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ASV Grassau hofft auf vierten Heimsieg

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Er bereitete zuletzt eine gute Grabenstätter Torchance vor, doch insgesamt kam seine Mannschaft zu nur wenigen Tormöglichkeiten – und vergab diese: Josef Schneider. (Foto: Wirth)

Wer geht als Tabellenführer in die Winterpause? In der Fußball-Kreisklasse Gruppe I dürfte vor den beiden letzten Spieltagen normalerweise nur das Duo SV Seeon/Seebruck (1./25 Punkte) und SV Türkspor Rosenheim (2./23) in Frage kommen. Den Anschluss halten wollen auch der ASV Grassau (3.) und der SV Riedering (4./je 20). Der »Rest« der 13 Mannschaften starken Liga kämpft im Prinzip darum, sich von den Abstiegsplätzen möglichst fernzuhalten beziehungsweise diese zu verlassen.


Das Führungsquartett trifft diesmal jeweils auf gefährdete Mannschaften. Der SV Riedering ist am heutigen Samstag (14.30 Uhr) zur Eröffnung des Spieltages beim ESV Rosenheim (13./9) zu Gast. Um 15 Uhr empfängt der ASV Grassau den ASV Eggstätt (9./10), um 16 Uhr gastiert der SV Seeon/Seebruck beim Schlusslicht SC Frasdorf (13./6) und am Sonntag (15 Uhr) hat Türkspor Rosenheim den TSV Grabenstätt (8./11) zu Gast.

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Der ASV Grassau muss heute beweisen, dass er den Rückschlag vom Heimspiel vor zwei Wochen gegen den TSV Bernau (3:4) gut verkraftet hat. Gegen den seit Anfang September sieglosen ASV Eggstätt wollen die Achentaler im sechsten Heimspiel ihren vierten Heimdreier einfahren.

Allerdings: Was wie eine Pflichtaufgabe aussieht, wird für den ASV Grassau aufgrund seiner Spielersituation zu einer eher kniffligen Aufgabe. Denn in Roman Polleichtner und Tobias Hörterer fehlen zwei Spieler verletzungsbedingt und Helmut Hain und Torjäger Dajan Pajic (14 Tore in 7 Spielen) sind in Urlaub. Trainer Viktor Gruber betont: »Natürlich sind diese Schlüsselspieler schwer zu ersetzen, aber ich bin mir sicher, dass gerade deshalb die Mannschaft alles geben wird, um zu zeigen, was in ihr steckt!« Und in der Tat, gegen die Achse Sebastian Plenk, Thomas Sollacher und im Sturm mit dem jungen Roberto Sabau wird sich der Gast sicher schwer tun.

Schlechte Erfahrungen mit Abstiegskandidaten

Noch schlimmer »abgestürzt« als der ASV Eggstätt ist der SC Frasdorf: Nach einem Auftakt-Unentschieden gegen Riedering hatten die Frasdorfer am 2. Spieltag einen 1:0-Erfolg in Grabenstätt gefeiert. Seither gab's zwei Remis und sechs Niederlagen. Da verwundert es nicht, dass sich die Frasdorfer vor dem heutigen Duell gegen Spitzenreiter SV Seeon/Seebruck als Außenseiter sehen. Die Gäste allerdings dürften gewarnt sein: Ausgerechnet gegen die zwei Abstiegskandidaten ASV Au II (damals Tabellenletzter) und ESV Rosenheim (Vorletzter) hatten sie nämlich nach ihrer Startserie von sieben Siegen in Folge ihre zwei bisherigen Saisonniederlagen kassiert. Es folgte ein 4:2 gegen Rimsting und das 3:3 im Spitzenspiel gegen Türkspor Rosenheim. Daher wird die Partie beim SC Frasdorf heute für die Schützlinge von Ralf Rößler zum Prüfstein.

Rößler schwor seine Truppe darauf ein, mit der nötigen Konzentration zu Werke gehen. »Wir sind gut drauf. Wenn wir den Schwung mitnehmen können, sollte dem neunten Saisonsieg nichts im Wege stehen.« Der SVS kann auf den gleichen Kader wie in den Vorwochen zurückgreifen. »Fehlen wird allerdings Sebastian Axthammer«, so SVS-Pressesprecher Thomas Donhauser.

Grabenstätt muss Chancen besser verwerten

Bei Türkspor Rosenheim muss am Sonntag der TSV Grabenstätt ran. Die auf eigenem Platz noch sieglosen Grabenstätter hatten beim jüngsten 0:2 gegen den ASV Kiefersfelden einiges an Pech. In der Anfangsphase scheiterte Maximilian Steinberger nicht nur einmal an einer hervorragenden Parade von ASV-Torwart Kilian Hager, sondern hatte kurz darauf – von Josef Schneider glänzend in Szene gesetzt – mit zwei Pfostentreffern Pech. Auch nach der Pause waren die Grabenstätter mit ihren Chancen zu leichtfertig umgegangen. Hinzu kam, dass »wir zu viele einfache Fehler gemacht haben, um noch zu gewinnen«, klagte Trainer Marc Aigner.

Dass die Grabenstätter in Rosenheim nicht nur auf den zu Hause bislang in fünf Anläufen jedes Mal siegreichen Tabellenzweiten als Gegner haben, sondern auch noch auf die beste Defensive der Liga treffen, erschwert ihre Aufgabe natürlich. Mut macht den Aigner-Schützlingen aber ihre Auswärtsbilanz, denn von fünf Partien haben sie drei gewonnen. Sollte ihnen in Rosenheim eine Überraschung gelingen, wäre dies eine gute Empfehlung für den letzten Auftritt des Jahres am Samstag, 15. November gegen den ESV Rosenheim. who