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Auch Le Mans muss noch warten ...

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Er muss auf seinen nächsten Einsatz in der Langstrecken-Weltmeisterschaft länger warten als geplant: Markus Reiterberger. (Foto: BMW Motorrad Motorsport)

Auch in der Langstrecken-Weltmeisterschaft der Motorradrennfahrer stehen die Räder nun still – mit Folgen für den Obinger Markus Reiterberger. Der 26-Jährige, der hauptsächlich in der Asien-Meisterschaft (Asia Road Racing Championship) für das BMW-Team Onexox BMW TKKR Racing Team mit einer BMW S 1000 RR fährt, hätte demnächst seinen nächsten Einsatz im Team alpha Racing-Van Zon-BMW in der Langstrecken-WM gehabt.


Doch nun hat der Motorradsport-Weltverband FIM angesichts der weltweiten Corona-Krise reagiert und den Kalender angepasst. Das berühmte 24-Stunden-Rennen in Le Mans, mit dem die Langstrecken-Saison eigentlich in zwei Wochen fortgesetzt werden sollte, wurde auf Ende August verschoben. Die acht Stunden von Oschersleben in Deutschland – geplant für Anfang Juni – mussten abgesagt werden. Laut aktuellem Kalender geht es nun am 19. Juli weiter, mit dem Acht-Stunden-Rennen im japanischen Suzuka (Japan). »Bis dahin ist das Wichtigste, dass wir alle gesund bleiben und dass sich die Welt von dieser Krise erholt«, teilt Reiterbergers Team mit.

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Der 26-Jährige hatte zum Jahresabschluss 2019 – und damit beim zweiten Rennen der WM 2019/2020 – im Dezember mit dem Team in Sepang den dritten Platz erkämpft (wir berichteten). Das Team hatte bereits zuvor einen weiteren dritten Rang verbucht. Man könne »mit dem aktuell zweiten Platz« in der WM-Wertung zufrieden sein, blickt der Obinger zurück. Und: »Es wird unermüdlich von allen Seiten weitergearbeitet« – und genau das mache letztlich den Erfolg aus.

Das Rennen in Sepang (Malaysia) »hat mir super gefallen. Ich musste mich natürlich auch erst einmal im Team einfinden, aber das ging alles sehr schnell. Die Ergebnisse waren bei allen Trainings top und wir waren unter allen Bedingungen vorn mit dabei. Ich habe zwei Spitzen-Teamkollegen, zwei sehr schnelle Teamkollegen und ich bin wirklich froh, ein Teil dieser Familie zu sein.« So habe vor allem für ihn das Rennen in Sepang »nach meiner eher schwierigen letzten Saison wieder ganz neue Motivation gegeben. Und darüber freue ich mich.«

Und die Rennstrecke in Malaysia erwies sich auch in diesem Jahr als ein gutes Pflaster für ihn. Der Saisonauftakt der Asien-Meisterschaft konnte dort nämlich noch ausgetragen werden. Nach Rang vier im ersten Lauf holte sich der Obinger dort im zweiten Rennen den Sieg.

Und auf Spitzenplätze hofft er nun auch beim nächsten Rennen in Suzuka. In Japan soll nämlich die dritte Veranstaltung der Asien-Meisterschaft vom 26. bis 28. Juni ausgetragen werden. Das wäre für Reiterberger zugleich eine gute Vorbereitung auf den Lauf der Langstrecken-WM im Juli, der an gleicher Stätte geplant ist. Doch er betont zugleich: »Ich hoffe nun, dass die Corona-Krise bald vorbei ist, alle Menschen auf der Welt wieder gesund sind, wir das alle gut überstehen und bald wieder Rennsport betreiben können.«

Denn der 26-Jährige gibt offen zu: »Ohne Racing fühlt sich alles etwas komisch an.« Er weiß aber auch: »Wir müssen jetzt einfach abwarten. Es geht uns allen gleich.« Sollte es im Rennsport jedoch wieder zur Sache gehen, hofft er, dass »wir wieder vorn mit dabei sein werden. Wir haben alle das Ziel, einmal im Leben Weltmeister zu werden. Theoretisch haben wir die Chance und wir können das schaffen. Vielleicht ist das Ziel etwas hoch gesteckt, aber möglich ist es.« who

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