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1:2 – SBC kommt nicht raus aus dem Tief

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Er holte den Elfmeter heraus, der zum 1:1-Ausgleich führte, doch letztlich verlor er mit dem SBC Traunstein in Landshut mit 1:2: Patrick Schön. (Foto: Weitz)

SpVgg Landshut: Förster, Winterling, Steffel, Neumeier, Hösl (ab 68. Aimer), Löffler (ab 76. Waniewski), Scheibenzuber, Shalaj, Hagl (ab 80. Loibl), Krumpholz, Fischer.


SB Chiemgau Traunstein: Frost, Kaltenhauser, Bauer (ab 78. Fenninger), Berz, Schön (ab 65. Petzka), Mauerkirchner, Tahir, Willberger, Daniel, Marchl (ab 59. Köppl), Kennedy.

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Schiedsrichter: Woock (TSV St. Wolfgang).

Zuschauer: 250.

Tore: 1:0 (15.) Fischer, 1:1 (43., Foulelfmeter) Tahir, 2:1 (51.) Shalaj.

Der SB Chiemgau Traunstein konnte sein Tief auch am Samstag nicht stoppen: Im Landesliga-Gastspiel bei der SpVgg Landshut kassierten die Kicker von Trainer Adam Gawron eine nicht unverdiente, aber dennoch vermeidbare 1:2 (1:1)-Niederlage. Es war die vierte Schlappe in Serie für die Chiemgauer, die nun am kommenden Freitag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen den TSV Eching auf die Wende zum Guten hoffen.

»Nach vier Niederlagen fehlt den Spielern das Selbstvertrauen«, meint SBC-Abteilungschef Rainer Hörgl, »trotzdem werden wir natürlich gegen Eching einen neuen Anlauf unternehmen.« Das Spiel vor 250 Zuschauern im ebmpapst-Stadion am Hammerbach sei »eine mittelmäßige Landesliga-Begegnung« gewesen, in der die Dreihelmestädter zwar gewisse Vorteile hatten. Doch gerade in den letzten zehn Minuten bäumten sich die Gäste vehement auf und erarbeiteten sich durch Waldemar Daniel und Stefan Mauerkirchner zwei Top-Chancen. »Da hätten wir den Ausgleich machen können«, so Hörgl. Er gab jedoch zu, dass es den Gawron-Schützlingen über weite Strecken der Partie schwer fiel, »das eigene Spiel zu gestalten – das ist momentan unser Problem.« Zudem werde fast jeder Fehler bestraft – wie etwa bei der Landshuter 1:0-Führung durch Armin Fischer (15.): Die resultierte nämlich aus einem Torwartpatzer von Cameron Frost, dem Stellvertreter des am Knie verletzten Senegalesen Issa Ndiaye. »Ein leichter Ball und sicherlich ein Fehler – aber das weiß er selbst«, sagte der Traunsteiner Spartenboss.

»Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir gut gespielt«, betont Hörgl, »danach hat die Mannschaft ihren Rhythmus verloren und ein bisschen gewackelt – ein weiteres Tor der Landshuter wäre jetzt möglich gewesen.« Doch stattdessen klingelte es kurz vor der Pause im Kasten der gastgebenden Spielvereinigung: Nach einem Foul an Patrick Schön verwandelte Davut Tahir den fälligen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich (43.), der bei den mitgereisten SBC-Fans Hoffnungen weckte.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Mannen von SpVgg-Trainer Florian Baumgartl vehement auf das 2:1, das nach 51 Minuten Realität wurde: Mit einem Sonntagsschuss am Samstagnachmittag überwand Asllan Shalaj den Traunsteiner Torhüter, der diesmal machtlos war. »Das war ein Gegentor, das im Prinzip nicht zu verhindern war«, anerkannte auch Hörgl die Leistung des 19-jährigen Torschützen aus dem Kosovo, der früher mal in der U-19-Bayernliga beim SSV Jahn Regensburg am Ball war.

Nach diesem neuerlichen Rückschlag dauerte es zu lange, bis der SBC in die Gänge kam und das Gehäuse von SpVgg-Torwart Michael Förster ernsthaft in Gefahr bringen konnte. »Unsere Leistung war eben nicht ausreichend«, redet Hörgl Klartext, »ab sofort müssen unsere Jungs beißen und die Ärmel hochkrempeln.«

Übrigens: Ob SBC-Kapitän Max Bauer, der eine Viertelstunde vor Schluss mit Knieproblemen raus musste (78.), am Freitag gegen Eching dabei sein wird, konnte Rainer Hörgl gestern noch nicht sagen. »Da müssen wir erst einmal ein, zwei Tage abwarten.« cs