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Kräftig »zupacken« müssen die Traunsteiner Spieler – hier Michael Angerer (hinten) gegen Robin Volland – auch im Duell mit dem Tabellensechsten SE Freising. (Foto: Weitz)

»Wir wollen den Sack zumachen«

Der SB Chiemgau Traunstein will seine »Zitterpartie« beenden: Im vorletzten Saisonspiel der Landesliga Südost könnten die Fußballer aus der Großen Kreisstadt am heutigen Samstag (14 Uhr) mit einem Heimsieg gegen die SE Freising im Jakob-Schaumaier-Sportpark ihre starke Rückrunde krönen – und möglicherweise den Klassenerhalt in der Landesliga Südost perfekt machen.


»Wir wollen den Sack zumachen«, betont daher auch Spielertrainer Danijel Majdancevic. Denn der SBC (12./39 Punkte) will ein »Abstiegsfinale« am letzten Spieltag beim direkten Konkurrenten Kirchheimer SC (13./36) unbedingt vermeiden. Schließlich stehen zudem die Konkurrenten TSV Ampfing (14./36) und TV Aiglsbach (15./35) mit nur geringem Abstand bereits auf den Relegationsplätzen dahinter.

Dass die Aufgabe gegen die Freisinger (6./48) eine schwierige Sache werden dürfte, ist den Gastgebern natürlich bewusst. »Das ist ein spielstarker Gegner, der viele Dinge spielerisch zu lösen versucht«, mahnt Majdancevic. Das bekam er auch im Pokal-Wettbewerb – der SBC gewann mit 2:1 – vor Augen geführt. »Das ist zwar nicht ganz vergleichbar, aber ich habe die Freisinger auch sonst öfter gesehen und kenne das Team.«

Doch bei allem Respekt vor dem Tabellensechsten, der in der ganzen Saison eine gute Rolle spielte: »Ich sehe uns da schon auf Augenhöhe.« Schließlich haben die Traunsteiner als derzeit viertbeste Mannschaft der Rückrunde aus 15 Spielen 27 Zähler geholt.

Doch angesichts der engen Punktabstände bei den gefährdeten Mannschaften müssen noch weitere Zähler her. Da war der jüngste 4:2-Erfolg beim TSV Brunnthal (10./41) besonders wichtig. »Wir haben durch diesen Sieg die Nerven ein bisschen beruhigen können«, berichtet Majdancevic – denn die hohe Anspannung im Abstiegskampf fordert die Spieler auch psychisch enorm.

Zugleich war der Spielverlauf in Brunnthal eine Mahnung: Nach einem 3:0-Vorsprung des SBC waren die Gastgeber zunächst auf 2:3 herangekommen. »Wir müssen einfach grundsätzlich konzentrierter sein und weniger Gegentore bekommen«, fordert der Spielertrainer daher.

Die Voraussetzungen scheinen gut. Denn bis auf die Langzeitverletzten können die Platzherren wohl mit weitgehend komplettem Kader auflaufen. Schließlich laufen die Planungen auch schon für die kommende Saison, die möglichst wieder in der Landesliga absolviert werden soll. Erfreulich ist dabei aus Traunsteine Sicht, dass Waldemar Daniel beim SBC für ein Jahr verlängert hat. »Er ist eine wichtige Säule und ein langjähriger SBCler«, freut sich Sportlicher Leiter Jochen Reil. Gleichzeitig müssen die Traunsteiner allerdings den Abgang von Moritz Knauer hinnehmen.

Dieser wechselt zum TSV Wasserburg, der zwei Spieltage vor Schluss in der Bayernliga auf einem direkten Abstiegsplatz steht, aber noch die Relegation erreichen könnte. Der 21-jährige Mittelfeldmann soll dann gemeinsam mit seinem bereits bei den »Löwen« aktiven Bruder Lucas in der Mittelfeldzentrale der Wasserburger agieren, wie die Innstädter auf Instagram mitteilten.

Zunächst einmal möchte Knauer aber mit dem SBC den Landesliga-Klassenerhalt sichern. Bei diesem Vorhaben setzt Danijel Majdancevic auch wieder auf die Unterstützung durch die Traunsteiner Fans. Deren Zuspruch und die Stimmung im Stadion seien ohnehin grundsätzlich schon sehr erfreulich, aber nun »hoffen wir – auch durch das, was wir in den letzten Wochen geleistet haben – vielleicht noch den ein oder anderen Fan mehr ins Stadion locken zu können.«

Und denen soll möglichst ein Heimerfolg präsentiert werden. Dann könnte nicht nur beim Traunsteiner Frühlingsfest am Festplatz, sondern auch im Jakob-Schaumaier-Sportpark »Volksfest-Stimmung« herrschen ...

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