Abstiegskampf in Laufen und in Altenmarkt

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Er ist mit dem SB Chiemgau Traunstein II wieder in einem Kellerduell gefordert: Vincenz Gneuß (links), der mit den Traunsteinern beim SV Laufen gastiert, während Sebastian Koller mit dem FC Bischofswiesen den ASV Piding zu Gast hat. (Foto: Weitz)

Auch wenn einige Partien der Hinrunde noch nicht ausgetragen sind: An diesem Wochenende geht es in der Fußball-Kreisklasse 4 mit dem ersten Spieltag der Rückrunde los. Dabei planen die meisten Gastgeber eine Revanche, denn beim Saisonauftakt hatte es vier Heimsiege, ein Remis und einen Auswärtssieg gegeben. Diesen hatte der SC Vachendorf geholt – und will sich nun auch auf eigenem Platz gegen den SV Oberteisendorf durchsetzen. Schließlich geht es für den Tabellenzweiten darum, sich im Dreikampf an der Spitze weiter gut zu behaupten.


Eröffnet wird der Spieltag aber mit Abstiegskampf pur: Schlusslicht TSV Altenmarkt II (13./4 Punkte) empfängt am morgigen Samstag (14 Uhr) die DJK Weildorf (10./12). Beide Trainer gehen mit Sorgen in diese Partie. Bei Altenmarkt war schon vor Saisonbeginn klar, »dass es personell eng wird. Letzte Woche hatte ich auch nur wieder acht Kaderspieler zur Verfügung, es ist immer sehr eng: Denn unser grundsätzlicher Kader besteht aus nur 13 bis 14 Spielern, davon sind drei Langzeitverletzte«, verdeutlicht Trainer Stefan Gulden die Probleme. »Da muss man dankbar sein, dass sich trotzdem immer wieder einige zur Verfügung stellen, die zumindest dann eingewechselt werden können.« Immerhin: Zwei der drei Langzeitverletzten sind bereits wieder im Lauftraining, und voraussichtlich kommt ein Spieler, der derzeit pausiert (Hausbau), nach der Winterpause zurück.

Dennoch schlage sich die Mannschaft ordentlich. »Wir waren schon oft knapp dran, etwas zu holen, nur in zwei Begegnungen waren wir klar unterlegen«, blickt Gulden auf den bisherigen Verlauf der Runde zurück. Auch beim SB Chiemgau Traunstein II (2:3) sei man dicht dran gewesen.

Daher »werden wir es natürlich auch gegen Weildorf wieder versuchen, unseren zweiten Saisonsieg zu holen«, betont Gulden. Denn so groß sei der Abstand zu den vorderen Plätzen ja noch nicht, »und wir spielen auch noch gegen einige direkte Konkurrenten.«

Zu denen gehören derzeit auch die Weildorfer, die erst neun Spiele absolviert haben – weil sie zuletzt durch Corona-Fälle beeinträchtigt wurden. »Die letzten Spieler sind erst in dieser Woche aus der Quarantäne gekommen, einige andere auch erst seit kurzer Zeit. Da ist es natürlich schwer, sich richtig vorzubereiten«, betont Trainer Willi Aigner. Gleichzeitig ist er erleichtert: »Das Wichtigste ist, dass keiner schwer erkrankt ist.« Was das Spiel betreffe, müsse man sich auf eine schwere Aufgabe einstellen, »denn es war schon im Hinspiel sehr eng. Außerdem ist unklar, wie lange bei uns nach so einer kurzen Trainingsphase die Kräfte reichen.«

Alle Kräfte mobilisieren wird sicherlich auch der abstiegsgefährdete TSV Heiligkreuz (12./10), der am morgigen Samstag ab 16 Uhr beim SV Ruhpolding (8./14) gastiert. Der SVR verlor zuletzt nach zehn Punkten aus fünf Partien knapp mit 0:1 bei Tabellenführer TSV Bad Reichenhall. »Die Personalsituation ist weiter angespannt, aber das Spiel in Reichenhall hat gezeigt, dass der Kader breit und gut aufgestellt ist und wir auch so mit jedem Gegner mithalten können. Wir haben jetzt drei Duelle gegen direkte Tabellennachbarn vor der Brust und wollen aus diesen drei Spielen mindestens noch sechs Punkte holen, bevor es in die Winterpause geht«, betont Ruhpoldings Trainer Thomas Plenk.

Zur gleichen Stunde hat der FC Bischofswiesen (9./13) den ASV Piding zu Gast. Die Hausherren wollen sich nicht nur für ihr jüngstes 0:3 in Tacherting, sondern auch für die 0:3-Niederlage im Hinspiel gegen den ASV schadlos halten.

Im ersten Sonntagsspiel geht es um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Ab 14 Uhr treffen der SV Laufen (11./10) und der SB Chiemgau Traunstein II (7./14) aufeinander. Die Hausherren pausierten zuletzt, der SB Chiemgau II bezwang Altenmarkt und könnte schon mit einem Remis wohl gut leben.

Bei der DJK Otting (6./17) geht es im fünften Heimspiel der Runde am Sonntag (15 Uhr) gegen Spitzenreiter TSV Bad Reichenhall (26 Punkte) zur Sache. Die Hausherren würden sich gerne für das Hinrunden-0:2 revanchieren, doch auch ein Punkt wäre für die Mannschaft von Trainer Andi Horner durchaus schon ein Erfolg.

Der SC Vachendorf (2./23) dagegen peilt zur gleichen Stunde einen Sieg gegen den SV Oberteisendorf (5./18) an. Schließlich wollen die Schützlinge von Trainer Martin Meier ihre bislang so erfolgreiche Saison weiter gut gestalten.

Auch die Gäste wissen um die Stärke der Heimelf. »Der SCV ist meines Erachtens der Topfavorit auf den Aufstieg. Dementsprechend sind die Gastgeber der Favorit, was sie auch im Hinspiel beim 3:0-Sieg bei uns unter Beweis gestellt haben«, erinnert sich Raphael Omelanowsky, 2. Abteilungsleiter des SVO. Als größten Trumpf der Hausherren sieht er »sicher die Offensive um Kapitän Tom Klauser. Hier wollen wir natürlich versuchen, diese möglichst in Schach zu halten und die Serie von mittlerweile vier Spielen ohne Gegentor auszubauen.«

Zwar gebe es »personell noch das ein oder andere Fragezeichen. Wir sind jedoch guter Dinge, wieder eine schlagkräftige Truppe auf den Platz zu bringen.« Seit der Trennung von Trainer Stefan Kolm wird die Mannschaft ja von der Abteilungsleitung um Sebastian Schallinger und Omelanowsky betreut. »Und das wird auch bis zur Winterpause so bleiben«, erklärt Omelanowsky.

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