weather-image

Auch vom Zusatzgewicht nicht zu bremsen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Und wieder ein Sieg: Markus Reiterberger führt nach seinem Doppelerfolg am Nürburgring in der IDM in der Klasse Superbike klar die Gesamtwertung an.

Markus Reiterberger bleibt auf Titelkurs. In der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft holte sich der Obinger auf dem Nürburgring in der Klasse Superbike einen Doppelsieg und hat damit sieben von acht Saisonläufen gewonnen. Er scheint also gut gerüstet für das kommende Wochenende, wo er per Wildcard am Rennen der Superbike-WM in Misano (Italien) mitmischen wird.


Seinen IDM-Doppelsieg feierte er, obwohl der 21-Jährige nach seinen vorherigen Erfolgen in der Eifel wieder mit vier Kilogramm Zusatzgewicht am Motorrad antreten musste. Wie sich das auf die Rundenzeiten auswirke, könne er nicht sagen, so der Pilot des Team Van Zon-Remeha-BMW. Aber: »In jeder Runde vier Kilo mehr beschleunigen und runterbremsen, merkt man auf Dauer schon«, bekennt er.

Anzeige

Dennoch holte er sich mit Trainingsbestzeit in der Superpole die beste Startposition. Und dabei war in der knappen Zeit zwischen Qualifying und Superpole noch ein Motorwechsel fällig. »Irgendwas stimmte im Abschlusstraining nicht«, erklärte Teamchef Werner Daemen. Da man den Fehler in der Kürze der Zeit nicht finden konnte, »wollten wir kein Risiko eingehen.« Reiterbergers Mechaniker Tom Reiterberger und Wolfgang Kampe waren aber pünktlich mit der Maschine fertig.

Im ersten Lauf setzte sich Reiterberger von der Konkurrenz ab – und fuhr dann sogar eine Runde zu viel. Wie ergab sich das? »Der Typ an der Ziellinie hat die Fahne nur hingehalten und nicht geschwenkt. Da habe ich sicherheitshalber noch eine Runde drangehängt«, so der junge Obinger. Er verwies seine Ducati-Verfolger Xavi Forés (Spanien) und Lorenzo Lanzi sowie Damian Cudlin (Yamaha) auf die nächsten Plätze. Bedauerlich aber: Gegen Mitte des Rennens hatte Verfolger Max Neukirchner (Yamaha) einen Sturz und brach sich den Oberschenkel.

Grünwald auf Anhieb Sechter der Superbike-Klasse

Zehnter des Rennens – in dem Superbike- und Superstock-Piloten gegeneinander fahren, aber getrennt gewertet werden – war nach seiner Verletzungspause der Waldkraiburger Luca Grünwald. Der Kawasaki-Pilot des Teams Weber-Diener Racing wurde damit auf Anhieb Sechster der Superbike-Kategorie.

Im zweiten Durchgang »hatte Forés einen guten Start und war vorn, dann bin ich an ihm vorbei. Ich habe gemerkt, dass ich nicht wegkomme und wollte ihn vorbeilassen, um ihn mir dann in der letzten Runde zurechtzulegen. Aber er hat den Braten gerochen und ist hinter mir geblieben.« Doch der Plan des Spaniers, seinerseits den Obinger am Schluss aus dem Windschatten heraus zu »packen«, ging nicht auf. »Ich konnte mich zum Glück ein wenig absetzen«, freut sich Reiterberger. Dritter wurde Lanzi vor Reiterbergers Teamkollege Bastien Mackels (Belgien). Im ersten Rennen hatte Mackels noch Pech gehabt, denn da hatte ihn ein Konkurrent ins Aus befördert. Achter der Superbike-Klasse wurde Luca Grünwald. Reiterberger führt in der Gesamtwertung mit 195 Punkten klar vor Forés (140) und Lanzi (115),

In der Klasse Superstock setzte sich Marvin Fritz (Aglasterhausen/Yamaha) vor Roman Stamm (Schweiz/Kawaski) und Reiterbergers Teamkollege Pepijn Bijsterbosch (Niederlande) durch. Im zweiten Durchgang gewann Mathieu Gines (Frankreich/Yamaha) vor Dominik Vincon (Knittlingen/BMW) und Stamm. Sechster wurde Bijsterbosch, Zehnter der Salzburger Lukas Trautmann (Yamaha), der im ersten Lauf ausgeschieden war. In der Gesamtwertung führt Gines (165 Punkte) vor Stamm (146), Fritz (93), Vincon (87), Trautmann und Stefan Kerschbaumer (beide Yamaha/beide Österreich/je 82) und Bijsterbosch (72).

Beim Nachwuchs im ADAC Junior Cup lag letztlich Norick Stelzer (14, Pirna) knapp vor Dirk Geiger (12, Mannheim) und Maximilian Sohnius (15, Hausham). In der Gesamtwertung liegt Geiger mit 45 Punkten vorn. Stelzer und Sohnius folgen punktgleich (je 36).

Gierlinger/Gröbner diesmal ohne Punkte

Bei den Seitenwagen holten sich Bennie Streuer/Gert Koerts den Sieg vor Andre Kretzer/Jens Lehnertz. Das Duo aus Palling und Kirchweidach, Peter Gierlinger/Roman Gröbner, kam auf den 18. Platz und verfehlte knapp die Punkteränge.

Während die IDM bis Anfang Juli pausiert, geht es für Reiterberger bereits am heutigen Dienstag zum WM-Lauf nach Misano. »Am Mittwoch und Donnerstag müssen wir das WM-Motorrad noch fertig aufbauen«, so der Obinger. Am Freitag und Samstag folgen freies Training und Zeittraining, am Sonntag dann die Rennen. Und »ich habe ein gutes Gefühl«, freut sich Reiterberger schon jetzt auf seinen WM-Einsatz. who

- Anzeige -