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2500 Euro für Benedikt Huber

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Benedikt Huber (Zweiter von links) kam beim 4. Wilden Poschmühlner Silvesterlauf als Erster vor Florian Prambs (links) ins Ziel. Silvesterlauf-Initiator Peter Klemm (Zweiter von rechts) sammelte Geld für den Spitzenläufer, auch der Traunreuter Profi-Boxer Serge Michel ließ zwei Box-Handschuhe versteigern. (Foto: Müller)

Ein voller Erfolg war der 4. Wilde Poschmühlner Silvesterlauf des Vereins Team Turbine Poschmühle zugunsten des heimischen Spitzenläufers Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg) und dessen Olympia-Mission 2020.


Da der 30-jährige dreifache Deutsche Meister über 800 Meter ohne die Unterstützung des deutschen Leichtathletikverbands antritt und alle Kosten für Reisen und Unterkünfte selbst tragen muss, kam dem Vereinsvorsitzenden Peter Klemm vor einiger Zeit die Idee, den Pallinger Athleten im Rahmen des diesjährigen Silvesterlaufs zu unterstützen. Dank zahlreicher Sponsoren, einer Tombola, einer Versteigerung und der Bewirtung kamen am Ende beachtliche 2500 Euro zusammen.

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Diese kann Benedikt Huber gut gebrauchen, hat er doch seine Teilzeitbeschäftigung als Entwicklungsingenieur bei der BSH Hausgeräte GmbH in Traunreut unlängst auf 21 Wochenstunden zurückgefahren, um sich 2020 den Traum von seiner ersten Olympia-Teilnahme zu erfüllen. »Ich bin überwältigt, dass so viele Leute heute dabei waren und Peter den Lauf zu meinen Gunsten ausgerichtet hat«, freute sich Huber und bedankte sich bei allen Unterstützern.

Wie es sich anfühlt, bei Olympischen Sommerspielen anzutreten, verriet ihm nach dem Lauf der Traunreuter Profiboxer und Olympiateilnehmer von 2016 in Rio, Serge Michel, der Huber im Ziel empfing. Der erfolgreiche Halbschwergewichtler (Profibilanz: zehn Siege, eine Niederlage und sieben K.o.-Erfolge) war aber nicht nur als Zuschauer vor Ort, sondern ließ für Benedikt Huber auch zwei seiner Boxhandschuhe versteigern, die er unlängst bei seinem Viertelfinalerfolg beim »Golden Contract«-Turnier in London mit dabei hatte – das Halbfinale steigt dort am 21. März 2020.

Reichlich Olympia-Erfahrung hat auch der Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler aus Ruhpolding, der am Silvestermorgen spontan sein Kommen zugesichert hatte. Der »Talent Development Director« im schwedischen Olympischen Komitee brachte hochwertige Nationalteam-Kleidung mit, die ebenfalls versteigert wurde. »Des hob i gern do«, versicherte Leichtathletik-Fan Pichler und fügte an: »Wenn du einen Spitzensport betreibst, der nicht so TV-lastig ist, ist die Sponsorensuche schwierig.« Die Firma Zbits, die Fahrschule Gorzel und die Physiotherapie Kießling Hofstetter spendeten für jeden absolvierten Kilometer 50 Cent für Benedikt Huber. Weitere Firmen unterstützten den Lauf mit Sachspenden.

Bei strahlendem Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen hatten sich 116 Läufer pünktlich um 11 Uhr an der Pension Poschmühle auf die 7,6 Kilometer lange Strecke an der Traun entlang begeben. Ohne Leistungsdruck und Zeitnahme ließen sie das alte Jahr auslaufen. Einige Teilnehmer drückten dennoch aufs Tempo, allen voran der mitten in der Vorbereitung auf die Leichtathletik-Hallensaison steckende Benedikt Huber, der in den kommenden Monaten möglichst viele Punkte sammeln muss, um sich für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio zu qualifizieren.

Im bunt gemischten Läuferfeld befanden sich auch über 25 Fußballer und Leichtathleten von seinem Heimatverein TSV Palling sowie sein Bruder und zwei Onkel, seine Eltern waren als Zuschauer mit dabei.

»Es ist einfach eine gute Sache, wenn man sich an Silvester trifft und gemeinsam Sport treibt, bevor man feuchtfröhlich ins neue Jahre feiert«, meinte der passionierte Hobby-Triathlet und Silvesterlauf-Initiator Peter Klemm und freute sich, dass seine Idee, Benedikt Huber mit dem Lauf zu unterstützen, so wunderbar aufgegangen ist. mmü

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