weather-image
15°

Über die Köpfe der Zuschauer hinweg

Mountainbike-Profi Guido Tschugg vom Ghost-Team ist zurück aus Chile. In Valparaiso hatte der Pittenharter an dem größten Urban-Downhill-Rennen des Landes, dem »Red-Bull-Cerro-Abajo« teilgenommen.

Hoch, höher – Guido Tschugg: Beim Downhill-Rennen in Valparaiso ging es durch verwinkelte Gassen, über historische Plätze und ... – über die Köpfe der staunenden Zuschauer hinweg.

Valparaiso – zu deutsch: Paradiestal – zählt 278 000 Einwohner und liegt an einer nach Norden offenen Bucht des Pazifischen Ozeans. Der Hafen ist einer der bedeutendsten des Landes. Die Stadt gilt als kulturelle Hauptstadt Chiles. 2003 wurde der historische Stadtkern von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Nicht ohne Grund hatten sich die Veranstalter diese Kulisse für das spektakuläre City-Downhill-Rennen durch die kleinen verwinkelten Gassen, über historische Plätze und viele anspruchsvolle Treppenpassagen quer durch die Stadt ausgesucht.

Anzeige

55 Teilnehmer aus aller Welt waren am Start. Um das Rennen für Fahrer und Zuschauer spannend zu machen, durften die Sportler die Strecke zunächst nur zu Fuß begehen. In einem kurzen Training musste dann bereits jede Passage sitzen. Ein Qualifikationslauf entschied darüber, welche Fahrer am Endlauf teilnehmen durften. Guido Tschugg fuhr hier zunächst verhalten und sicherte sich als Zwölfter den Einzug ins Finale.

Am Rennen selbst nahmen schließlich nurmehr 35 Fahrer teil. Tschugg genoss die einzigartige Kulisse: Mehr als 50 000 Zuschauer jubelten den Mountainbikern frenetisch zu. Im Endlauf konnte der Pittenharter seine Leistung noch einmal steigern und sich im Endklassement den zehnten Rang sichern. Für Tschugg war dies ein tadelloses Ergebnis; wenn man bedenkt, dass er aus dem von Schnellkraft und kurzen Sprints beherrschten 4-Cross- Sport kommt. Zudem lag sein bis dahin letztes Downhill-Rennen bereits mehrere Jahre zurück.

»Die Begeisterung der Chilenen für den Downhill-Sport ist fantastisch. Ich kann mich an kein einziges Rennen erinnern, bei dem ich vom Start weg bis ins Ziel dermaßen angefeuert wurde«, bilanzierte Guido Tschugg nach dem Rennen beeindruckt.