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Auch in Halle ohne Gegentor?

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Kann er mit seiner Mannschaft auch den nächsten Gegner überspringen? Wackers Maxi Thiel hofft es. (Foto: Butzhammer)

Das Mammut-Programm für den Fußball-Drittligisten Wacker Burghausen geht weiter. Mit dem Spiel am heutigen Samstag beim Halleschen FC (Spielbeginn 14 Uhr) absolviert die Mannschaft von Trainer Georgi Donkov ihr fünftes Spiel in 15 Tagen.


»Die Null muss stehen«: Dieses Grundprinzip des Fußballs haben die Wackerianer in den vergangenen vier Pflichtspielen zur vollsten Zufriedenheit von Georgi Donkov eingehalten. Sowohl in drei Ligaspielen, als auch beim jüngsten 2:0-Pokalsieg beim Würzburger FV musste Wacker-Torwart Rene Vollath nicht hinter sich greifen. Diese Serie auch noch nach der heutigen Begegnung beim Halleschen FC innezuhaben ist für Burghausen oberstes Ziel.

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Die Salzachstädter betreten heute Neuland. Noch nie spielten sie in Halle an der Saale. Der Aufsteiger hat sich gut in der III. Liga eingefunden und belegt derzeit mit 37 Punkten Tabellenplatz 12. Zum ersten Abstiegsplatz beträgt das Polster bereits zehn Punkte. Nach über dreiwöchiger Spielpause – Schuld daran waren zahlreiche Ausfälle – unterlag die Mannschaft des langjährigen Trainers (seit 2007 im Amt) Sven Köhler vergangenen Spieltag beim SV Wehen Wiesbaden mit 0:2. Zuvor war der HFC drei Spiele in Folge siegreich gewesen. Überhaupt: aus den vergangenen zehn Spielen holte Halle 16 Punkte, nachdem das Team zwischenzeitlich auf den 18. Platz abgerutscht war.

Die positive Entwicklung der Hallenser droht in naher Zukunft etwas ins Stocken zu geraten. Mit Timo Furuholm (von Fortuna Düsseldorf), Toni Leistner (Dynamo Dresden), Daniel Ziebig (Energie Cottbus) und Erich Sautner (SC Freiburg) sind vier talentierte Nachwuchsspieler nur bis Saisonende ausgeliehen. Des weiteren laufen einige Verträge von Stammspielern aus und der 39-jährige Torwart Darko Horvart wird seine Karriere beenden.

Wacker Burghausen hat derweil mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen in Halle zu kämpfen. Schwer wiegt der Ausfall von Youssef Mokhtari, der sich derzeit von seiner Blinddarm-Operation erholt. Ein Fragezeichen steht hinter den Einsätzen von Alexander Eberlein (Fersenprobleme), Heiko Schwarz (Oberschenkelprobleme) und Ahmet Kulabas (Leistenzerrung). Auch das ist eine Folge der vielen Spiele in den vergangenen Tagen. Dies und die damit verbundenen Strapazen sollen aber beim SVW nicht als Ausrede herhalten.

»Dass es bei dem einen oder anderen zwickt, ist ganz normal und war auch so zu erwarten«, schildert Wackers Geschäftsführer Florian Hahn. »Umso mehr ist nun der Kopf gefragt. Will man als Spieler den Erfolg unbedingt, dann blendet man alles andere aus.« Allerdings habe er bei der Burghauser Mannschaft hier gar keine Befürchtungen. »Unser Team ist keine Mannschaft, die die Köpfe hängen lässt. Die nötige Moral und den absoluten Kampfgeist haben sie schon mehrfach unter Beweis gestellt.« apf