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Altenmarkt trennt sich von Fleißner

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Er ist nicht mehr Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Altenmarkt: Christian Fleißner. (Foto: Seifert)

Der TSV Altenmarkt, mit nur jeweils neun Toren und Punkten Tabellenletzter der Fußball-Kreisliga Gruppe II, klammert sich im Kampf um den Klassenerhalt an den allerletzten Strohhalm: Die Abteilungsleitung gab die Trennung von Trainer Christian Fleißner bekannt.


In einem Gespräch habe man sich verständigt, die Zusammenarbeit zu beenden, sagte Abteilungsleiter Manfred Karlstetter. »Christian ist ein ausgewiesener Fußball-Fachmann, und wir bedanken uns sehr herzlich für sein Engagement. Er war dem Verein in den zweimal vier Jahren, die er beim TSV tätig war, ein äußerst loyaler Trainer, für den das Wohl der Mannschaft und des Vereins oberste Priorität hatte, und wir haben dies während der gesamten Zeit sehr wohl zu schätzen gewusst. Wir sind immer beidseits offen und ehrlich miteinander umgegangen, von Vereinsseite hatte er während seiner Amtszeit stets vollste Rückendeckung. Nach einer ausführlichen und sachlichen Analyse der aktuellen Situation sind wir jedoch zur Erkenntnis gekommen, dass für das Team im Kampf um den Klassenerhalt neue Impulse nötig sind«, erläuterte Karlstetter und fügte hinzu: »Die Trennung ist uns menschlich nicht leicht gefallen, sie war aus sportlicher Sicht aber leider unausweichlich.«

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Fleißner hatte die erfolgreichste Zeit des Vereins ein- und mitgeleitet: So war er in der Saison 2003/04 als Spielertrainer maßgeblich für den Aufstieg in die Kreisliga verantwortlich, wo der TSV seitdem ohne Unterbrechung spielt. Auch für Fleißner selbst war die Entscheidung »emotional nicht ganz leicht«, wie er auf Anfrage betont: »Der Verein ist mir unglaublich ans Herz gewachsen, es war eine geile Zeit – das bleibt bei mir hängen. Als Trainer des Letzten muss man diese legitime Entscheidung des Vereins aber aushalten können.« Die Zusammenarbeit sei bis zum Schluss sehr gut gewesen, »da bleibt menschlich nix hängen«. Drum sei es für ihn auch eine Selbstverständlichkeit, »dass ich mir bis Saisonende alle Spiele anschauen und den Burschen die Daumen drücken werde, dass sie den Klassenerhalt unter der neuen Führung schaffen«.

Wer der neue Chef an der Seitenlinie ist? Das Mannschaftstraining am Dienstag leitete jedenfalls der Trainer der zweiten Mannschaft, Thomas Reitmeier. Bis zum nächsten Spiel am Sonntag in Perach bastelt die Abteilungsleitung noch intensiv an einer Lösung bis zum Saisonende. rse