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»Alles oder Nichts« beim Weltcup in Estland

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Er kämpft derzeit um seine Form, um sich doch noch für die nordische Ski-Weltmeisterschaft qualifizieren zu können: Jonas Dobler, hier beim Training am Hochberg. (Foto: Marinus Dobler)

Die WM-Teilnahme bleibt das Ziel: Der Traunsteiner Skilangläufer Jonas Dobler hat trotz seiner gesundheitlichen Rückschläge die Hoffnung noch nicht aufgegeben, sich für die Titelkämpfe (21. Februar bis 5. März in Lahti/Finnland) qualifizieren zu können.


Grundsätzlich hätte die Form ja schon zum Saisonbeginn gestimmt. Doch dann warf den Sportler des SC Traunstein eine heftige Grippeerkrankung zurück. Bis zur Tour de Ski hatte er sich zwar wieder erholt, doch bei diesem kräfteraubenden Saisonhöhepunkt musste er – doch noch deutlich geschwächt – vorzeitig aussteigen. Die Hoffnung, bald wieder in den Weltcup zurückkehren zu können, zerschlug sich schnell wieder: »Ich war leider nach der Tour nochmal krank und lag eine Woche flach. Deshalb werde ich auch dieses Wochenende den Weltcup in Falun verpassen«, bedauert der 25-Jährige.

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»Damit wird die Liste an verpassten Rennen diese Saison nochmal länger. Insgesamt habe ich mir das natürlich ganz anders vorgestellt. Ich bin zwar jetzt wieder gesund, aber es braucht einfach Zeit, um auch wieder zu Kräften beziehungsweise in Form zu kommen. Bei der Tour de Ski zum Beispiel war ich ja auch wieder gesund – aber einfach immer noch von dieser Grippe geschwächt.«

So steht für Dobler nun eine Gratwanderung an: Einerseits muss er hart trainieren, um für die nächsten Einsätze gut gerüstet zu sein, andererseits darf er es mit der Intensität nicht übertreiben, um nicht noch einmal einen gesundheitlichen Rückschlag zu riskieren.

Zuletzt trainierte er auf der herrlichen Loipe am Hochberg bei Traunstein. Zunächst war erwogen worden, dass Dobler dann beim Weltcup in Pyeongchang (Südkorea/3. bis 5. Februar) an den Start gehen und um seine WM-Chance kämpfen sollte. Da dies aber – auch wegen der Reisestrapazen – ein ungünstiger Termin gewesen wäre, wurde die Planung umgestellt: »Ich fahre nicht nach Südkorea, sondern bekomme jetzt nochmal Zeit zum Trainieren. Dazu werden wir unter anderem ein Trainingslager in Toblach absolvieren«, berichtet er. Dann bekommt er die Chance, beim folgenden Weltcup in Otepää (Estland/18. und 19. Februar) zu starten. »Da heißt es dann Alles oder Nichts. Das ist meine letzte Chance für die WM«, weiß der Traunsteiner.

Denn bei den Titelkämpfen in Lahti steht für die Langläufer bereits am 22. Februar (10 km klassische Technik) der erste Wettkampf auf dem Programm. Da will Dobler dabei sein.

Nach jetzigem Stand haben sich erst Thomas Bing (WSV Dermbach) und Florian Notz (SZ Römerstein) sicher für die WM qualifiziert. Auch Lucas Bögl (SC Gaißach/Stützpunkt Ruhpolding) (zwei 18. und zwei 19. Plätze in dieser Saison) dürfte gute Aussichten haben, mitgenommen zu werden. Dennoch erscheint noch Platz, um ein komplettes Team stellen zu können.

Doch klar ist auch: Nur wenn Dobler am 19. Februar in Estland (15 km klassische Technik) eine Leistung abliefert, die auch bei der WM auf ordentliche Platzierungen hoffen lässt, wird er nominiert werden. Am Tag zuvor steht ein Sprint (Skating) auf dem Programm – da geht es für Distanz-Spezialist Dobler wohl eher darum, sich für den folgenden Tag »warmzulaufen«.

Richtig auf »Betriebstemperatur« sollte er dann bei der WM sein. Schließlich hat sich an seinem grundsätzlichen Saisonziel, »unter die Top 15« zu laufen, nichts geändert. Dass er das kann, hatte er bereits in der vorigen Saison bewiesen ... who