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0:0 – SBC Traunstein ohne spielerische Linie

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Er rettete bei einem Schuss von Andrei Tuculea den SBC Traunstein vor einem Gegentor: Sebastian Mayer (rechts), hier im Zweikampf mit Manuel Kraus. (Foto: Butzhammer)

VfL Waldkraiburg: Auer, Swoboda, Helldobler, Stuiber, Hadzic, Popa, Pantea (ab 90. Szczuka), Tuculea, Kraus (ab 76. Karababa), Cossu, Keri (ab 68. Loboda).


SB Chiemgau Traunstein: Abfalter, Bauer, Marchl, Thudt, Sebastian Mayer, Tobias Berz, Schön (ab 82. Heinrich), Mauerkirchner, Probst, Waritschlager (ab 82. Schneider), Wittmann.

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Schiedsrichter: Gräbel (TSV 1860 München).

Zuschauer: 180.

Tore: Fehlanzeige

Gelb-Rote Karte: Tuculea (86.) / - .

Die Auswärtsschwäche des SB Chiemgau Traunstein bleibt bestehen. Im Gastspiel beim VfL Waldkraiburg musste sich der Fußball-Bezirksligist aus der Großen Kreisstadt mit einem 0:0 zufriedengeben. Dabei enttäuschten die Schützlinge von Trainer Franz Gruber über weite Strecken ihre mitgereisten Fans.

Aufgrund der Leistungssteigerung der Gastgeber in der zweiten Halbzeit wäre sogar ein VfL-Sieg möglich gewesen, auch wenn SBC-Pressesprecher Peter Mallmann von einer »schwachen Bezirksliga-Partie auf beiden Seiten« und einem »gerechten Unentschieden« sprach.

Für die 180 Zuschauer im Jahnstadion war deutlich erkennbar, dass die Waldkraiburger – die ohne den gesperrten Spielertrainer Markus Gibis auskommen mussten – eine Rehabilitation fürs 1:3 im Derby beim SV Aschau/Inn geplant hatten. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Mallmann ein »teilweise überhartes Einsteigen der Waldkraiburger« sah.

Nach einer anfänglichen Abtastphase, in der die SBC-Kicker mehr Ballbesitz hatten, kamen die Gäste zum ersten Mal gefährlich vors VfL-Gehäuse. Nach einem Rückpass von Maxi Probst versuchte es Dominik Waritschlager, fand jedoch mit seinem Schuss in Torwart Bernhard Auer seinen Meister.

Danach kam der VfL immer besser ins Spiel und es gab die ersten zaghaften Angriffsbemühungen. In der 28. Minute brachte eine Kombination den SBC in Bedrängnis: Liviu Pantea passte auf Sergiu Popa, der das Leder steil in die Gasse spielte. Doch bevor Manuel Kraus an den Ball kam, klärte Kapitän Jochen Thudt zur Ecke. Diese brachte Pantea gefährlich auf den langen Pfosten und Torhüter Andi Abfalter – der eine solide Vorstellung zeigte – musste sich ganz schön strecken. Wieder gab es Ecke für den VfL, aber diesmal von der anderen Seite: Popa schlug sie an die Strafraumgrenze und Andrei Tuculea kam zum Schuss, den Abfalter parierte.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es knapp zehn Minuten, ehe sich eines der beiden Teams eine Torchance herausspielte. Ein Raunen ging durchs Jahnstadion, als Tuculea nach einer Pantea-Ecke aus acht Metern abzog. Irgendwie brachte SBC-Defensivmann »Sebi« Mayer ein Bein dazwischen – der Ball strich um Millimeter über die Latte.

Wenig später schien erneut die VfL-Führung möglich: Pantea ließ drei Gegenspieler aussteigen und legte auf Mitch Cossu ab, dessen 18-Meter-Schuss Abfalter unschädlich machte. Dann versuchte es Sergiu Popa aus der Distanz, doch der Gäste-Schlussmann zeigte sich erneut auf dem Posten (65.). Ebenso in der 78. Minute, als Pantea den eingewechselten Burhan Karababa bediente, der aus 20 Metern aufs Tor schoss.

Kurz vor dem Ende ergab sich die letzte Möglichkeit für die Gibis-Elf: Ein Freistoß von Karababa wurde abgeblockt, Cossu nahm den Ball direkt, drosch ihn aber knapp drüber. Nach der Gelb-Roten Karte für Tuculea musste der VfL die letzten Minuten mit zehn Mann überstehen. Doch nur noch einmal – schon in der Nachspielzeit – wurde es richtig gefährlich für die Industriestädter: Max Bauer kam zum Abschluss, hämmerte das Leder aber aus 20 Metern knapp an Auers Kasten vorbei. Danach war Schluss, und freuen wollte sich keiner so recht über das torlose Remis.

»Ich habe bei unserer Mannschaft kein vernünftiges Kombinationsspiel erkannt, vom Mittelfeld sind keine Ideen gekommen. Unsere Auswärtsschwäche ist mir nach wie vor ein Rätsel«, klagte Mallmann. Für das Top-Spiel am kommenden Samstag um 15 Uhr im EHG-Sportpark gegen den FC Töging (zugleich Abschluss des Jahres 2013) fordert er eine klare Steigerung: »Mit einer Leistung wie in Waldkraiburg werden wir die Töginger sicher nicht schlagen können«, redet der SBC-Pressesprecher Klartext. gue/cs

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