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0:3 – 3:3 – 3:4

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Eine tolle Aufholjagd der Trostberg Chiefs in der Eishockey-Landesliga beim ESC Vilshofen wurde nicht mit einem Punktgewinn belohnt. Nach einem 0:3-Rückstand holte der TSV auf 3:3 auf und kassierte 19 Sekunden vor der Schlusssirene das 3:4. Damit stand die Feldner-Truppe wie schon in Amberg mit leeren Händen da. Zudem musste Florian Schwabl verletzt aufgeben.


»Wir haben dass Spiel recht gut begonnen: Dass Vilshofen mit ihren Oberliga-Spielern stark ist, wussten wir von vornherein«, bilanzierte Stefan Feldner. Dabei mussten die Chiefs gleich einen Nackenschlag wegstecken: Nach sechs Minuten gelang den Hausherren das 1:0, Matthias Murr versenkte einen Nachschuss im Tor. Mit dem knappen Vorsprung ging es in die erste Pause.

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Im zweiten Drittel wurde es ein bisschen hektisch. Nach der 2:0-Führung des ESC lag kurz darauf abseits des Spielgeschehens Florian Schwabl verletzt am Boden. »Leider habe ich die Szene nicht gesehen und kann mir auch kein Urteil erlauben«, erklärte Feldner. Er blutete im Gesicht und hat einen Zahn verloren, spielte aber weiter. Kurze Zeit später war für ihn die Partie aber vorbei: Nach einer Torchance wurde er abgeblockt und in einen Faustkampf verwickelt. Beide Spieler bekamen zwei plus zwei Minuten, und weil Schwabl noch stärker blutete, war der Einsatz schließlich für ihn beendet. »Wenn die erste Szene ein Foul war, dann hätte es eine große Strafe für den Vilshofener geben müssen«, ärgerte sich Feldner, der die Schuld aber nicht bei Anderen suchte.

Im Schlussabschnitt ging es Schlag auf Schlag und die Zuschauer sahen eine rassige Partie. Es begann bereits leicht zu regnen, als das 3:0 fiel. Ein langer Pass erreichte Manuel Bayer, der die Hartgummischeibe zur vermeintlichen Entscheidung versenkte. Der Chiefs-Trainer: »Der Pass sprang Timmy Coutu über den Schläger, aber kein Vorwurf an ihn, das kann passieren.«

Coutu machte 27 Sekunden später seinen Fehler auch gleich wieder gut – mit einem Schuss von der blauen Linie besorgte er das 1:3. Und es kam noch besser: Torjäger Martin Hagemeister gelang mit einem Doppelpack der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich. In dieser Phase bauten die Chiefs immensen Druck vor dem Tor der Vilshofener auf. Doch dann passierte das gleiche wie in Amberg. 22 Sekunden vor dem Ende gab es Bully im Verteidigungsdrittel der Trostberger. Dieses ging an die Gastgeber, Robert Suchomski kam von außen an die Scheibe, passte scharf vor das Tor und Wolfgruber fälschte den Puck unglücklich zum 4:3 ins eigene Netz ab.

ESC Vilshofen - TSV Trostberg 4:3 (1:0, 1:0, 2:3): 1:0 (6.) Murr, 2:0 (24.) Zillinger, 3:0 (42.) Bayer, 3:1 (43.) Coutu, 3:2 (49.) Hagemeister, 3:3 (56.) Hagemeister, 4:3 (60.) Suchomski; Strafzeiten: Vilshofen 14, Trostberg 10 plus 10 gegen Vrba; Zuschauer: 165. td