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2:1-Sieg: SVK drehte Derby gegen Erlbach

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Der SV Kirchanschöring hat den ersten Sieg unter der Regie des neuen Trainergespanns Patrick Mölzl/Stephan Schmidhuber gefeiert: Im Inn/Salzach-Derby der Fußball-Landesliga Südost gewannen die Gelb-Schwarzen gegen den SV Erlbach mit 2:1. Christian Heinrich mit einem kuriosen Treffer und Sebastian Leitmeier mit einem für ihn typischen Tor drehten den Rückstand durch Simon Salzinger in einen Erfolg um.


Während die Gastgeber erleichtert vom Platz gingen, ärgerte sich Ex-SVK-Trainer Robert Berg über die erneute Niederlage gegen den SVK. Auch das Hinspiel hatte der Aufsteiger mit 1:2 vergeigt. 2014 läuft es noch nicht rund bei Erlbach: »Es ist nicht die Übermacht der Gegner, sondern wir besinnen uns nicht mehr auf unsere Stärken«, betonte Erlbachs Abteilungschef Hermann Speckmaier, »die Laufbereitschaft, Aggressivität und damit auch die spielerische Qualität, die uns noch in der Vorrunde ausgezeichnet haben, fehlen zurzeit.«

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»Die erste Halbzeit war von beiden Seiten nichts Berühmtes«, meinte Berg, »und in der zweiten Halbzeit war der SVK stärker.« Sein Kollege Mölzl gab unumwunden zu, »dass der Druck auf uns Trainer, also auf ,Schmidi‘ und mich, schon groß war – aber nicht der Druck auf die Mannschaft, die diesmal endlich das umgesetzt hat, was wir fordern.«

Vor 558 Zuschauern hatten die Gäste den SVK zunächst im Griff – und gingen verdientermaßen in Führung: Simon Salzinger düpierte nach acht Minuten an der Strafraumgrenze seinen Gegenspieler und netzte per Flachschuss ein. Nur zwei Minuten später standen Lukas Kuhn und Hannes Maier im Strafraum allein vor SVK-Torwart Dennis Kracker, der die Gastgeber vor dem 0:2 bewahrte. »Da hat der Dennis sehr gut geklärt«, sagte SVK-Pressesprecher Sepp Thanbichler.

Die erste nennenswerte Chance der Platzherren resultierte aus einem Freistoß von Christian Heinrich, den Tormann Klaus Malec zuerst unterschätzte, dann aber zur Ecke abwehrte (21.). Auf der Gegenseite retteten Kracker (23.) und Tobias Janietz (32.) mit großem Einsatz gegen Hannes Maier.

Auf kuriose Art und Weise fiel der Ausgleichstreffer: Christian Heinrich trat von der Mittellinie einen Freistoß, der zur Überraschung aller im Netz landete (41.). »Entscheidend war, dass Christian Jung nachgesetzt und Malec dadurch etwas irritiert hat«, erklärte Thanbichler, »Szenen dieser Art habe ich in den ersten Spielen nach der Winterpause bei unserer Mannschaft vermisst.«

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Hausherren das wesentlich aktivere Team. Als wiederum eine Freistoßabwehr genau vor den Beinen von Leitmeier landete, jagte dieser das Spielgerät aus spitzem Winkel unhaltbar zur 2:1-Führung in den Winkel (52.). »Wahnsinn – ein anderer hätte aus dieser Position gar nicht aufs Tor geschossen«, freute sich SVK-Co-Trainer Stephan Schmidhuber, der diesmal 86 Minuten lang selbst engagiert im Einsatz war.

Die Erlbacher Offensivbemühungen wurden in der Folge immer harmloser. Dagegen hätte Leitmeier die Führung ausbauen können (70.), und ein Distanz-Freistoß von »Heini« krachte ans Gebälk (75.). In den letzten 15 Minuten drängte Erlbach noch einmal vehement auf den Ausgleich und hatte auch Möglichkeiten durch den eingewechselten Bernhard Waldher, doch Kracker zeigte sich jeweils auf dem Posten. Als Franziska Wildfeuer (Ruhmannsfelden) das Derby abpfiff, war die Freude im SVK-Lager groß. Und so manche Zweifel (vorerst) aus dem Weg geräumt. cs