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Überlegener Sieg am Niederrhein

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Die Deutschen Meister vom Regatta-Surfclub Chiemsee: Toni Stadler (von links), Frank Spöttel, Christoph Liese und Stephan Hecker.

Fünfmal hatten die Raceboardsurfer des Regatta-Surfclubs Chiemsee bereits den Titel des Deutschen Meisters der Mannschaftsbundesliga nach Prien geholt, in den vergangenen drei Jahren blieben sie aber sieglos.


Deshalb gingen der frischgebackene Ü-55-Europameister Frank Spöttel, der mehrmalige Deutsche Jugendmeister Stephan Hecker sowie die Raceboarder Toni Stadler und Christoph Liese besonders motiviert in die Wettkämpfe am Xantener Nordsee am Niederrhein zum Bundesligafinale – und holten erneut den Sieg.

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Qualifiziert hatten sich dafür 18 Teams aus den Bundesligen Süd, West und Nord/Ost. Die Hauptkonkurrenten waren die zwei Mannschaften des DWSC Großenbrode/Ostsee, die in den vergangenen beiden Jahren den Titel gewonnen hatten.

An den drei Regattatagen gab es neun Wettfahrten. Sie waren geprägt von mäßigem bis lebhaftem, vor allem stark drehendem Wind. Deshalb kam es neben guter Surf- und Pumptechnik auch auf das Gespür für die Revierbedingungen und Wendemanöver zum richtigen Zeitpunkt an. Nach dem Reglement wurden bei jeder Wettfahrt die zwei Besten einer Mannschaft gewertet.

Am ersten Wettfahrtag waren die Surfbedingungen mit bis zu 10 Knoten in den Böen am besten. Und die Chiemseesurfer ließen von Beginn an keine Zweifel an ihren Titelambitionen aufkommen. In der ersten Wettfahrt punkteten Stephan Hecker und Frank Spöttel mit den Plätzen drei und vier, in der zweiten wurden Hecker und Toni Stadler Dritter und Vierter, in der dritten belegten Stadler und Christoph Liese die Plätze drei und sechs. Die vierte Wettfahrt gewann Stadler, Hecker wurde Fünfter. Keiner der Konkurrenten platzierte bei diesen Wettfahrten jeweils zwei Surfer in die Spitzenränge, sodass die Chiemseer nach dem ersten Tag bereits 26 Punkte Vorsprung vor Großenbrode hatten.

Am zweiten und dritten Tag trumpften die Bayern mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit weiter auf und ließen nichts mehr anbrennen. In keiner Wettfahrt kam ein schlechterer Platz als der 6. in die Wertung, wobei besonders Toni Stadler mit einem 1. und 2. sowie Christoph Liese mit zwei 2. Plätzen herausragten.

Am Ende freuten sich die Chiemseesurfer über die Deutsche Meisterschaft mit 59 Punkten Vorsprung auf Großenbrode und 68 Punkten auf Großenbrode II. Zwei weitere Teams des RSC Chiemsee landeten im Mittelfeld: Das Masterteam Heinz Häußler, Rolf Huber, Fredi Dillmann und Dirk Schenk erreichte den 12. Platz, das Team Uwe Lohse und Günther Hecker den 15.

In der inoffiziellen Einzelwertung der insgesamt 54 Surfer überragte Andre Hartung aus Großenbrode. Er gewann sechs von neun Einzelwettfahrten, seine Teammitglieder waren aber für den Mannschaftstitel nicht gut genug. Ebenso herausragend war die mannschaftliche Geschlossenheit beim RSC Chiemsee: Toni Stadler belegte den 2. Platz, Christoph Liese wurde Dritter, Stephan Hecker Vierter und Frank Spöttel erreichte noch den 6. Platz. Diese Ausgeglichenheit war ausschlaggebend für den klaren Sieg. fb