Warten auf Einigung mit DFB - Ablösespiel für Flick?

Hansi Flick
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Hört beim FC Bayern im Sommer auf: Trainer Hansi Flick. Foto: Christof Stache/AFP Pool/dpa Foto: dpa

DFB-Direktor Bierhoff ändert seinen Plan: Die Gespräche über eine Löw-Nachfolge sollen eher beginnen. In die Personalie Hansi Flick ist auch der FC Bayern weiter einbezogen.


Frankfurt/Main (dpa) - Der DFB treibt seine Pläne schneller voran als noch vor kurzem erwartet. Nach dem angekündigten Abschied von Hansi Flick als Bayern-Coach warten die Fans der Nationalmannschaft auf eine zeitnahe Einigung mit dem Deutschen Fußball-Bund.

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Die Gespräche mit dem einstigen Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw können schon in nächster Zeit konkret werden. Der Verband hatte ankündigt, mit Flick und auch mit dem FC Bayern in Kontakt zu treten - die Münchner sind also weiter einbezogen.

Zwar hat der FC Bayern die Auflösung des Flick-Vertrages zum 30. Juni diesen Jahres bestätigt. Doch offenbar möchte der Münchner Club seinen Cheftrainer nicht bedingungslos zum DFB ziehen lassen. Der »Kicker« und die »Abendzeitung« brachten die Variante ins Spiel, dass die Fußball-Nationalmannschaft dann unter dem neuen Bundestrainer Flick ein Freundschaftsspiel gegen den deutsche Rekordchampion bestreiten könnte. Mit den TV- und Zuschauer-Einnahmen würden die Bayern vom DFB dann indirekt eine Ablöse bekommen.

Allerdings dürfte vor allem die Termingestaltung für ein solches Ablösespiel schwierig werden. Zudem würden quasi Spieler anderer Clubs helfen, den FC Bayern für Flicks frühzeitigen Abschied zu entschädigen. Schon im Mai 2005 zur Eröffnung der Allianz Arena hatte es in München ein Testspiel Rekordmeister gegen DFB-Team gegeben: Die Bayern gewannen 4:2 gegen eine damals personell geschwächte Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Unter Zeitdruck steht Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff bei den kommenden Verhandlungen allerdings nicht. Löw gibt seinen Job nach 15 Jahren unmittelbar nach der EM im Sommer auf. Die WM-Qualifikation geht für das Nationalteam am 2. September weiter. Bierhoffs Plan sah eigentlich vor, in den Tagen rund um das EM-Turnier dem Verbands-Präsidium den Löw-Nachfolger vorzuschlagen.

Flick, der von 2006 bis zum WM-Titelgewinn 2014 Assistent von Bundestrainer Joachim Löw war, genießt »eine große Wertschätzung« beim Verband und sei »ein hervorragender Kandidat als Bundestrainer«, teilte der DFB aktuell mit. Der gebürtige Heidelberger hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihn die Rolle als oberster deutscher Fußballlehrer reizen würde. »Natürlich ist der DFB eine Option, die jeder Trainer überlegen muss«, sagte Flick.

Mit einer Verpflichtung von Flick würde sich beim DFB auch die Tradition fortsetzen, dass ehemalige Assistenztrainer ihre Chefs beerben. Löw war 2006 nach dem WM-Sommermärchen von Jürgen Klinsmann als Nachfolger vorgeschlagen worden. Auch Jupp Derwall, Helmut Schön und Berti Vogts waren einst vom Co- bzw. U21-Trainer zum Chef befördert worden. Mit der zeitlichen Verzögerung von sieben Jahren könnte dies nun auch bei Flick passieren.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-376806/5

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