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Absteigerduell im Ruhpoldinger Waldstadion

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Zuletzt feierte er mit dem SV Erlstätt einen Sieg in Surberg, nun will er mit seiner Elf auch den TuS Traunreut II hinter sich lassen: Simon Steinmaßl (vorn), hier vor dem Surberger Thomas Weber. Weber steht mit dem SV Surberg diesmal vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Der SVS ist zu Gast beim Tabellenführer TSV Bergen. (Foto: Wirth)

Nach dem Motto: »Jeder darf einmal«, hat die Fußball A-Klasse VI wieder einen neuen Tabellenführer, fast jede Woche testet eine andere Mannschaft den »Platz an der Sonne«. Diesen hat nun wiederum der TSV Bergen inne, der zu Hause den Aufsteiger SV Surberg zu Gast hat. Im Ruhpoldinger Waldstadion begrüßt der SVR den TSV Grabenstätt zum Absteigerduell am zehnten Spieltag.


Die Überraschung der jüngsten Runde lieferte der TSV Chieming, der den Tabellenführer TSV Übersee mit einem 1:0-Sieg am anderen Chiemseeufer stürzte. Nun steht für den Rangsiebten (13 Punkte) das Heimspiel am heutigen Samstag (14.30 Uhr) gegen die DJK Kammer (12. Platz/8 Punkte) auf dem Programm.

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Auf heimischer Anlage tut sich Chieming schwer

Doch auf heimischer Anlage tut sich der TSV schwer und hat erst einmal gewinnen können – genauso oft wie die DJK auswärts. Und die DJK braucht dringend die Punkte gegen den Abstieg, momentan steht die Wudy-Elf auf dem Relegationsplatz.

Um 15 Uhr muss der TSV Bergen (19) gegen den Aufsteiger SV Surberg (13./4) die Spitze verteidigen. Nach dem klaren Sieg in Grabenstätt dürfte dies gegen den abstiegsbedrohten SVS vom Papier her machbar sein. Nach der 2:8-Klatsche vor zwei Wochen beim TSV Waging II hat sich die Elf von Manfred Mühlberger wieder erholt und zwei Siege in Folge geholt.

Der SV Surberg hatte in der Vorwoche den Trainer gewechselt, der »Neue« – Hansi Billinger – musste aber mit ansehen, wie seine Elf zu Hause gegen den Mitkonkurrenten SV Erlstätt nach 2:0-Führung noch mit 2:5 baden ging. Ob ausgerechnet beim Gruppenprimus Bergen eine Überraschung gelingt, erscheint fraglich, zumal rotgesperrt Sebastian Weber fehlt.

Der SV Erlstätt (11./9) hat zur selben Zeit den TuS Traunreut II (9./11) zu Gast, der zuletzt zweimal voll punkten konnte. Trainer »Seppo« Koschwan hat auch wieder Marco Pugliese zur Verfügung, der zuletzt gesperrt war. Der SVE hat in den beiden zurückliegenden Partien ebenfalls sechs Zähler verbuchen können. Nun stellt sich die Frage: Wer setzt seine kleine Serie weiter fort?

Drittes 15-Uhr-Spiel ist die Partie des TSV Palling (3./18) gegen den Fünften TSV Waging II (16). Die Wimmer-Crew gewann das Derby in Kammer hauchdünn mit 2:1 und liegt damit nur einen Zähler hinter der Spitze. Allerdings musste der TSV Palling schon zwei Heimniederlagen einstecken. Bei Waging II will es in der Fremde nicht so klappen, erst ein Sieg aus vier Spielen steht zu Buche.

SC Schleching im Derby gegen Übersee

Um 17 Uhr kommt es zum Achentalderby. Der SC Schleching (11./10) hat im Geigelstein-Stadion den TSV Übersee als aktuellen Tabellenzweiten (18 Punkte) vor der Brust. Der SCS wurde zuletzt nach unten durchgereicht, weil das letzte Erfolgserlebnis schon fünf Spiele zurückliegt. Nun will sich die Grünecker-Truppe wieder stark präsentieren und dem Überraschungsteam der A-Klasse VI ein Bein stellen. Der Ex-Spitzenreiter musste zuletzt eine Heimniederlage einstecken, doch mit beachtlichen 18 Zählern reist die Zaunmüller-Elf mit Zuversicht zum Derby.

Nach dem Sieg im Topspiel gegen den SV Ruhpolding hat der TSV Tengling (5./15) am Sonntag (13 Uhr) die undankbare Aufgabe, sich beim TSV Traunwalchen II (3) die Pflichtpunkte holen zu müssen. Zum Ruhpolding-Spiel meinte Trainer Johann »Buffy« Jungvert: »Ein glücklicher, aber aufgrund der zahlreichen Chancen nicht unverdienter Sieg meiner Elf, die bewiesen hat, absolut verdient oben mitmischen zu können.«

Das soll auch morgen beim Tabellenletzten umgesetzt werden. Die Gastgeber haben arge Personalprobleme, zuletzt musste der 61-jährige »Charly« Blaim in Waging das Tor hüten, tat dies aber mit Bravour.

Einen Höhepunkt gibt es zum Abschluss des Spieltages: Im Absteigerduell stehen sich der SV Ruhpolding (4./17) und der TSV Grabenstätt (8./12) gegenüber. Der SVR ist klarer Favorit, ist er doch zu Hause noch unbesiegt. Dagegen hat Grabenstätt seine vier Auswärtsspiele verloren – und im Waldstadion hängen die Trauben ohnehin hoch.

Torjäger Schankweiler erst einmal gesperrt

Grabenstätts Spielertrainer Jens Eckl muss auf Torjäger Andreas Schankweiler, der sich im Spiel gegen Bergen eine Unsportlichkeit leistete und erst einmal gesperrt ist. »Alles in allem war es ein zu schwacher Auftritt«, sagt SVR-Pressesprecher Thomas Plenk zu der Niederlage in Tengling.

»Es wurde insgesamt zu wenig Engagement an den Tag gelegt und deshalb dürfen wir uns über die Saisonniederlage nicht beschweren.« Nun gilt es für die Elf von Markus Burgstaller, diesen Ausrutscher wieder auszubügeln. td

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