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Allmählich kommt die Höchstform ...

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Jetzt ist die Form da: Daniel Bichlmann durfte sich über seinen Sieg beim Aichacher Straßenpreis freuen.

Nach einer erfolgreichen Saison 2014 ging der Traunsteiner Radrennfahrer Daniel Bichlmann zuversichtlich in die neue Saison. Doch zunächst einmal gab es eine Enttäuschung, die Form passte nicht. Nach einem Neuaufbau im Training zeigt sich nun: Die Form kommt. Bichlmann unterstrich dies mit seinem Sieg beim Aichacher Straßenpreis.


Zunächst schien auch die erste Vorbereitung aufs neue Radsportjahr gut zu sein. Nach dem Saisonabschluss Ende November pausierte er gut zwei Wochen. Anschließend »überwinterte« er 70 Tage in Neuseeland, »und dort fand ich beste Bedingungen vor.« So ging es direkt zum Saisonauftakt nach Gabun. Dort fand die höchstklassifizierte Rundfahrt des afrikanischen Kontinents, der »Tropicale Amisa Bongo« statt.

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Diese Etappenfahrt über eine Woche wird von einigen europäischen Pro-Tour-Mannschaften (Cofidis, Europcar, MTN Qubeka, Wanty Group) genutzt, um erste Renn-Kilometer zu absolvieren. Doch seinen Saisoneinstand dort »kann man wohl mit dem Wort 'desaströs' am treffendsten beschreiben«, berichtet Bichlmann. »Von Anfang an fühlte ich mich schlecht.« Zwar sei die 72-stündige Anreise sicher ein Nachteil gewesen, »doch dass ich das Zeitlimit auf der vierten Etappe völlig entkräftet nicht schaffte, war dann doch eine riesengroße Enttäuschung«, bekennt er.

So entschloss er sich gemeinsam mit seinem Team Bike-Aid zu einem »kompletten Neustart«. Er setzte auf Grundlagentraining, ehe er beim österreichischen Saisonauftakt in Leonding erstmals seine Form testete. Dort hatte er ein Problem mit dem Lenker. Da es kein Begleitfahrzeug bzw. Ersatzrad gab, musste er sich damit arrangieren. Doch hier sowie in Zusmarshausen »machte ich stetig Fortschritte«, freut sich Bichlmann. Selbstbewusst fuhr er daher als Einzelstarter zum »Aichacher Frühjahrspreis«.

Das Rennen ging über 15 Runden auf einem wenig selektiven welligen Rundkurs über insgesamt 110 Kilometer. Von Anfang an war das Tempo hoch. Der Traunsteiner konnte allen Attacken folgen und blieb immer in der Führungsgruppe. Eingangs der letzten Runde ergriff er die Initiative. Zunächst folgten nur drei Mitstreiter, doch da keiner davon sich an der Führungsarbeit beteiligen wollte, fand sich wieder die gesamte Spitzengruppe zusammen. Alle konzentrierten sich auf den letzten drei Kilometern auf die starken Sprinter Grischa Janoschke und Florenz Knauer. Doch Bichlmann setzte kurz vor der 1000-Meter-Marke alles auf eine Karte und griff an.

Sein Mut wurde belohnt. Er riss ein Loch zu seinen ehemaligen Fluchtgefährten auf und feierte einen Solosieg. Wie erwartet gewann sein ehemaliger Teamkollege Florenz Knauer vom Team Baier-Corratec den Sprint um den zweiten Platz. Dritter wurde überraschend Sebastian Vogel aus Berlin vor Grischa Janoschke.

Für Bichlmann stehen nun Eintagesrennen in Belgien und England sowie die deutschen »Klassiker« Frankfurt-Eschborn-City-Loop und »Rund um Köln« an. Ebenso wird er heuer erstmals die Bayern-Rundfahrt bestreiten. Für all diese Aufgaben scheint er nun gut gerüstet ... who