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Attraktive Mattenduelle erwartet

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Er ist beim TV Traunstein wieder eine feste Größe in der Planung für die neue Saison: der bulgarische Spitzenringer Ivan Dobrev (rotes Trikot). (Foto: Wittenzellner)

Bei den heimischen Ringerfans steigt die Vorfreude auf die neue Saison. Dabei müssen sich Aktive und Zuschauer gleichermaßen an weitere Regeländerungen gewöhnen. Auch die Gewichtsklassen wurden im Zuge der Änderungen rund um die Olympia-Bemühungen selektiv verändert. Offizieller Start der bayerischen Ligen ist am 6. September. Auch die II. Bundesliga legt an dem Tag los. Nur die I. Bundesliga, die aus zwei Gruppen á sieben Vereinen besteht, beginnt 14 Tage später.


Wacker Burghausen kann nach neunjähriger Bundesliga-Zugehörigkeit in der II. Liga – mit deutlich weniger finanziellem Aufwand – auf spannende Derbys hoffen. Fünf bayerische und drei südbadische Vereine messen sich in der II. Liga Süd. Mit Matthias Maasch (75 kg, Greco) und Eugen Ponomartschuk (86 kg, Greco) haben die Burghauser weiter zwei absolute deutsche Spitzenringer in ihren Reihen. Daneben hat man sich selektiv verstärkt: Marko Lenz (früher SV Untergriesbach) soll die Eingangsklasse (jetzt 57 kg) abdecken. Und mit Mikiay Naim setzt man in den unteren beiden Gewichtsklassen auf einen jungen Neuzugang aus Bulgarien. Mit dabei ist auch wieder der frühere Publikumsliebling Miroslav Geshev. Der Bulgare ist für das Freistil-Mittelgewicht vorgesehen.

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Auf eine gute Saison hofft der zweite heimische Zweitligist, der SC Anger, der überwiegend auf den eigenen Ringernachwuchs baut und mit einer jungen Mannschaft um eine gute Platzierung mitringen will. Verstärkt hat sich die Mannschaft mit fünf neuen Ringern: Dem ungarischen Schwergewichtler Zsolt Dajka (ehemaliger WM-Teilnehmer, 84 kg), Mittelgewichtler Sandor Tözser, den aus Unterföhring kommenden Brüdern Manrikos und Markos Theodoridis (beide 66 kg) sowie dem ehemaligen Traunsteiner Ilja Voro-bev (66 kg).

Der TSV Trostberg steht vor keiner leichten Saison in der Oberliga; kommen doch mit dem Absteiger Burgebrach und vor allem mit einem blendend aufgestellten Aufsteiger Hallbergmoos schwere Gegner zu einer ohnehin starken Liga hinzu. Darüber hinaus lässt Verletzungspech einen erfolgreichen Saisonverlauf fraglich erscheinen. So hat sich Fliegengewichtler Michael Nachreiner das Kreuzband gerissen. »Wir werden dieses Jahr um den Abstieg kämpfen müssen. Neben Ausfällen kommt uns auch die Änderung der Gewichtsklassen nicht zugute« moniert TSV-Abteilungsleiter Christian Philipp.

Der TV Traunstein – in der Vorsaison Tabellenzweiter in der Bayernliga – steht ebenfalls vor keiner leichten Saison. Verletzungspech bei einer ohnehin dünnen Personaldecke und der Abgang eines Leistungsträgers (Ilja Vorobev) führen zu Sorgenfalten bei Cheftrainer Petar Stefanov. Mit an Bord des TVT sind die erfolgreichen Eigengewächse Artur und Eduard Tatarinov sowie die bulgarischen Ringer Ivan und Borislav Dobrev. »Unsere Talente brauchen einfach noch einige Jahre, bis sie altersmäßig in die Liga hineinwachsen können. Das müssen wir überbrücken«, betont Stefanov. Von daher dürfte sich der TVT eher im unteren Tabellendrittel orientieren und hat es gleich zum Saisonauftakt mit dem SV Mietraching zu tun.

In der Landesliga Süd steht mit dem TSV Berchtesgaden ein Verein, der im vergangenen Jahr für Furore sorgte. Mit vielen jungen Ringern aus den eigenen Reihen kämpfte der TSV eine »Supersaison«, wie Berchtesgadens Abteilungschef Hans Labacher in der Rückschau betont. »Wir haben keinen Heimkampf verloren«, freut sich Labacher in der Hoffnung, diese Erfolgsbilanz auch heuer wieder den Zuschauern präsentieren zu können. Für den TSV startet die Liga bereits am 30. August, da der Kampf gegen Zweitliga-Aussteiger SC Isaria Unterföhring vorgezogen wurde.

In der gleichen Liga kämpft auch die Reserve des SC Anger. Im vergangenen Jahr wurde die Zweite Mannschaft Vizemeister und dürfte auch in diesem Jahr stark genug für eine ähnlich gute Platzierung sein.

In der Eingangsliga – der neu geschaffenen Gruppenliga – ist die Reserve von Wacker Burghausen vertreten, die hier insbesondere den jungen Ringern einen Einstieg in die Mannschaftskämpfe ermöglichen will. Neue Einteilungen machen es möglich, dass in dieser Saison die Entfernungen zu den jeweiligen Liga-Konkurrenten von der Fahrstrecke her akzeptabel sind. awi