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Arjen Robben ist 1365. Mitglied im Fanclub »Rot-Weiße-Traun«

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Arjen Robben (links) erfüllte die vielen Autogrammwünsche der Fans und ließ sich auch mit jedem fotografieren.

Es war ein Festtag für alle Mitglieder des Fanclubs »Rot-Weiße-Traun«: Superstar Arjen Robben kam im Rahmen der Weihnachtsbesuche des FC Bayern München in die Große Kreisstadt. Vieles drehte sich beim gut zweistündigen Besuch des Fußballers um das Champions-League-Finale von 2013. Die Verantwortlichen hatten sich ein umfangreiches Programm mit vielen Überraschungen ausgedacht. Natürlich stand Robben den Fans auch Rede und Antwort und ließ am Ende keinen Autogrammwunsch unerfüllt.


500 Fanclubmitglieder hatten die Möglichkeit, Robben in der Franz-Eyrich-Halle hautnah zu erleben. Als der Niederländer dann kurz nach 13 Uhr mit etwas Verspätung endlich die Halle betrat, gab es die erste Überraschung: Alle Fanclubmitglieder sangen gemeinsam Robbens Wembley-Lied: »Ich hab geträumt von dir, von unsrer Wembleynacht. Wir ham' den Cup gewonnen, den Thron erklommen, der Arjen hat’s gemacht!«

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Fanclubvorsitzender Maxi Burghartswieser stellte Arjen Robben den Fanclub kurz vor. Mit 1364 Mitgliedern sei man der neuntgrößte Bayernfanclub in Deutschland. Seit der Gründung 1996 habe man 313 Busfahrten zu Bayernspielen organisiert. »Wir sind immer fleißig unterwegs.« Nach Grußworten von Oberbürgermeister Christian Kegel, der sich als Bayern-Fan »unwahrscheinlich darauf freute«, stellte Fanclubmitglied Michael Griesbeck den Gast genauer vor und zeigte einen Film mit Robbens schönsten Toren. Bei jedem Treffer brachen die Fans in Jubel aus. Mit dabei war natürlich Robbens Tor beim Champions-League-Finale 2013.

»Kämpfen und laufen bis zum Umfallen«

Auch die Fragerunde begann mit der Nacht von Wembley. »Was hast du kurz vor Schlusspfiff in Wembley gedacht«, wollte zweiter Vorstand Markus Lackner von Arjen Robben wissen. »Wir haben ganz genau gewusst, es sind nur noch ein Paar Minuten zu spielen. Das Einzige, was du da denkst, ist, du musst kämpfen und laufen bis zum Umfallen. Bis der Schiedsrichter abpfeift«, antwortet der Nationalspieler. Als der Schlusspfiff dann kam, war es der schönste Moment für die Mannschaft, »der schönste Moment in meiner Karriere«. Die gleichen Antworten gab Robben auch auf die Fragen, welche seiner Tore er am Besten gefunden hat und was der Höhepunkt in seiner laufenden Karriere war.

Eine ernstere Frage hatte Martin Heigenhauser. Im Bezug auf die Anschläge von Paris wollte er von Robben wissen, ob er es richtig findet, dass vier Tage später das Spiel zwischen der deutschen und der holländischen Nationalmannschaft hätte stattfinden sollen. »Fußball ist etwas, das muss man zusammen genießen. Aber nach so etwas zählt Fußball nicht mehr. Dann geht es um Menschen und Trauer.« Dennoch betont der 31-Jährige, es sei richtig gewesen, das Spiel stattfinden zu lassen. »Das war ein Zeichen von allen für die Opfer von Paris. Ein Spiel, in dem man ein Signal abgibt.« Dass es letztendlich doch abgesagt wurde, müsse man aber auch verstehen.

Veronika Feistl fragte, ob Robben als »Klischee-Holländer« denn einen Wohnwagen besitzen würde. Mit einem Grinsen im Gesicht antwortete der Fußballer, dass er die Frage bisher bei jedem Fanclub-Besuch gestellt bekam. Er selbst würde keinen Wohnwagen besitzen. Aber als Kind hat er mit seinen Eltern schon Wohnwagen-Urlaub gemacht.

Robben sprach über seine Zukunftspläne

Zum Lachen brachte alle Besucher der kleine Maxi Rebel: Er fragte den Bayern-Star, ob der »kleine Lahm« sein Freund ist. Humorvoll antwortete Robben: »Der Philipp ist fast genau so klein wie du.« Aber er habe von Anfang an mit ihm auf der rechten Seite gespielt und eine sehr gute Beziehung zu ihm gehabt. Darüber hinaus sprach Robben auch über seine persönlichen Ziele für die Saison: Wichtig sei es, fit zu bleiben. »Am Ende geht es darum, Titel zu gewinnen.« Zu seinen Zukunftsplänen verriet der Niederländer, dass er und seine Familie in München sehr glücklich sind. Auch eine Vertragsverlängerung kann er sich gut vorstellen.

Dass er nicht nur gut Fußball spielt, sondern auch mit dem Basketball umgehen kann, zeigte Robben bei der Aktion »Zehn Bälle gegen unsere Nummer 10«. Der Niederländer trat gegen Mitglieder des Fanclubs an. Für jeden Treffer spendet der Verein 50 Euro an den Verein »FC Bayern Hilfe«. Da Robben sehr treffsicher war, kam am Ende eine stolze Summe von 600 Euro zusammen.

Die Vorstandschaft hatte noch zwei weitere Überraschungen für den Niederländer im Gepäck: Sie überreichte ihm ein Buch, in dem die Fanclubmitglieder ihre schönsten Erlebnisse rund um das Finale vom Wembley zusammengestellt hatten. Außerdem nahmen sie Arjen Robben in den Fanclub auf. Der Fußballer ist somit das 1365. Fanclubmitglied. »Wir sind stolz, dass du jetzt zu uns dazugehörst«, freute sich Maxi Burghartswieser.

Nach dem offiziellen Teil nahm sich der Bayern-Star noch viel Zeit für seine Fans. Er bedankte sich für den super Empfang und die Unterstützung. »Dass ihr immer da seid für uns, ist auch für uns Spieler sehr wichtig«. Anschließend schrieb der Niederländer solange Autogramme und ließ sich fotografieren, bis jedes Fanclubmitglied versorgt war. jar

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