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Der TSV Siegsdorf um Kapitän Maximilian Huber will seine Erfolgsserie in der Bezirksliga Ost auch heute im Heimspiel gegen Fixabsteiger TSV Otterfing fortsetzen und damit einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt schaffen. (Foto: Weitz)

»Wir werden sie nicht unterschätzen«

Der TSV Siegsdorf kann am drittletzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen: Zu Gast ist beim Aufsteiger am heutigen Samstag um 15 Uhr Schlusslicht und Fixabsteiger TSV Otterfing. Neben Siegsdorf ist am 28. Spieltag aus heimischer Sicht nur noch der ESV Freilassing gegen die abstiegsbedrohte SG Reichertsheim-Ramsau/Gars am Ball. Anstoß im Freilassinger Max-Aicher-Stadion ist heute um 16 Uhr. Spielfrei ist diesmal der SV Saaldorf.


Die Siegsdorfer haben sich in den vergangenen Wochen mit einer starken Serie von sechs Spielen ohne Niederlage (vier Siege, zwei Unentschieden) eine hervorragende Ausgangslage erarbeitet. Der Tabellenachte hat drei Punkte Vorsprung auf den ersten der beiden Abstiegsrelegationsplätze und diesen will der TSV auch freilich bis zum Schluss nicht mehr hergeben und deshalb wäre alles andere als ein Siegim heutigen Heimspiel eine Enttäuschung. »Natürlich wollen wir gegen Otterfing unbedingt gewinnen«, macht der Siegsdorfer Cheftrainer Franz Huber klar.

Allerdings ist er sich auch sicher, »dass Otterfing die Saison anständig zu Ende spielen will und sie uns deshalb nichts schenken werden«. Unter der Woche habe das Trainerteam deshalb auch mit der Mannschaft geredet, betont der Coach. Huber ist sich sicher: »Wir werden sie nicht unterschätzen.« Und das wäre auch enorm wichtig, denn mit Blick auf die Tabelle weiß Huber auch, dass noch einige Punkte nötig sein werden, um den Klassenerhalt ohne den Umweg über die Relegation auch wirklich fix in der Tasche zu haben. »Die hinteren Mannschaften spielen jetzt nicht mehr in direkten Duellen gegeneinander. Sprich: Sie nehmen sich auch nicht gegenseitig die Punkte weg. Es kann an den letzten Spieltagen also noch einiges passieren«, hebt er hervor. »Das ist schon eine verzwickte Situation.« Doch Huber betont auch: »Wir sind gut drauf und haben alles selber in der Hand.«

Der Übungsleiter, der einige angeschlagene Spieler in seinem Kader hat, bei denen sich erst heute beim Aufwärmen entscheiden wird, ob sie spielen können oder nicht, hofft auch auf Unterstützung von außerhalb. »Es wäre schön, wenn uns wieder eine große Fan-Kulisse unterstützt«, betont der Trainer. Und darauf konnte sich der TSV schon in der Vergangenheit immer verlassen.

Schützenhilfe könnten den Siegsdorfern heute übrigens auch der ESV Freilassing geben – und der Tabellenzweite will im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohte SG Reichertsheim-Ramsau/Gars seine Titelchancen wahren und den 16. Dreier in Folge feiern. Der zweite Platz ist dem Team von Branislav Aleksic und Albert Deiter ja schon sicher.

Beeindruckend ist die aktuelle Freilassinger Siegesserie vor allem auch insofern, als zehn der 15 jüngsten Erfolge – insgesamt stehen in dieser Saison deren 21 zu Buche – mit mehr als einem Tor Unterschied ausfielen, also in souveräner Manier eingefahren wurden. Die letzte Niederlage datiert vom 26. September 2021 (1:2 in Baldham-Vaterstetten), seitdem ließen Andreas Högler, Simon Schlosser, Sascha Schimag und Co. keinen Punkt mehr liegen.

Die beste Heimmannschaft der Liga geht heute also als Favorit in die Partie mit dem Team von Michael Ostermaier, das einen der beiden Relegationsplätze einnimmt. Auch im Hinspiel bot der ESV Freilassing eine ordentliche Leistung und landete einen 3:0-Erfolg. Alles Indizien, die darauf hindeuten, dass die Eisenbahner nicht nur für den Saison-Endspurt, sondern auch für eine etwaige Relegation bestens gewappnet zu sein scheinen.

SB/cs