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3:2 - »Joker« Patrick Kopecky sticht

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Er kann auf eine hervorragende Vorrunde mit dem SV Seeon/Seebruck zurückblicken: Kapitän Holger Ganss, dem gegen Bernau der Anschlusstreffer gelang. (Foto: Weitz)

Die Serie der verrückten Heimauftritte des SV Seeon/Seebruck in der Fußball-Kreisklasse I hat auch gegen den TSV Bernau angehalten. Nach einem 0:2-Rückstand nach 20 Minute drehte die Rößler-Elf mit unglaublicher Moral das Spiel und konnte einen 3:2-Sieg feiern. Der sechste Heimerfolg brachte damit nicht nur die Herbstmeisterschaft, sondern auch einen komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung gegenüber dem ASV Grassau und Türkspor Rosenheim.


»Wir haben heute eine tolle Moral bewiesen und nicht aufgegeben«, freute sich SVS-Trainer Ralf Rößler. »Dafür wurden wir auch belohnt und sind zurecht Herbstmeister.«

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Aber der Spitzenreiter hatte an diesem Tag auch eine Portion Glück, nachdem die Bernauer im zweiten Spielabschnitt beim Stand von 2:2 drei tolle Gelegenheiten ausgelassen hatten. »Wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt«, ärgerte sich Gästetrainer Manfred Hohlweger. Seine Mannschaft überraschte die Hausherren mit Offensivfußball, bei dem die Deckung erhebliche Probleme hatte und zweimal nicht im Bilde war. Das nutzte der Gegner vom anderen Chiemseeufer eiskalt aus und ging mit 2:0 in Führung. Nach 13 Minuten spielte Defensivmann Stefan Leutner einen Pass in die Gasse auf Daniel Kornfeld, der an SVS-Schlussmann Christoph Weidinger vorbei zum 0:1 traf. Sieben Minuten später brachte die Seeoner Hintermannschaft den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Dimitrios Diamantis nahm das Leder im Nachsetzen per Direktabnahme und ließ Weidinger mit seinem Knaller keine Abwehrchance - 0:2. Das schockierte die Heimelf so, dass sie minutenlang keinen Fuß mehr auf den Boden brachte. Aber sie kämpfte sich zurück ins Spiel und zwei Minuten vor der Pause wurde das Bemühen belohnt. Daniel Axthammer zog eine Ecke vor das Tor und Kapitän Holger Ganss war mit dem Kopf zur Stelle und markierte den Anschlusstreffer.

In der Kabine fand Rößler anscheinend die richtigen Worte: Axthammer bediente mit dem ersten Angriff Michael Gernhäuser, der war schneller als der herausstürzende Torwart Manuel Hömmerich und schob den Ball aus 20 Meter ins verlassene Gehäuse zum 2:2-Ausgleich. Damit war der Tabellenführer wieder im Spiel, tat sich aber weiter schwer.

In den folgenden 20 Minuten hatten die Hausherren ein spielerisches Übergewicht, die Tormöglichkeiten lagen aber auf Seiten der Bernauer. Stefan Leutner versuchte es aus der Distanz, Weidinger war hellwach und brachte die Fingerspitzen an das Geschoss, das um Millimeter über den Querbalken flog (55.). Zehn Minuten später stand Kornfeld plötzlich alleine vor ihm, sein Dropkick strich haarscharf rechts vorbei. Die größte Tat vollbrachte der SVS-Torsteher bei einem wuchtigen Kopfball von Diamantis, dem er mit einer Glanztat aus dem Eck fischte (71.). Glück und Weidinger verhinderten den erneuten Rückstand.

Seeon/Seebruck ließ aber nicht locker und hatte in der 81. Minuten den Matchball. Der eingewechselte Patrick Kopecky bediente Daniel Axthammer der völlig frei aus acht Meter das Leder in den nächtlichen Abendhimmel drosch.

Doch »Joker« Kopecky stach kurz darauf doch noch: Gernhäuser tankte sich am rechten Flügel durch und Kopecky nahm sein Anspiel dankend an und versenkte den Ball zur Entscheidung - 3:2 (83.).

Nun hat der SV Seeon/Seebruck eine geruhsame Winterpause und im ersten Match im Frühjahr folgt gleich das Topspiel beim ASV Grassau. td