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4000 Fans trotzten dem Regen

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Foto: Hans Weitz
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Foto: Hans Lamminger
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Foto: Hans Lamminger

Pünktlich zur großen Eröffnungsfeier am Dienstagabend im Championspark setzte der Regen ein, der im Laufe des Abends sogar stärker wurde. Dennoch ließen sich die etwa 4000 Besucher nicht davon abhalten, bei einem abwechslungsreichen Showprogramm den Start in die Ruhpoldinger Weltcup-Tage zu genießen.


Höhepunkte neben dem ebenso traditionellen wie auch brillanten Feuerwerk waren die Auftritte von Claudia Koreck und »Biathlon-Stomp«. Und natürlich der Einmarsch der Nationen!

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Dieser Einmarsch sorgte für prächtige Stimmung bei den Fans. Als Bereicherung erwies sich das Hinterlegen der jeweiligen Nation mit landesspezifischer Musik, wofür die DJs Kroschi (Thomas Kroschinski) und Lumpi (Alexander Klammer) viel Gefühl aufbrachten. So marschierten die Russen – mit dem Ruhpoldinger Trainer Wolfgang Pichler – zu den Klängen von »Kalinka« ein, während die US-Truppe zu Bruce Springsteens Klassiker »Born in the USA« die Bühne bestieg.

Als »Schlusslicht« der 32 Nationen – das wird in sportlicher Hinsicht sicher nicht so sein – war das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) an der Reihe. Begleitet wurde es von den Toten Hosen und ihren »Tagen wie diesen«.

Gelungen waren auch die Show von Claudia Koreck mit ihrer Premiere von »Danzn«, bei der sie mit ihrer einzigartigen Stimme faszinierte und das begeisterte Publikum zum Tanzen und Mitklatschen aufforderte, sowie der Auftritt der Percussion-Gruppe »Biathlon-Stomp«. Dieses Quintett wurde vom Pettinger Günter Wimmer ins Leben gerufen und imitierte unter anderem einen Biathleten, der an einem auf der Bühne aufgebauten Schießstand fünfmal ins Schwarze traf.

Im Anschluss an die Eröffnungsfeier erklärte Günter Wimmer: »Florian Rein von den Banana Fishbones hat in seinem Studio in Bad Tölz die Produktion übernommen, dann haben wir uns noch drei Tage lang intensiv vorbereitet.« Mit anderen Themen waren die Fünf schon auf diversen Messen unterwegs, aber mit dem Biathlon-Gag gaben sie ihre – sehr erfolgreiche – Premiere. Neben Wimmer und Rein gehören Guido Fuchs (Die Springer) sowie Markus und Michael Herbst, zwei Profitänzer aus Nürnberg, zu der PercussionGruppe.

Ansonsten brachten die Organisatoren der wiederum von Harald von Knoerzer souverän moderierten Eröffnungsfeier alle Elemente auf die Bühne, die Ruhpolding so beliebt machen. Bürgermeister und OK-Präsident Claus Pichler betonte in seiner Begrüßung (auch in Englisch), dass er es noch gar nicht glauben könne, »dass jetzt schon wieder Weltcup ist.« Er zeigte sich zuversichtlich, »dass wir großartigen Sport erleben werden.« Ganz besonders hieß er neben dem »großartigen Publikum« auch die Ehrengäste wie etwa Bezirkstagspräsident Josef Mederer oder Landrat Hermann Steinmaßl willkommen.

Im Namen des DSV meldete sich der Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft, Uwe Müßiggang, zu Wort: »Die Streckenlängen und die Anzahl der Schießeinlagen sind überall auf der Welt gleich, aber die Heim-Weltcups sind immer etwas ganz Besonderes.« Für die Internationale Biathlon-Union (IBU) stellte sich deren Vizepräsident Dr. James Carrabre ans Mikrofon. Für ihn sei es eine große Ehre, »nicht einmal ein Jahr nach der großartigen WM das Publikum begrüßen zu dürfen«: »Als Mediziner verstehe ich viel vom Training. Man braucht Tausende Stunden, um in der Weltspitze dabei sein zu können«, sagte Carrabre, »die Athleten sind nicht nur Vorbilder für den Nachwuchs, sondern für jeden, für den Gesundheit ein Teil seines Lebens ist.«

Es war eine tolle, wenn auch vom Regen und von der Abwesenheit einiger hochrangiger Funktionäre und Politiker geprägte Eröffnungsfeier. Doch es soll ohnehin der Sport im Vordergrund stehen – und das ist bis einschließlich Sonntag garantiert der Fall! cs