Übernehmen die »Rothosen« die Tabellenführung?

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Der TSV Teisendorf um Thomas Burghartswieser (rechts, hier im Duell mit dem Schönauer Markus Lochner) hätte am Samstag eigentlich gegen den TSV Peterskirchen gespielt. Coronabedingt muss das Spiel nun verschoben werden. (Foto: Fritzenwenger)

Es wäre das Spiel des Wochenendes gewesen: Der Spitzenreiter gegen den ersten Verfolger. Wie nun bekanntgegeben wurde, muss das Spiel des TSV Peterskirchen in der Kreisliga 2 gegen den TSV Teisendorf, das für den morgigen Samstag geplant war, abgesagt werden. Rund 20 Kilometer entfernt hätte eigentlich das Kellerduell zwischen dem TuS Traunreut und dem TSV Waging stattfinden sollen. Nachdem das Thomas-Stutz-Team schon am vergangenen Spieltag wegen mehrerer Corona-Fälle nicht beim FC Hammerau antreten konnte, musste aus dem gleichen Grund auch das morgige Heimspiel abgesagt werden. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest.


Eröffnet wird der 17. Spieltag bereits heute mit der Begegnung zwischen der SG Schönau und dem SV Kay. Zudem ist die SG Tüßling/Teising morgen beim SC Anger zu Gast, BSC Surheim spielt bei der Reserve des FC Töging, und Hammerau muss beim SC Inzell ran.

Der Tabellenzweite fordert den Spitzenreiter heraus: So könnte man die morgige Partie (16 Uhr) in Peterskirchen betiteln. Oder auch: bester Angriff trifft auf beste Abwehr. Denn mit nur sieben Gegentoren stellt Tabellenprimus Peterskirchen die mit Abstand erfolgreichste Defensive der Liga. Alles andere als einfach wird es da, wenn die »Rothosen« zu Gast sind. 41 Treffer erzielten die Teisendorfer bereits (genauso wie die SG Schönau) – Spitzenwert. Einen großen Anteil daran trägt das Sturmduo Emir Krasniqi (20 Tore) und Manfred Reiter (12). Gemeinsam haben die beiden sogar neunmal öfter getroffen als die komplette Peterskirchener Mannschaft (23).

Dem ist sich auch Trainer Daniel Winklmaier bewusst. »Aktuell ist Teisendorf rein vom Kader und der Qualität her die stärkste Mannschaft der Liga. Die Ergebnisse sind schon beeindruckend.« Alleine in den letzten fünf Spielen hat das Team von Andi Brandl 18 Tore geschossen. Jüngst gab es »nur« ein 2:1 gegen den Dritten SG Schönau. Aber auch Peterskirchen muss sich alles andere als verstecken. Mit 36 Zählern liegt die Winklmaier-Elf einen Punkt vor Teisendorf – bei einem Spiel weniger. Somit könnten die »Rothosen« bei einem Sieg die Tabellenführung übernehmen.

Was Peterskirchens Kader betrifft, gibt es noch einige Fragezeichen. »Wir haben im Moment so ein bisschen ein hin und her was das Personal betrifft, weil wir einige angeschlagene Spieler haben. Bei vier bis fünf wissen wir nicht, ob sie noch rechtzeitig fit werden. Wer zur Verfügung steht, wird sich wahrscheinlich erst am Samstagvormittag zeigen«, erklärt Winklmaier. Die Vorbereitung sei deshalb nicht optimal. »Natürlich wollen wir in so einem Topspiel mit der besten Formation spielen, was nicht möglich sein wird. Trotzdem werden wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen.« Es werde in jedem Fall »eine harte Nuss« für Peterskirchen.

Für die Kicker der SG Schönau ist es das drittletzte Spiel der Herbstrunde, da noch das Nachholspiel gegen Waging aussteht. Heute um 20 Uhr findet aber der letzte 2021-Heimauftritt am Königssee statt. Erst vor zwei Wochen absolvierten die Schönauer in Kay die Nachholpartie vom 2. Spieltag, bei dem sie in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich hinnehmen mussten. Es war eines von drei Remis für Kay in den vergangenen drei Begegnungen.

