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»Anschöring« bremste Passau ein

4.0
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Nicht nur drei Punkte hat der SV Kirchanschöring am 25. Spieltag der Fußball-Landesliga Südost beim 2:1 gegen den Tabellendritten vom 1. FC Passau eingetütet, sondern auch der »Mannschaft der Stunde« den Wind aus den Segeln genommen. 18 Pflichtspiele gingen die Dreiflüsse-Städter nicht mehr als Verlierer vom Platz; jetzt ging's nach Kirchanschöring, wo die Platzherren in einer intensiven und kampfbetonten Partie am Ende die Nase vorne hatten.


Wer von den 422 Zusehern nach den jüngsten Ergebnissen der Teams mit einem spektakulären Schlagabtausch gerechnet hatte, sah sich schnell getäuscht. Beide Mannschaften gönnten sich kaum Raum, wodurch das Geschehen geprägt war von langen Bällen und zahlreichen Zweikämpfen. Nur die individuelle Klasse der Akteure sorgten bisweilen für Sehenswertes.

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Christian Jäger lieferte solch eine Aktion in der 4. Minute, als er nach einem langen Einwurf von Bernd Eimannsberger an der Strafraumgrenze an den Ball kam. Seinen sehenswerten Volleyschuss lenkte FCP-Torhüter Pascal Keese mit den Fingerspitzen reaktionsschnell übers Gebälk.

Ein frühes Tor hatten sich die Kirchanschöringer gegen den schweren Gegner ausgerechnet und Sebastian Leitmeier erfüllte diesen Wunsch. Zehn Minuten waren gespielt, als sich Bernd Eimannsberger in der eigenen Hälfte den Ball eroberte und diesen postwendend in Richtung Leitmeier schickte. Der entwischte der Gäste-Defensive, ließ im Sechzehner noch einen Passauer ins leere laufen und schlenzte das Leder von halbrechts in den langen Winkel – 1:0. »Das war schon ein tolles Tor«, freute sich Trainer Günter Heberle nicht nur ob der Qualität, sondern auch der Wichtigkeit des Treffers.

In der Folge drängten die Passauer den SVK in die eigene Hälfte, doch wie in Plattling und Starnberg machten die Gelb-Schwarzen den Laden nach hinten dicht. Am ehesten ging Gefahr im SVK-Strafraum noch von Standardsituationen aus.

Der zweite Durchgang begann ähnlich umkämpft wie der erste, sodass sich zwei gute Mannschaften fast neutralisierten. Also musste mal wieder eine Standardsituation herhalten: Der eingewechselte Florian Hofmann brachte einen Eckstoß auf den kurzen Pfosten, wo Andreas Koch zum 2:0 einnickte (70.). Koch, der für den erkrankten Michael Lissek eingesprungen war, belohnte sich damit für seine gute Leistung. »Respekt, das war sein erstes Spiel von Anfang an in diesem Jahr und er war voll präsent«, lobte Günter Heberle.

Drei Minuten vor Schluss verwandelte Marco Kurz einen Foulelfmeter zum 2:1, nachdem SVK-Torhüter Dennis Kracker gegen Joschi Schreyer einen Schritt zu spät gekommen war. In der Nachspielzeit glückte den Passauern sogar der vermeintliche Ausgleich, doch Schiedsrichter Wolfgang Wallesch entschied auf Abseits – eine richtige Entscheidung.

Nachträglich gab es für den Passauer Stephan Kinateder die Rote Karte, nachdem er dem Unparteiischen den Handschlag angedeutet, dann aber verweigert hatte, um sich durchs Haar zu fahren. bts