über zwei Stadionrunden konnte er noch eine Schippe drauflegen und heuer erstmals die 1:50-Minuten-Marke durchbrechen. In einem hektischen Rennen wurde Huber hinter dem Algerier Ramzy Abdenouze, der in 1:48,30 Minuten gewann, und Clement Dhainaut mit einer Laufzeit von 1:49,37 Minuten Dritter. Gerade einmal drei Hundertstel fehlten ihm auf Rang zwei.

»Eigentlich lag ich in der ersten Runde an einer guten Position. Als dann der Tempomacher rausging und der Führende vor mir immer langsamer wurde, musste ich leider die ungewollte Pole Position einnehmen, was ich eigentlich noch vermeiden wollte«, so Huber. Als der Algerier dann eingangs der Zielgeraden an ihm vorbeigestürmt war, entstand eine kleine Lücke, die Huber auch mit seinen bekannten Endspurt-Qualitäten nicht mehr schließen konnte. »Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden«, bewertete Huber seinem zweiten Start nach einer für ihn nicht ganz leichten Winterpause. Durch eine hartnäckige Oberschenkelverletzung gehandicapt konnte er nämlich nur sehr selten spezifisch trainieren.

Bei der am heutigen Samstag beginnenden zweitägigen Sparkassen-Gala in Regensburg wird Huber auch wieder auf seinen Dauerrivalen Christoph Kessler treffen. »Allerdings werde ich aus trainingstechnischen Gründen bei mehreren Läufen am Start stehen und so vermutlich noch nicht eine so schnelle Zeit laufen können«, betont Huber.

Um eine richtig schnelle Laufzeit geht es dann wieder beim Soundtrack-Meeting am 16. Juni in Tübingen. Im Hinterkopf hat der Pallinger natürlich die Leichtathletik-EM von 7. bis 12. August in Berlin (Norm: 1:46,5 Minuten). Bei seinem ersten EM-Start 2016 hatte er sensationell das Halbfinale erreicht. Ihm fehlten damals nur 16 Hundertstel auf das Finale der besten Acht. mmü