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»Wir werden volles Risiko spielen«

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SBC-Abwehrmann Tobias Sandner ist angeschlagen. Er wird heute in Karlsfeld wohl nicht spielen können. (Foto: Butzhammer)

Drei Spieltage stehen in der Fußball-Landesliga Südost noch aus: Für den SB Chiemgau Traunstein wird es nach der regulären Spielzeit dann wohl zum dritten Mal in Folge zu einer Saisonverlängerung kommen. Denn angesichts von fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer sind die Chancen auf den direkten Klassenerhalt für die Kreisstädter rechnerisch zwar noch möglich, aber eben auch nur sehr gering.


Es kommt jetzt vor allem auch darauf an, was die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in den letzten Partien machen. »Das ist für uns natürlich eine sehr unglückliche Situation, dass wir jetzt auch auf die Konkurrenz hoffen müssen«, betont SBC-Spielertrainer Yunus Karayün. Er muss mit seiner Elf am heutigen Samstag um 13 Uhr beim TSV Eintracht Karlsfeld ran. »Wir werden volles Risiko spielen«, kündigt er an, »denn alles andere als ein Sieg zählt für uns nicht.«

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Und dann müsse man eben schauen, was auf den anderen Plätzen passiert – beziehungsweise passiert ist. Denn der Tabellenfünfzehnte FC Moosinning (31 Spiele/31 Punkte) und der Rangvierzehnte TuS Pfarrkirchen (31/34), der aktuell über dem Strich steht, treffen heute bereits um 11 Uhr aufeinander. Für den Sechzehnten SB Chiemgau (31/29) wäre es dabei – vorausgesetzt natürlich ein eigener Sieg in Karlsfeld – am besten, wenn Moosinning sein Heimspiel heute gewinnt. »Dann könnte es am Ende vielleicht noch so ausgehen, dass wir alle punktgleich sind und wir haben den besseren direkten Vergleich gegenüber Moosinning und auch gegenüber Pfarrkirchen«, rechnet SBC-Pressesprecher Peter Mallmann vor. »Wir brauchen dann aber auch in den restlichen drei Spielen drei Siege«, ergänzt er. Auch der SB DJK Rosenheim, der gestern Abend beim TSV Wasserburg ran musste (Ergebnis nach Redaktionsschluss), ist übrigens noch nicht gerettet.

»Die Hoffnung bei uns ist auf jeden Fall noch da, dass wir den Klassenerhalt direkt packen«, zeigt sich Yunus Karayün weiterhin optimistisch, ergänzt aber: »Auch wenn die Chance natürlich eher klein ist.« Und dafür muss sein Team auch jetzt seine Aufgaben erledigen. Karayün rechnet heute jedenfalls nicht damit, dass Karlsfeld – für den Tabellenelften geht nach oben nichts mehr und auch nach unten kann nichts mehr anbrennen – dem SBC heute etwas schenken wird. »Die können frei aufspielen – ganz ohne Druck und Zwang. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen.«

Personell kommt es für den SB Chiemgau auch diesmal wieder knüppeldick. Karayün muss wohl seine halbe Abwehr ersetzen. Denn Torwart Maximilian Tanzer ist beruflich verhindert. Florian Mayer ist krank und Alexander Köberich (Achillessehne) und Tobias Sandner (Meniskus) sind angeschlagen. »Das bereitet mir schon Kopfschmerzen«, betont Karayün. »Wenn man unten drinsteht, dann kommt einfach alles zusammen.« SB