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Überseer Handballer bezwangen Spitzenreiter

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Für einen Paukenschlag haben die Bezirksliga-Handballer des TSV Übersee gesorgt. Mit 22:20 setzte sich die Truppe von Trainer Thomas Wirth gegen Tabellenführer HSG Kirchheim/Anzing II durch.


Von Beginn nahmen die Chiemseer das Heft in die Hand. Dennoch dauerte es bis zur 5. Minute, ehe das erste Tor für den TSV durch Sepp Schwarz fiel. Danach ging es jedoch Schlag auf Schlag und die Gastgeber zogen auf 4:0 davon. Torwart Andreas Lindlacher hielt in dieser Phase einen Strafwurf, während Florian Höllmüller einen Siebenmeter für Übersee verwandelte.

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Auch die TSV-Abwehr ließ den Kirchheimern kaum eine Chance durchzukommen, und wären nicht manche Einschussmöglichkeiten vergeben worden, hätte die Bilanz für Übersee noch besser ausgesehen. Hervorragende Einzelaktionen, unter anderem von Florian Höllmülller, Matthias Günther und Claudiu Vuc ließen den Vorsprung der Hausherren auf ein komfortables 10:4 (20.) anwachsen.

In der Folge wurde es jedoch noch einmal spannend. Als Übersee nach einigen Fouls nur noch mit vier Feldspielern agierte, konnten die Gäste wieder Druck aufbauen. Bis zur Halbzeitpause verkürzte der Spitzenreiter auf 9:12.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte merkte man der HSG Kirchheim/Anzing II an, dass sie die Partie nun drehen wollte. Die Gäste gingen engagierter in die Zweikämpfe, verursachten dadurch jedoch einige Fouls und waren jetzt ihrerseits zeitweise nur zu viert auf dem Feld. Resultat: Die Achentaler konnten ihren Vorsprung wieder auf sechs Treffer ausbauen. Das war unter anderem auch ein Verdienst von Bernhard Reichel, der es seinem Torwart-Kollegen aus der ersten Halbzeit gleichtat und ebenfalls nichts anbrennen ließ.

Ab Mitte der zweiten Halbzeit ging beim TSV Übersee im Angriff plötzlich nichts mehr: Viele Ballverluste, Fehlpässe und zu harmlose Torwürfe zeugten von Leichtsinn und Unkonzentriertheit bei den Gastgebern. Das führte dazu, dass die TSV-Handballer zehn Minuten lang nicht mehr punkten konnte. Die Anzinger konnten dies jedoch nicht ausnutzen, setzten keine Impulse und zeigten ein ideenarmes Spiel.

Die Schlussphase wurde noch einmal hektisch. Es kam zu Fehlern und Ballverlusten auf beiden Seiten und einer Roten Karte für den Tabellenführer. In dieser Phase behielt TSV-Akteur Franz Steiner die Nerven und machte für Übersee alles klar. Am Ende stand der verdiente 22:20-Erfolg.

Für Übersee spielten Andreas Lindlacher und Bernhard Reichel (im Tor) sowie Florian Höllmüller (6), Claudiu Vuc (4), Franz Steiner (3), Tobias Stadtelmayer (3), Andreas Reichel (3), Josef Schwarz (1), Matthias Günther (1), Matthias Ladner (1), Florian Weissenbacher, Stefan Irger, Peter Rieperdinger und Thomas Hintereder.