Dieses Mal stehen die Vorzeichen etwas anders, da die SG weit besser aufgestellt sein wird. Mit dem verstärkten Kader erwartet Trainer Thomas Meissner einen Sieg seiner Mannschaft. Da sich Peterskirchen und Teisendorf im Spitzenspiel auf jeden Fall Punkte abnehmen, könnten die Schönauer den Abstand auf die Spitze wieder verkürzen. Die Gäste wiederum würden mit einem Dreier den Abstand zu den Kellerplätzen wahren. Derzeit liegt das Team von Waldemar Beitow mit 22 Punkten im Mittelfeld auf Platz sieben, sieben Zähler vor dem FC Töging II auf dem Abstiegsrelegationsplatz 12.

Nach dem starken Zwischenspurt mit drei Siegen in Folge, gab es für den SC Anger zuletzt wieder drei Niederlagen nacheinander. Damit hängt der Aufsteiger weiter im Tabellenkeller fest. Das rettende Ufer ist aber nur drei Zähler entfernt. Bei einem beziehungsweise zwei Partien weniger auf dem Konto als die Konkurrenz haben es die Angerer also noch selbst in der Hand, außerhalb der roten Zone zu überwintern. Jedoch wartet mit der SG Tüßling/Teising (Rang fünf), die zuletzt zweimal siegreich war, eine schwere Heimaufgabe auf die Truppe von Christian Berger (Samstag, 14.30 Uhr). Was aber sicher Mut machen wird im SC-Lager ist die Tatsache, dass die letzten drei Partien nur knapp mit einem Tor Unterschied verloren gingen, zwei davon auswärts. Allerdings waren das jüngste 1:2 bei Schlusslicht Waging und zuvor das knappe 0:1 bei Mit-Abstiegskandidat SG Perach/Winhöring natürlich herbe Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt.

Der FC Hammerau legte mit seinem neuen Coach Hakan Elmaci drei Siege am Stück hin, ehe sein Lauf zuletzt coronabedingt ausgebremst wurde. Nach dem ersten Heimerfolg der Saison gegen Waging wäre am vergangenen Wochenende der TuS Traunreut zu Gast gewesen, der jedoch seinen Auswärtsauftritt wegen mehrerer Corona-Fälle im Team absagen musste. So hatte Elmaci Zeit, im Training noch die ein oder andere Stellschraube nachzujustieren.

Morgen um 15 Uhr ist der »Club« beim SC Inzell zu Gast. Die Heimelf war stark in die Saison gestartet mit einem Remis und vier Siegen – darunter das Hinspiel-5:0 gegen Hammerau. Dann aber ging es bergab. Seit dem 1:0 in Anger am 13. August gelang kein Dreier mehr. Sechs Niederlagen und fünf Remis folgten. Die Formkurve spricht also klar für den auswärtsstarken Club, der neben wichtigen Punkten auch auf eine Revanche für die klare Hinspiel-Schlappe aus ist.

Der FC Töging II, der letzte Woche regulär frei hatte, wegen der Corona-Situation im Verein aber ohnehin hätte pausieren müssen, begrüßt morgen um 16.30 Uhr den BSC Surheim am Wasserschloss. Der Gast aus dem Berchtesgadener Land bringt als Empfehlung Platz 6 mit, allerdings ist die gute Gesamtbilanz des BSC fast ausschließlich seiner Heimstärke zu verdanken. Zuhause ist die Truppe immer noch ungeschlagen, auswärts dagegen ist der BSC einer der sichersten Punktelieferanten.

FC-Trainer Udo Sigrüner geht positiv gestimmt in die Partie, da er mit Thomas Wimmer und Alexander Hofer zwei Rückkehrer im Kader hat. Zudem wird erneut Routinier Dominic Gies- ecke aushelfen. »Uns fehlen zwar immer noch sechs bis sieben Stammspieler, aber mit Hilfe unserer ‚Dritten‘ werden wir schon einen schlagkräftigen Kader stellen können«, so Sigrüner. »Auf keinen Fall leer ausgehen«, lautet seine Vorgabe, denn der Coach will bis zur Winterpause noch Minimum vier Zähler holen, und nach dem Surheim-Spiel steht heuer nur noch das Derby gegen den TSV Reischach auf dem Fahrplan.

aic/pk/czn