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1000 Zuschauer in Traunstein erwartet

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Er gastiert mit seiner Mannschaft heute in Traunstein: Trainer Bernd Hollerbach (Mitte) von den Würzburger Kickers. Der Ex-Profi führte die Unterfranken durch einen Erfolg in der Relegation in die Zweite Bundesliga nach oben.

»Etwa 1000 Zuschauer erhoffen wir uns schon. Das sind ja zwei Top-Mannschaften.« Peter Mallmann, Pressesprecher des SB Chiemgau Traunstein, rechnet am heutigen Mittwoch (Anstoß um 18.30 Uhr) mit einer tollen Kulisse im Jakob-Schaumaier-Sportpark, wenn sich Österreichs Meister Red Bull Salzburg und Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers zu einem internationalen Freundschaftsspiel gegenüber stehen.


Es sei alles angerichtet, so Mallmann. Der Rasen befinde sich in idealem Zustand, beide Teams könnten auf diesem Untergrund »sicher ein optimales Passspiel aufziehen.«

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Die Kickers reisen aus Kufstein an

Die Schützlinge von Kickers-Trainer Bernd Hollerbach reisen aus dem Trainingslager im Hotel »Panorama Royal« in Bad Häring bei Kufstein an. Die »Roten Bullen« aus der Mozartstadt haben ihr Camp in Leogang schon vor einigen Tagen hinter sich gebracht und kommen direkt aus Salzburg in die Große Kreisstadt.

Während die Unterfranken erst am Sonntag, 7. August, mit dem Gastspiel bei Eintracht Braunschweig in die neue Saison starten, müssen die Mannen von Red-Bull-Trainer Oscar Garcia bereits am kommenden Dienstag (20.30 Uhr/live in ORF 1) zum ersten Pflichtspiel der Spielzeit 2016/17 ran: In der Champions-League-Qualifikation (2. Runde/Hinspiel) erwarten die Kicker um Kapitän Jonatan Soriano den lettischen Meister FK Liepaja. Das Rückspiel findet dann am Dienstag, 19. Juli, um 18 Uhr im Daugava-Stadion in Liepaja statt.

Insofern dürften sich bei den »Roten Bullen« waghalsige Experimente in Grenzen halten, denn der Ernstfall naht, sodass sich die Truppe heute in Traunstein engagiert und taktisch klug spielend präsentieren möchte.

»In der Champions-League-Qualifikation gibt es keine wirklich einfachen Gegner«, betont auch Garcia, »jeder ist in seinem Land Meister geworden und verfügt deshalb über Qualität. Während es für uns das erste Pflichtspiel der neuen Saison ist, steht Liepaja bereits mitten im Meisterschaftsbetrieb.«

Die Salzburger gewannen zuletzt in Straßwalchen ein Testduell gegen die Young Boys aus Bern mit 3:1 (wir berichteten). Auch die Kickers hatten während der Vorbereitung schon echte Prüfsteine. Unter anderem unterlagen sie in Schwaz (Tirol) dem 15-maligen ukrainischen Meister Dynamo Kiew nur knapp mit 0:1 sowie in St. Florian (Oberösterreich) der Wiener Austria mit 1:2. »Spiele gegen Teams von solch einem Format bringen uns absolut weiter – das gilt auch für die Partie in Traunstein gegen Salzburg«, sagte Hollerbach.

»Etwas Besonderes für die ganze Region«

Begeistert ist man im SBC-Lager darüber, diese Begegnung überhaupt zustande gebracht zu haben. »So ein Spiel ist für die gesamte Region etwas Besonderes, ich hoffe, das Publikum nimmt dieses Spektakel gut an«, freut sich der Vorsitzende des SBC-Wirtschaftsbeirats, Bernhard Bichler, auf die beiden hochkarätigen Profi-Mannschaften.

»Wir haben jetzt mehrere super Wochen vor uns: Am Freitag (19 Uhr) kommt dann gleich der Bayernligist SV Kirchanschöring zum Toto-Pokalspiel, und eine Woche darauf (Freitag, 15. Juli, d. Red.) bestreiten wir das offizielle Landesliga-Eröffnungsspiel gegen Vilsbiburg«, erklärt Bichler. »Es rührt sich also einiges bei uns im Sportpark. Auch das Derby gegen den ESV Freilassing ist ja schon sehr früh in der Saison.«

Doch zunächst dürfen sich die Fans auf das Schmankerl zwischen dem österreichischen Double-Gewinner der vergangenen drei Jahre und den anderen »Rothosen« aus Würzburg freuen. Dieses werde »sicher auf hohem technischen Niveau stehen«, zeigt sich Bichler überzeugt.

Im Fokus werden heute auf beiden Seiten die Neuzugänge stehen. Die Würzburger haben beispielsweise erst vor etwa zehn Tagen Anastasios Lagos verpflichtet. Der 24 Jahre alte Grieche kam von Panathinaikos Athen und ist ein ehemaliger Junioren-Nationalspieler. Ebenfalls sehenswert: »Altmeister« Robert Wulnikowski im Kasten. Der Schlussmann wird am kommenden Montag 39 Jahre »jung« und ist damit sogar älter als Italiens Denkmal Gianluigi Buffon ... cs