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Attraktive Heimkämpfe für Trostberg und Anger

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Auf ihn bauen die Verantwortlichen des SV Wacker Burghausen: Andreas Maier (rotes Trikot) dürfte am Samstag in der Gewichtsklasse bis 60 kg ringen. (Foto: Wittenzellner)

Zwei attraktive Heimkämpfe stehen am vorletzten Kampftag der bayerischen Ringerligen an: der TSV Trostberg empfängt den Bayernliga-Spitzenreiter ASV Hof, die Reserve des SC Anger in einem Lokalderby den TSV Berchtesgaden.


Ernst wird es an diesem Wochenende aber vor allem für die Bundesliga-Truppe des SV Wacker Burghausen. Im Achtelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft muss der SVW zum 650 Kilometer entfernten TKSV Bonn-Duisdorf reisen – von der Papierform her scheint der Nord-Fünfte eine lösbare Aufgabe zu sein. Neben einigen erfolgreichen deutschen Ringern wird das Gastgeberteam vor allem durch nationale Meister aus Polen und Rumänien verstärkt. So wie beispielsweise der Vize-Europameister (2009) Mariusz Los, der vermutlich im Greco-Bantamgewicht auf SVW-Eigengewächs Andreas Maier treffen dürfte. Auch Burghausens Publikumsliebling Matthias Maasch (66 kg, Greco) dürfte gegen den fünfmaligen WM-Teilnehmer Sylwester Charzewski richtig gefordert werden. Und auch im Freistil-Halbschwer sollten sich mit Gergely Kiss und dem mehrmals erfolgreichen Grand-Prix Teilnehmer Radoslaw Dublinowski zwei ebenbürtige Gegner gegenüberstehen. Kann Burghausen auf die stärkste Aufstellung zurückgreifen –wozu an sich auch ein Abkochen von »Pitbull« Gabor Hatos ins Weltergewicht gehört – scheint ein Sieg gegen die Bonn-Duisdorfer möglich.

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In der Oberliga dürfte sich die Spannung beim Duell zwischen dem gastgebenden SC Anger als Tabellenführer und dem Tabellenfünften RSV Schonungen in Grenzen halten – zu überlegen scheint der SCA. 25:11 ging die Vorrunden-Begegnung für den SC Anger aus, der dabei nicht die stärkste Aufstellung auf die Matte geschickt hatte.

Hochspannung dürfte sich am Samstag in der Bayernliga einstellen: erwartet der Tabellenzweite TSV Trostberg doch den Spitzenreiter ASV Hof. Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte sich hier die Meisterschaft entscheiden, wobei eine Vorhersage über den Ausgang schwer ist – zu ausgeglichen sind beide Teams, wobei Hof noch einige bundesligaerfahrene Ringer in der Hinterhand hat.

Die Alzstädter indes haben sich nach einigem Zögern doch entschieden, das Projekt »Oberliga« ernsthaft anzugehen und wollen in das bayerische Oberhaus. Der TV Traunstein, der zum Saisonfinale in einer Woche den Nachbarn Trostberg empfängt, muss diese Woche zum TSC Mering. Vom Papier her ist der TVT Favorit, doch sollte der Tabellenletzte aus Schwaben nicht unterschätzt werden, wie auch das relativ knappe 21:16 gegen die Schwaben in der Vorrunde beweist. Während sich der TVT eher auf das Saisonfinale konzentrieren kann, müssen die Meringer verbissen um jeden Punkt kämpfen.

In der Landesliga Süd empfängt der SC Anger II den TSV Berchtesgaden und dürfte es sich vor eigenem Publikum nicht nehmen lassen, nach dem Vorrundenerfolg einen weiteren Sieg folgen zu lassen. Der Tabellensiebte, die Reserve des SV Wacker Burghausen hat mit dem Spitzenreiter TSV Westendorf II eine fast unlösbare Aufgabe vor sich. Westendorf marschiert derzeit direkt in Richtung Aufstiegskämpfe zur Bayernliga, wo aber mit dem letztjährigen Bayernliga-Absteiger ASV Neumarkt eine ganz harte Nuss warten wird. Denn der ASV hat sich trotz des Weggangs seiniger Leistungsträger (unter anderem Ivan Dobrev nach Traunstein und Günter Sprockoff nach Oberölsbach) mit einer jungen und motivierten Truppe schnell wieder gefangen. Es bleibt abzuwarten, ob Westendorf – verstärkt um Zweitligaringer – den Sprung in die Bayernliga wirklich anstrebt.

In der Schüler-Grenzland-Liga kann der SC Anger mit einem Sieg gegen den Berchtesgadener Nachwuchs den Sieg in der Liga fix machen. Der TSV Trostberg dürfte sich indes schwer tun, gegen den letztjährigen Vizemeister KG Vigaun/ Abtenau zu Hause zu bestehen. awi