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50 Jahre der SG Kammer-Rettenbach die Treue gehalten

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In der Jahreshauptversammlung der SG Kammer-Rettenbach wurde Ehrenschützenmeister Alois Wimmer (2. von links) mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Bayerischen Sportschützenbunds und das Goldene Ehrenzeichen des Deutschen Schützenbunds ausgezeichnet. Außerdem wurde er für 50-jährige Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde Gauehrenschützenmeister Ernst Saxberger aus Trostberg. Tamara Zeilinger (links) bekam von Schützenmeisterin Pia Oberkandler die Damenspange überreicht. Über das vorbildliche Vereinsleben in der SG freute sich auch Oberbürgermeister Christian Kegel.

Das Goldene Ehrenzeichen des Deutschen Schützenbundes bekam Ehrenschützenmeister Alois Wimmer bei der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach. Wimmer der auch 3. Gauschützenmeister des Alzgaus Trostberg ist, wurde zudem zum Ehrenmitglied der SG ernannt. Gauehrenschützenmeister Ernst Saxberger aus Trostberg wurde die Ehrenmitgliedschaft des Schützenvereins zuerkannt.


Schützenmeisterin Pia Oberkandler würdigte die Verdienste von Alois Wimmer, der die SG in seinen 19 Jahren als Schützenmeister geprägt habe. In seiner Ära wurde das Schützenheim unter dem Feuerwehrhaus in Neukammer gebaut und zweimal war man in dieser Zeit Ausrichter des Gauschießens. Der 88-jährige Ernst Saxberger ist seit 22 Jahren Mitglied der SG. Wie Pia Oberkandler sagte, habe er sich in vielfältiger Weise um den Verein verdient gemacht, ihn immer unterstützt und gefördert.

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Helga Artinger zur Kassierin gewählt

Dritte im Bunde der Geehrten war die Frauenbeauftragte Tamara Zeilinger, die für ihren Einsatz die Damenspange des Bayerischen Sportschützenbunds bekam. Zeilinger setzt sich nicht für die Belange der weiblichen Mitglieder ein, sondern hilft auch bei der Schießausbildung des Vereinsnachwuchses.

Helga Artinger wurde in der Versammlung einstimmig zur neuen Kassierin gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Hermann Brosch an, der dieses Amt vor Ablauf der Amtszeit niedergelegt hatte. In seinem Bericht informierte Brosch über Einnahmen und Ausgaben. Trotz der rund 40 000 Euro Ausgaben für die neuen Stände steht die SG finanziell auf soliden Beinen.

Nach dem Totengedenken, bei dem man insbesondere des langjährigen Mitglieds Wolfgang Stöger gedachte, der zwei Tage vor der Versammlung bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, informierte Schriftführer Klaus Oberkandler über das Vereinsgeschehen. Sowohl im sportlichen als auch im gesellschaftlichen Bereich sei in den vergangenen zwölf Monaten sehr viel los gewesen. Man habe zahlreiche Veranstaltungen besucht und ausgerichtet und sich rege am Dorfleben beteiligt – sowohl bei Vereins- als auch bei kirchlichen Veranstaltungen. Mit dem Dorfschießen, an dem sich mehr als 300 Bürger beteiligt haben, und mit der Radlbildersuchfahrt, die mehr als 100 Teilnehmer zu verzeichnen hatte, war man selbst Organisator zweier Veranstaltungen.

Sportwart Valentin Hartwig informierte über den Schießbetrieb der Wettkampfmannschaften. Neben den Erwachsenen, die im vergangenen Jahr aufgestiegen sind und sich in der höheren Klasse gut behaupten, nahmen auch die Jugendlichen als Schießgemeinschaft mit Waldhausen erfolgreich an der Punkterunde teil. Seit Eröffnung der neuen Stände sind so viele junge Mitglieder zur SG gestoßen, dass man in der nächsten Saison eine eigene Nachwuchsmannschaft in die Rundenwettkämpfe schicken werde. Gleich mit zwei Mannschaften nehmen die Aufgelegt-Schützen an der Punkterunde teil. Vor dem letzten Wettkampf belegen sie exakt die gleichen Plätze wie im vergangenen Jahr: die Erste Platz fünf in der A-Klasse, die Zweite Platz 3 in der B-Klasse.

Jugendwart Christian Freutsmiedl informierte über die Nachwuchsarbeit. Neben dem Training am Freitag mit im Schnitt zehn Teilnehmern habe man auf Wunsch der Jugendlichen einen zusätzlichen Trainingstermin am Montag, zu dem im Schnitt sechs Nachwuchsschützen kommen.

Frauenbeauftragte Tamara Zeilinger berichtete über die Teilnahme der Damen an Veranstaltungen des Alzgaus Trostberg und Schützenmeisterin Pia Oberkandler betonte den guten Zusammenhalt in der SG. Der habe es ermöglicht, die großen Aufgaben des vergangenen Jahres reibungslos zu bewältigen. Man habe nicht nur die Stände erneuert, sondern auch den Schießraum renoviert. Restarbeiten wird 2. Vorsitzender Florian Rothmaier in der Sommerpause erledigen.

Stadtmeisterschaft als nächste große Herausforderung

Die nächste große Herausforderung zeitlich wie finanziell werde die Stadtmeisterschaft sein, die man im Herbst erstmals an den neuen Ständen ausrichten wird. Pia Oberkandler sagte, sie hoffe dabei auf die Unterstützung des Stadtverbands der Sportvereine und der Stadt. Dies sagte Oberbürgermeister Christian Kegel gerne zu. Wenn auch Todesfälle wie der von Wolfgang Stöger und der am Tag der Versammlung bekannt gewordene Tod von Altoberbürgermeister Rudolf Wamsler »einen hinunterziehen«, so sei es mehr als erfreulich, wenn man Vereine wie die SG sehe, die sich sportlich und in die Dorfgemeinschaft auf so vorbildliche Weise einbringen.

»Sport und Geselligkeit gehören zusammen«, sagte Kegel. Mit Blick auf den städtischen Zuschuss zum Bau der neuen Stände freute er sich, dass die Stadt die Weiterentwicklung des Vereins finanziell unterstützen konnte. -K.O.-