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ÖSV-Biathleten zu Gast in Ruhpolding

Mit zufriedenen Gesichtern haben die österreichischen Weltcup-Biathleten ein zweiwöchiges Trainingslager in Ruhpolding abgeschlossen. Vor allem der ehemalige Stützpunkt-Trainer und jetzige ÖSV-Cheftrainer Remo Krug war voll des Lobes über die Bedingungen an seiner ehemaligen Wirkungsstätte.

ÖSV-Trainer Remo Krug (rechts) absolvierte mit seinen Schützlingen ein kräftezehrendes Trainingslager in Ruhpolding. (Foto: Wukits)

Schwerpunkte des Trainingskurses waren Grundlagen- und Kraftausdauertraining auf den Skirollern. Aber auch Konditionseinheiten wie zum Beispiel ein Lauf auf den Unternberg. »Unser Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Komplextraining, das heißt dem Zusammenführen von Laufen und Schießen auf höchstmöglichem Niveau«, berichtete der 51-jährige Trainer.

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Für das österreichische Aufgebot zählt in diesem Winter nur eines – und das sind die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Sotschi. »Der ÖSV erwartet von seinen Biathleten in Sotschi eine Podiumsplatzierung. In so einer Saison zählt nur, ob du eine Medaille gewonnen hast oder nicht. Der Weltcup rückt dementsprechend etwas in den Hintergrund«, brachte es Krug auf den Punkt. Natürlich sei es bei der Leistungsdichte in der Weltspitze nie leicht, eine Medaille zu gewinnen, räumte er zugleich ein.

Seit eineinhalb Jahren ist Krug jetzt Cheftrainer der österreichischen Biathleten. Seinen Wohnsitz in Inzell hat er immer noch und von dort fährt er zum Training nach Hochfilzen. Ansonsten ist er aufgrund von Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfen zwischen 160 und 180 Tagen im Jahr unterwegs. »Die Arbeit macht mir zurzeit sehr viel Spaß und ich fühle mich wohl. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut«, beschreibt er seine Situation.

Trotzdem könnte es in diesem Winter nicht ganz einfach werden. Schließlich will jeder Sportler in den Olympia-Kader. Gesetzt sind bisher aber nur Dominik Landerdinger und Simon Eder. Mit dieser Maßnahme möchte Krug die Motivation bei den Athleten bis zum Start in die neue Saison hochhalten. »Ich erhoffe mir davon einen Leistungsschub meiner Sportler«, erklärte er sein Vorgehen.

Krug baut auch auf eine gesunde Mischung in seiner Trainingsgruppe, zu der Routiniers wie Christoph Sumann und Daniel Mesotitsch, aber auch junge Hoffnungsträger wie Landerdinger gehören.

Mit den olympischen Strecken in Sotschi hat sich Remo Krug bereits ausführlich auseinandergesetzt. Sie seien nicht gerade harmonisch, aber dafür sehr anspruchsvoll. »Lange Anstiege und schnelle Abfahrten mit teilweise engen Kurven wechseln sich auf relativ kleinem Areal ab. Es muss jeden Athleten gelingen, sich mental und körperlich bestmöglich auf diese Strecken einzustellen«, meinte Krug. SHu.