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0:3-Niederlage – Bergen ohne Chance

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Der TuS Engelsberg um Robert Weber (links) ließ auch beim letzten Spiel der Dreierrunde beim TSV Bergen nichts anbrennen. Am Ende verlor die Heimelf um Maximilian Schustek mit 0:3 und muss ein weiteres Jahr in der A-Klasse spielen. (Foto: Wirth)

An der Tafel vor den Umkleidekabinen stand: »Auf geht’s Jungs! 4:1, das Wunder von Ber(ge)n.« Doch das ist am Donnerstagabend bei Dauerregen ausgeblieben. Denn der TuS Engelsberg setzte sich in der Relegationsgruppe IV mit zwei klaren Siegen durch und schaffte damit souverän den Klassenerhalt in der Kreisklasse.


Beim A-Klassen-Vertreter TSV Bergen – der gegen den TSV Marktl mit 1:3 verloren hatte – spielte die Elf von Jens Schröder ihre Routine aus und gewann wie zuvor schon gegen den TSV Marktl sicher mit 3:0. Bitter für die Gäste war aber, dass nach einem Zusammenprall mit den Köpfen in der 13. Minute Christian Steiglechner zur Beobachtung ins Krankenhaus musste.

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»Das war ein verdienter Sieg«

»Ein verdienter Sieg für den Gegner«, fasste Bergens Vorstand Bernd Gietl die Partie zusammen. »Sie haben drei tolle Fußballer in ihren Reihen.« In der ersten Hälfte sahen die 310 Zuschauer unterhalb des Hochfellns eine verhaltene Partie. Die Bergener waren unter Zugzwang, sie mussten ja mit drei Toren Differenz gewinnen. Man merkte der Mühlberger-Elf auch deutlich an, dass sie einen schweren Rucksack mit sich trug. Außer einem direkten Freistoß durch Thomas Schlosser aus 20 Meter – TuS-Torwart Andreas Absmeier packte sicher zu – und Christoph Laskewitz, der sich gegen Armin Absmeier den Ball erkämpfte, aber abgeblockt wurde, hatte die Heimelf zunächst keine nennenswerten Offensivaktionen zu verzeichnen.

Die Gäste taten im ersten Durchgang nicht mehr als nötig. Nach den Startschwierigkeiten kam Bergen dann aber immer besser ins Spiel und konnte sich inzwischen gegen die starken Gäste behaupten. Die hatten durch Cem Özgemüs eine Freistoßchance, die auf dem Tordach landete (20.), ansonsten war ihr gefälliges Spiel an der Strafraumgrenze zu Ende. »Wir kamen zäh in das Spiel und hatten Probleme mit der Kontrolle«, sagte TuS-Trainer Jens Schröder.

Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt und die Gäste gaben in der 49. Minute ihren ersten Warnschuss ab. Ein Schuss von Konstantin Rose aus 22 Meter lenkte TSV-Schlussmann Mathias Granget per Flugparade über den Querbalken. Kurz darauf steuerte Adrian Zabergja alleine auf Granget zu. Er verzog aber und die Kugel ging links am Gehäuse vorbei. Bergen hatte eine Minichance durch Thomas Schlosser, sein »Bauernspitz« ging aber in den zweiten Stock (58.).

Ein Doppelwechsel sollte wieder mehr Energie ins Spiel des TSV Bergen bringen – doch es kam anders: Ein Blackout in der TSV-Deckung entschied die Relegationsserie zugunsten von Engelsberg. Dennis Pitrasch schickte Konstantin Rose auf die Reise, Tormann Granget und ein Verteidiger waren sich nicht einig und ließen den Ball passieren, Rose bedankte sich mit dem Schuss ins leere Tor (70.). »Je länger das Spiel dauerte, umso sicherer wurden wir und hatten dann auch mehr Ballbesitz«, sagte Schröder.

Und das schlug sich nun auch in zählbaren Erfolg nieder. In der 77. Minute gelang Dominic Toller im dritten Versuch, nachdem Granget zweimal parieren konnte, der zweite Treffer für Engelsberg. Niclas Schwincke setzte kurz darauf noch eins drauf.

Die Niederlage in dieser Höhe hatte Bergen aber nicht verdient. »Sie haben bis zum Schluss gekämpft«, lobte Schröder den Verlierer, fügte dann noch hinzu: »Unser Sieg war aber völlig in Ordnung.« td