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110 Nachwuchsringer auf der Matte

Schon recht gute Ansätze zeigte Sebastian Klausner (rotes Trikot) beim Jugendturnier in Anger. (Foto: Wittenzellner)

110 Nachwuchsringer aus zwölf Vereinen gingen in Anger beim Tom-Kirchner-Gedächtnisturnier an den Start. Da einige Altersklassen zusammengefasst worden waren, ergab sich ein attraktiver und guter Leistungsvergleich, bei dem sich die heimischen Ringer aus Anger, Traunstein und Berchtesgaden zahlreiche Podestplätze erkämpften.


Während der gastgebende SC Anger mit der größten Teilnehmerzahl angetreten war und eine Reihe von Siegen und vorderen Platzierungen für sich verbuchen konnte, zeigte – für Experten nicht überraschend – die Truppe von Olympic Salzburg ihr gutes Potenzial und stellte alleine sieben Erstplatzierte und eine Reihe von weiteren Podestplätzen. Die Salzburger gewannen mit deutlichem Vorsprung auch die Vereinswertung.

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Der TV Traunstein stellte mit Maxi Bach, Tobias Einsiedler, Luca Zeiser, Eduard Tatarinov und Ilja Vorobev fünf Siegringer. Auffallend war dabei erneut die Stärke in der A/B-Jugend, in der die TVT-Nachwuchskämpfer drei von zehn Gesamtentscheidungen zu ihren Gunsten herbeiführen konnten. Aber auch die jungen Traunsteiner Ringer mit wenig Wettkampfpraxis, wie beispielsweise Sebastian Klauser, Nepomuk Wein oder Josef Schwarz, zeigten schon gute Ansätze.

Guten Nachwuchs brachte auch der TSV Berchtesgaden auf die Matte: Mit Korbinian Hochreiter und Alois Gmur stellte man zwar »nur« zwei »Goldbuben«, dahinter schoben sich aber eine Reihe junger talentierter Nachwuchsringer beiden Geschlechts in die vorderen Wertungen. Insgesamt hatten die wenigen angetretenen Mädchen es doch recht schwer, sich gegen ihre zum Teil schon körperlich deutlich überlegenen männlichen Gegner zu behaupten.

In den Klassen, die aufgrund der geringen Teilnehmerzahl keine Kämpfe ermöglichten, wurden Freundschaftskämpfe mit etwa gleichschweren Ringern vereinbart, sodass zum Ende der Veranstaltung kein Teilnehmer ohne Kampf die Halle verlassen musste.

Für die jungen Ringer war es ein besonderer Moment, als ihnen Jackeline Renteria, die kolumbianische Olympiateilnehmerin und zweifache Bronzemedaillengewinnerin, die Medaillien und Urkunden überreichte. Überall in der Halle waren Plakate platziert, die für einen dauerhaften Verbleib des Ringens im olympischen Sportzirkus warben. Das Jugendturnier schloss die Turniersaison für die jungen Ringer ab. Im September beginnen dann die Mannschaftskämpfe in der Schüler-Grenzland-Liga.

Unterdessen war TVT-Ringer Artur Tatarinov beim Römercup in Ladenburg erfolgreich. Der Wettbewerb gehört quantitativ und qualitativ zu den bedeutendsten Ringerturnieren in Deutschland. Tatarinov, der für die bayerische Auswahl antrat, bekam es im Kadettenwettbewerb in der A-Jugend in der Gewichtsklasse bis 54 kg mit fünf Gegnern zu tun, darunter mit Sören Stein vom SV Weingarten auch ein »alter Bekannter«. Gegen ihn hatte der TVT-Ringer heuer unglücklich den Deutschen Meistertitel verloren.

In Ladenburg war Tatarinov gegen Stein weitgehend der »Chef« auf der Matte. Nach einer klaren 6:0-Runde folgte ein unglückliches 3:4, ehe in der dritten Runde der Sieg mit einem 3:0 perfekt war. awi