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25 Jahre Eisspeedway

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Schlechings Bürgermeister Josef Loferer (rechts) kam zur Sportlerehrung von Eisspeedwayfahrer Günther Bauer nach Reit im Winkl. Bauer freut sich besonders darüber, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt. (Foto: Reichenbach)

In Berlin hat der gebürtige Schlechinger Günther Bauer heuer zum neunten Mal die deutsche Eisspeedway-Meisterschaft gewonnen, die Eisspeedway-Weltmeisterschaft beendete er als bester Deutscher auf Platz 9 – so war es Zeit für eine Sportlerehrung durch seine frühere Heimatgemeinde. Schlechings Bürgermeister Josef Loferer nahm sich die Zeit, um dem »Schliff«, wie er nach seinem Vater genannt wird, in Reit in Winkl im gemütlichen Gespräch zu seinen Erfolgen zu gratulieren.


Seit 25 Jahren fährt Günther Bauer Eisspeedway. Bereits 1994 gewann er mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille bei der Team-WM. Im Jahr 2000 holte er seinen ersten deutschen Meistertitel und machte im WM-Grand-Prix in Finalläufen auf sich aufmerksam. Den ersten WM-Grand-Prix-Sieg erzielte er 2002. Ein Jahr später krönte er seine Karriere mit der Vizeweltmeisterschaft. Damals fehlte nur eine Motorradlänge zum ganz großen Erfolg. Günther Bauer brachte es auf 103 Punkte gegen 110 Punkte des Weltmeisters Vitali Khomitsevich – das war die beste Platzierung, die jemals ein gebürtiger Deutscher gegen die russische Übermacht erreicht hat. Bis heute haben die russischen Fahrer die Nase weit vorn.

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40 000 Kilometer pro Jahr ist Günther Bauer mit seinem Bus für den Rennsport unterwegs. Das Training beschränke sich hauptsächlich auf eine Woche in Russland und eine Woche in Schweden. »Auch dort werden die winterlichen Bedingungen schlechter«, sagt Günther Bauer. Die WM-Grand-Prix-Rennserie 2016 beendete der 44-Jährige in seinem sportlichen »Wohnzimmer« in Inzell als bester Deutscher auf Rang 9.

Besonders stolz ist er darauf, dass inzwischen sein Sohn Luca, der im Alter von 17 Jahren mit der Wildcard in Inzell dabei war, einen vielversprechenden 14. und 16. Platz errungen hat. »Wenn Luca mich zum ersten Mal besiegt, höre ich auf«, meint Günther Bauer dazu. Derzeit ergänzen sich der Mechaniker alter Schule und der im gleichen Metier bereits mehr über den Computer gesteuerte Sohn bestens. bre

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