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Abschied aus Grassau als Aufsteiger?

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Er könnte neben Dajan Pajic der zweite Grassauer Stürmer gegen Grabenstätt sein: Florian Lindlacher (links), hier gegen den Eggstätter Thomas Linner. (Foto: Wirth)

Gerade steht der Griff nach der Tabellenführung an – doch beim ASV Grassau gab es vor dem Derby am heutigen Samstag (15 Uhr) gegen den TSV Grabenstätt für die Spieler einen anderen »Paukenschlag«. Trainer Viktor Gruber gab nun der Mannschaft bekannt, dass er in der kommenden Saison eine Auszeit nehmen wird.


Er hatte beim Tabellenzweiten der Fußball-Kreisklasse Gruppe I bereits vor einigen Wochen die Abteilungsleitung über seine Entscheidung informiert. »Natürlich bin ich beruflich im Rahmen meiner selbstständigen Tätigkeit extrem gefordert, genauso verlangt meine Familie ihr Recht – aber ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich es auch einmal genießen will, nicht Woche für Woche mindestens dreimal auf dem Fußballplatz stehen zu müssen, weil ich als Spieler und zuletzt nun auch als Trainer eine Verantwortung übernommen habe«, so der scheidende Grassauer Trainer.

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Sein Ziel als Trainer war es, die Mannschaft so zu formen, dass sie um den Aufstieg in die Kreisliga mitspielen könnte. Dieses Ziel sei nun erreicht, und »das liegt an einer tollen Mannschaft«, lobt Gruber. Daher sei es wichtig, der Mannschaft nun auch rechtzeitig seinen Schritt bekannt zu geben. »Bis zum Saisonende sind es noch sechs schwierige Spiele und die hoffe ich, mit der Mannschaft erfolgreich bestreiten zu können, denn die Spieler hätten es wirklich verdient«, meint er.

Ernst Enzmann bedauert den Schritt

Ernst Enzmann, der Grassauer Abteilungsleiter Fußball, bedauert es sehr, das Gruber nicht mehr als Trainer für die nächste Saison zur Verfügung steht, zeigt aber großes Verständnis. »Viktor Gruber hinterlässt als Trainer eine intakte Mannschaft, die sich kontinuierlich weiterentwickelt hat. Wir spielen weiter um den Aufstieg in die Kreisliga mit, was dem ASV in den letzten 15 Jahren nicht mehr gelungen ist«, lobt er und fügt hinzu: »Wer sagt denn, dass man sich nach einer Auszeit, nicht auch irgendwann wieder zusammensetzt.«

Doch zunächst geht es um die anstehende Aufgabe gegen Grabenstätt im Grassauer Sportpark. Die Favoritenrolle liegt zwar eindeutig beim ASV Grassau, doch hat sich der TSV Grabenstätt besonders in den Partien nach der Winterpause als zäher Gegner gezeigt.

Zudem tat sich das Gruber-Team in der Vorwoche beim 1:1 gegen Rimsting mit der Favoritenrolle schwer. »Das Spiel war grundsätzlich in Ordnung, unsere Torausbeute war eben nicht optimal«, meint Gruber und will die Mannschaft wieder auf ihre eigene Stärke einstimmen. Der Grabenstätter Spielertrainer Jens Eckl wird wohl wieder auf seine kampfkräftige Defensive setzen, die sich in dieser Saison ganz gut geschlagen hat. Die Offensive (erst 21 Tore) ist das Problem.

Ganz anders beim ASV Grassau. Mit 50 erzielten Toren ist man Klassenprimus und mit Dajan Pajic hat man einen Torjäger in den eigenen Reihen, der bereits 20 Tore erzielt hat. Beim ASV werden in Thomas Färbinger und Johannes Bauer mit Sicherheit zwei Stammspieler fehlen, auch der Einsatz von Abwehrchef Sebastian Plenk ist fraglich. Ansonsten setzt man auf die bewährten Spieler wie Sturmführer Dajan Pajic. Ob dessen Sturmpartner von Anfang an Helmut Hain oder Florian Lindlacher ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Sicher zum Team gehört auch Benedikt Barthel, der bisher bei allen Einsätzen überzeugte. Egal, wer spielt: Die Grassauer (2./40 Punkte) wollen heute gewinnen und den spielfreien Tabellenführer SV Seeon/Seebruck (1./42) an der Spitze ablösen. Die Grabenstätter (11./18) hoffen ihrerseits heute auf einen Punktgewinn und darauf, dass der TSV Bernau (6./26) heute (ab 14 Uhr) mit einem Sieg gegen den ESV Rosenheim (9./19) Schützenhilfe leistet.

Grabenstätt hofft auf Schützenhilfe

Auch in den Sonntags-Partien hoffen die Grabenstätter auf Schützenhilfe beziehungsweise darauf, dass sich die Konkurrenten gegenseitig die Punkte abnehmen. Bereits um 14 Uhr duelliert sich morgen der ASV Kiefersfelden (8./19) mit dem ASV Eggstätt (7./21), um 16 Uhr der SC Frasdorf (13./14) mit dem TSV Rimsting (10./18). Auch ein Sieg von Türk Rosenheim (4./34) beim ASV Au II (12./17) am Sonntag (16 Uhr) könnte den Grabenstättern helfen.

Die Grassauer hoffen dagegen darauf, dass am morgigen Sonntag (14 Uhr) Verfolger SV Riedering (3./36) gegen den TuS Prien (5./31) »Federn lässt«. Aber wichtiger ist es natürlich, erst einmal selbst zu gewinnen ... who