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Alina Hofmann holt Silber im Gerätturnen am Sprung

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Alina Hofmann vom TSV Waging zeigte beim Deutschlandcup in Bad Düben ihr Können.

Einen hervorragenden zehnten Gesamtrang unter 40 Turnerinnen aus den 16 Bundesländern erreichte die Waginger Kunstturnerin Alina Hofmann beim Deutschlandcup in Bad Düben bei Leipzig. Ihr bestes Ergebnis an den vier Geräten war der Sprung, bei dem sie sich den zweiten Platz holte.


Der Waginger Tross – neben der TSV-Spitzenathletin mit ihren Trainerinnen Susi Mayer und Lena Eder war auch die Familie von Alina Hofmann dabei – durfte sich Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen, da die Waginger Regionalligaturnerin (hier geht sie in der deutschen Turnliga für den TSV Tittmoning an den Start) die Qualifikation auf Landesebene mit großem Vorsprung für sich entscheiden konnte.

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Schwierige Bedingungen wegen ungewohnter Geräte

Das Einturnen für den Wettkampf verlief einigermaßen nach Plan, auch wenn die bayerischen Turnerinnen ihre liebe Mühe mit den dort verwendeten Gerätschaften hatten. Auf Landesebene und auch in der deutschen Turnliga werden die Wettkämpfe von einem anderen Ausstatter bestückt und somit waren die Geräte ganz ungewohnt. Alina Hofmann begann am Boden mit ihrer Kür, zeigte hohe akrobatische Schwierigkeiten und Sprungkombinationen – fast alles ohne »Wackler« in den sauberen Stand. Der angezeigte Ausgangswert von 15,70 Punkten ließ auf einen perfekten Wettkampfstart hoffen, da keine großen Abzüge zu erwarten waren. Das Kampfgericht – keines der Geräte war mit einer bayerischen Vertretung besetzt worden – sah dies jedoch anders und gab für die Bodenübung »nur« 12,80 Punkte.

Davon ließen sich aber weder die Athletin noch die Trainerin beeindrucken, und so ging es nach kurzer Pause an den Sprung. Gleich der erste Versuch gelang – die Wagingerin zeigte einen Zukahara gebückt mit einem Ausgangswert von 15,20 Punkten – und somit war die Anspannung beim zweiten Sprung wohl etwas zu wenig. Dieser Versuch misslang, dennoch zeigten die Wertungsrichter eine 13,30 auf der Anzeige – und diese Wertung sollte nur noch von einer Turnerin aus dem »40er-Feld« um 0,30 Zähler getoppt werden.

Am Stufenbarren als nächstem Gerät musste Alina Hofmann die geplanten Elemente sehr kurzfristig ändern. Das hieß, sie konnte nicht alle trainierten Teile präsentieren: Der sehr weiche und stark nachfedernde Holm sorgte für Zweifel. Die gezeigten Elemente wie Riesenfelge oder Holmwechsel brachten aber immer noch einen Ausgangswert von 14,80 Punkten auf die Anzeige. Auch die Abzüge hielten sich in Grenzen, da die Kampfrichter an diesem Gerät »ihr Ding« sehr gut zu beurteilen wussten.

Den Wettkampfabschluss bildete der Schwebebalken, auf dem die Wagingerin zuletzt sehr viele Stunden verbracht hatte. Hofmann zeigte eine fast fehlerfreie Übung, gespickt mit zahlreichen Sprüngen und Kombinationen, Rückwärtssalto, Mini-Kelli, Radwende und das erste Mal einen Vorwärts-Salto-Abgang mit ganzer Schraube. Auch dieser Kampfrichtertisch war nicht gerade »bayernfreundlich« und zückte gerade einmal 12,35 Punkte.

In der Addition aller vier Geräte kam Alina Hofmann damit auf 50,05 Punkte, was am Ende den hervorragenden zehnten Gesamtrang bedeutete.

Somit verlief das erste Halbjahr für Alina Hofmann sehr erfolgreich – und es ist heuer noch einiges mehr geplant. Ende Juli wird sie mit ihrer Vereinskollegin Franziska Mack nach Bruchsal bei Karlsruhe reisen, um dort die Qualifikation zur Deutschen Mehrkampfmeisterschaft (Deutscher Sechskampf – drei Mal Turnen und drei Mal Leichtathletik) nachzuholen. Franziska Mack war bei der Bayerischen Mehrkampfmeisterschaft verletzt, Alina Hofmann mit dem TSV Tittmoning bei den »Bavarian Open« im Einsatz.

Aufstieg in die Bundesliga als Ziel

Im Spätherbst geht es weiter mit der Regionalliga. Hier möchte Alina Hofmann mit dem TSV Tittmoning unbedingt den Aufstieg in die Bundesliga schaffen – der Grundstein wurde beim Auftaktsieg bereits gelegt. Am meisten aber wünscht sie sich, verletzungsfrei zu bleiben. Denn zahlreiche kleinere und größere Blessuren haben die Spitzensportlerin in der Vergangenheit oft wieder zurückgeworfen. he