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Abstiegsfinale in Grabenstätt

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Das Aus in der A-Klasse vermeiden: Das ist das Ziel des TSV Grabenstätt, hier mit Julian Haggenmiller. (Foto: Wukits)

Das direkte Aufeinandertreffen des TSV Grabenstätt gegen den SV Seeon/Seebruck II am 24. Spieltag der Fußball-A-Klasse II ist so etwas wie ein Abstiegsfinale für beide Teams, die jüngst mit dem jeweiligen zweiten Sieg im Frühjahr aufwarteten. Das Spitzentrio in der »Chiemsee-Liga« steht vor lösbaren Aufgaben: Der Tabellenerste TV Obing spielt beim SC Schleching, Lokalrivale SpVgg Pittenhart muss zum Derby nach Eggstätt und der Verlierer der Vorwoche, der TSV Bergen, erwartet den TSV Übersee zum Autobahnderby.


Den Auftakt zur drittletzten Runde macht der TSV Siegsdorf II (10. Platz/25 Punkte) heute um 14 Uhr gegen den TSV Rimsting (4./37). Der Aufsteiger kassierte nach dem Zwischenhoch mit sechs Siegen und einer Niederlage zuletzt zwei 0:4-Niederlagen, diese allerdings gegen das Spitzenduo. Nun könnte die Häusser-Elf den Sack zumachen und den Klassenerhalt fixieren. So gut wie Siegsdorf in der Frühjahrsrunde war, so schlecht präsentiert sich der Ex-Tabellenführer Rimsting. Die Truppe von Michael Mehlhart – der zur neuen Saison von Oliver Kunz (TSV Bad Endorf) abgelöst wird – konnte in elf Partien nur zwei Dreier schreiben. Jüngst blamierte man sich im Chiemseederby und unterlag mit 0:3 gegen Grabenstätt.

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Das dritte Heimspiel binnen sieben Tagen geht für den TSV Chieming (8./28) um 14.30 Uhr gegen den Tabellenachbarn WSV Aschau (29) über die Bühne. Nach dem Remis gegen Erlstätt reichte es für die Wudy-Elf auch gegen den SC Schleching im Nachholspiel auch zu keinem Dreier, die Partie endete torlos. Nun soll im dritten Anlauf die Woche mit den Punkten drei bis fünf, sprich einem Sieg gegen Aschau abgeschlossen werden.

Um 15 Uhr ist Anstoß beim SV Erlstätt (9./29) gegen den Tabellenletzten SV Höslwang (16), es sollten für die Schneider-Crew auf heimischen Terrain Pflichtpunkte werden. Dünn wird die Luft für den Aufsteiger, falls die Partie verloren wird. In den neun Partien nach dem Winter konnte noch nicht gewonnen werden, es reichte lediglich zu vier Punkteteilungen.

Abstiegskampf pur heißt es ab 16 Uhr am Eichbergfeld in Grabenstätt. Hier spielt der heimische TSV (12./19) gegen den Abstiegskonkurrenten SV Seeon/Seebruck (17), der hinter der Deininger-Elf rangiert. Gewinnt der Ex-Kreisligist dieses Kellerduell, dürfte es das für den Aufsteiger mit der A-Klasse gewesen sein. Andererseits hat die Elf von Patrick Kopecky die Möglichkeit, mit dem heutigen Gegner die Plätze zu tauschen und in den verbleibenden drei Partien – schon am Mittwoch folgt die Nachholpartie in Aschau – noch das rettende Ufer zu erreichen, beziehungsweise über den Umweg Relegation die Klasse zu halten.

Zur selben Zeit empfängt der SC Schleching im heimischen Geigelstein-Stadion den Spitzenreiter TV Obing und ist gegen die Schätzke-Elf krasser Außenseiter. Aber das Hinspiel ist der Truppe von Robert Veichtlbauer sicherlich noch in bester Erinnerung, der SCS verlor nur knapp mit 1:2. Dabei trat Christian Müllinger als Doppeltorschütze auf – einmal erwischte er allerdings das falsche Gehäuse. Nach der guten Herbstserie stockt nun der SCS-Motor, in acht Partien gab es nur einen Sieg. Dagegen steht elf Jahre nach dem Kreisklassen-Abstieg nun der TV Obing vor der Rückkehr: »Wir werden keinen Gegner unterschätzen besonders nicht Schleching, da wir uns gegen dieses Team enorm schwergetan haben«, gibt Dieter Schätzke zu verstehen. »Auch Eggstätt und Erlstätt werden harte Aufgaben werden. Aber die Burschen wissen, um was es geht und ich kann mich zu hundert Prozent auf sie verlassen«, so der Coach weiter.

Um 17 Uhr will der TSV Bergen (3./46) die letzte Chance nutzen, den verlorenen Boden gegen den TSV Übersee (6./29) zurückzugewinnen. Seit vier Wochen zeigt der Daumen der Elf von Herbert Bischof stark nach unten. Der Topfavorit der Liga schaut womöglich am Ende in die Röhre.

Geschnappt wurde der TSV zuletzt von der SpVgg Pittenhart (48), der ein schwerer Gang zum Derby (Sonntag, 15 Uhr) beim ASV Eggstätt (11./22) bevorsteht. Aber die Stöttner-Elf ist gut in Schwung, es gab zuletzt sechs Siege am Stück – und noch dazu ohne Gegentor. Gut möglich, dass die SpVgg sogar noch den Lokalrivalen Obing angreifen kann, da am Donnerstag (25. Mai) auch noch das Nachholspiel in Übersee ansteht. td