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ASV Grassau vor erster Bewährungsprobe

Man könnte schon sagen: »Die Wochen der Wahrheit« für den ASV Grassau beginnen, denn: 4-2-1-3, so lauten der Reihe nach die Tabellenplätze der nächsten vier Gegner der Veichtlbauer-Elf in der Fußball-Kreisklasse Gruppe I.

Als erster Gegner steht am Sonntag um 14 Uhr in der Sportanlage in Waldering der SV Schloßberg an. Der SVS steht derzeit auf dem 4. Tabellenplatz, hat fünf der letzten sechs Spiele gewonnen und sich dabei nur dem Tabellenführer Kiefersfelden geschlagen geben müssen. Die Stärke des Teams von Trainer Oliver Kunz liegt sicher in seiner Erfahrung und Ausgeglichenheit.

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Die ASV-Spieler um Mannschaftskapitän Thomas Sollacher wissen damit natürlich, wie schwierig es werden wird, am Sonntag erfolgreich abzuschneiden. Entscheidend dafür wird sicher mit sein, wie sattelfest sich die Grassauer Abwehr zeigt. Damit ist allerdings nicht ausschließlich die Innenverteidigung gemeint, die gut steht und in der Hannes Bauer regelmäßig ein Leistungsträger ist. Gegen den SV Schloßberg wird vielmehr das Defensivverhalten und Laufbereitschaft aller Mannschaftsteile gefragt sein, denn dieser Gegner schoss bisher pro Spiel durchschnittlich 3 Tore und ist deshalb schwer auszurechnen, weil sich trotzdem bisher kein echter Torjäger herauskristallisiert hat.

Auch Grassau kann in dieser Saison mit einer torgefährlichen Offensive dagegenhalten, die mit 28 Toren sogar 2 Tore mehr als der Gastgeber erzielt hat! Mit Tobias Wiendl und besonders mit Helmut Hain, der bereits acht Treffer erzielte, stehen bei den Achentalern zwei Spieler in der Offensive, die immer für ein Tor gut sind. Allerdings steht hinter dem Einsatz von Helmut Hain noch ein dickes Fragezeichen, denn der junge Stürmer zog sich bei seinem 1:0-Treffer gegen Bruckmühl, den er mit vollem Körpereinsatz ermöglichte, eine schmerzhafte Verletzung zu.

Florian Lindlacher überzeugte als Passgeber und Andreas Schweiger und Simon Stelzer zeigten mit ihrer Laufbereitschaft, wie wichtig sie für die Mannschaft sind. Dennoch muss natürlich der SV Schloßberg die Favoritenrolle einnehmen, da man zu Hause alle Spiele bis auf das gegen den Tabellenführer gewonnen hat und die Auswärtsbilanz des ASV genau das Gegenteil aussagt: In der Fremde gab es erst einen Sieg, dafür aber vier Niederlagen. Der SV Schloßberg benötigt die Punkte, um am Spitzenduo dran zu bleiben und der ASV Grassau benötigt sie, um eventuell nochmals den Anschluss an die Spitze herstellen zu können. Ganz realistisch meint Trainer Robert Veichtelbauer: »Auch mit einem Punkt könnten wir schon ganz zufrieden nach Hause fahren.« fxh