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»Überraschung in der Aufstellung« des SVK

Mit einer Woche Verspätung startet der SV Kirchanschöring in die Frühjahrsrunde der Fußball-Landesliga Südost: Die Austragung der Partie bei der SpVgg Plattling am heutigen Samstag um 15 Uhr im Stadion an der Rennbahn sei gesichert, sagte Kirchanschörings Pressesprecher Sepp Thanbichler, nachdem er sich schon Anfang der Woche über den Zustand des Rasens erkundigt hatte – und ein positives Echo aus Niederbayern erhielt.

Nach der Absage der Heimvorstellung gegen den TuS Holzkirchen (neuer Termin: Ostermontag, 1. April, 15 Uhr) müssen die Schützlinge des Trainergespanns Günter Heberle/Sepp Aschauer gleich zweimal auswärts ran, denn am Samstag, 16. März, 14 Uhr, geht die Reise zur FT Starnberg 09. Das erste Heimspiel steigt dann erst am Samstag, 23. März, 15 Uhr, gegen den 1. FC Passau.

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Alle drei Aufgaben scheinen lösbar: Plattling und Starnberg sind Kellerkinder der Liga. Passau ist zwar Tabellendritter, aber definitiv auch keine »Über-Mannschaft«. »Wenn wir in der Landesliga bleiben wollen, müssen wir das Programm sowieso nehmen, wie es kommt«, meint Thanbichler, »in den zwei Auswärtsspielen können wir gleich zeigen, dass wir mehr drauf haben als im Herbst – da haben wir ja nur sieben Auswärtspunkte geholt, und das ist ganz einfach zu wenig.«

Und das war fürs Trainerteam auch ein Grund, das System ein wenig umzustellen. »Wir haben in den bisherigen Auswärtsspielen schön gespielt, aber nicht erfolgreich – das wollen wir jetzt ändern«, so Thanbichler.

Wenn der Bus heute um 11 Uhr am SVK-Sportheim in Richtung Niederbayern abfährt (für Fans besteht eine Mitfahrgelegenheit), sind auch vier Mann an Bord, die nicht allen Experten ein Begriff sind: drei Kicker aus der Landesliga-U-19 der JFG Salzachtal und ein Mann aus der »Anschöringer« Reserve. Marinus Hillebrand, Jakob Unkner, Torhüter Fabian König und Korbinian Stockhammer wurden für den Kader nominiert, von Beginn an wird aber wohl keiner dieses Quartetts dabei sein.

Doch allein schon die Integration dieser blutjungen Kicker dokumentiert, dass der SVK den eingeschlagenen Weg, stark auf den Nachwuchs zu setzen, weiter fortsetzen möchte. Und da Routiniers wie Thomas Mooser (weilt auf Trainerlehrgang) und Stephan Schmidhuber (letztmals rotgesperrt) nicht mitwirken können, steigen natürlich auch die Einsatzchancen von Spielern, die noch keine Landesliga-Erfahrung im Herrenbereich aufweisen.

»Es wird auch eine Überraschung in der Aufstellung geben«, erklärte Sepp Thanbichler. Auf die Defensivabteilung und die Stürmerposition dürfte sich diese »Überraschung« aber nicht beziehen, denn dort scheinen Dennis Kracker (Tor), Maxi Willinger, Albert Eder, »Xandi« Köberich, Maxi Sturm (alle Viererkette) und Sebastian Leitmeier (einzige Spitze) gesetzt.

Man darf also gespannt sein, wie das Mittelfeld im einzelnen aussehen wird. Bernd Eimannsberger wird auf alle Fälle als »Sechser« auflaufen und somit sein Punktspiel-Comeback nach langer Verletzungspause geben. Im bisherigen Saisonverlauf (21 Begegnungen) konnte der Leistungsträger nur siebenmal eingesetzt werden.

Der Optimismus im »Anschöringer« Lager ist jedenfalls groß, nachdem es in der Testphase sehr gute Ansätze zu sehen gab und es nur zwei Niederlagen setzte (1:2 bei der Unterhachinger U 19 und 2:3 gegen Austria Salzburg).

Dennoch stellt Thanbichler klar: »Unterschätzen dürfen wir keinen Gegner, schon gar nicht die Plattlinger.« Zumal die Niederbayern am vergangenen Samstag schon Spielpraxis sammeln konnten und dies mit einem 2:0-Überraschungs-Erfolg in Deisenhofen sehr erfolgreich taten.

Von FCD-Manager Franz Perneker erntete die SpVgg jedenfalls ein großes Lob: »Eine clevere und kampfstarke Mannschaft, gegen die uns in spielerischer Hinsicht nicht viel eingefallen ist.«

Im Hinspiel hatte der SVK einen 2:1 (0:0)-Sieg gefeiert. Den Gegentreffer hatte Stefano Gigliola erzielt. Letzterer steht der SpVgg nun aber nicht mehr zur Verfügung – er wanderte während der Winterpause zur SpVgg Osterhofen ab. cs