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TuS-Fußballer unter neuer Führung

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Die Fußballer des TuS Traunreut haben einen neuen Abteilungsleiter. Sebastian Gorzel (Mitte) wurde zum Nachfolger von Markus Tesche gewählt. Unser Foto zeigt ihn mit seinem Stellvertreter Christoph Raue (links) und Kassier Matthias Raue. (Foto: Rasch)

Sebastian Gorzel hat Markus Tesche als Fußball-Abteilungsleiter des TuS Traunreut abgelöst. Der 30-Jährige wurde im Rahmen der nur mäßig besuchten Jahreshauptversammlung in der Sportgaststätte »Champion« einstimmig zum neuen Abteilungsleiter gewählt.


Tesche leitete sechs Jahre die Abteilung und nimmt, wie er sagte, »eher mit einem weinenden als mit einem lachenden Auge« Abschied. Seine Abschiedsworte verband er mit der Hoffnung, dass es die 1. Mannschaft, die aktuell in der Kreisliga einen Platz im hinteren Tabellendrittel belegt, wieder in die Bezirksliga schafft: »Das Potenzial ist da«, ist Tesche überzeugt.

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Sein Entschluss, nicht mehr zu kandidieren, sei bereits im Mai des vergangenen Jahres gefallen, sagte Tesche. Zum einen hätten ihn familiäre Gründe zu diesem Entschluss bewogen und zum anderen habe bei ihm auch die Motivation etwas nachgelassen. »Es hat nicht mehr alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe«, so Tesche. In den vergangenen zwei Jahren seien die Werte wie Teamgeist und Respekt etwas in den Hintergrund getreten.

Bereitschaft zur Mitarbeit nötig

In einer Gemeinschaft gehöre auch die Bereitschaft zur Mitarbeit dazu, erklärte er und ermahnte zur Solidarität. »Es kann nicht angehen, dass immer nur die vier bis fünf gleichen Personen bei den Arbeitseinsätzen da sind.« Aus sportlicher Sicht wünsche er sich, dass der TuS wieder dahin geführt werden könne, wo er auch hingehöre: »Und das ist die Bezirksliga!« Er sei davon überzeugt, dass der Verein über das Spielerpotenzial verfüge, um sich in der Bezirksliga zu etablieren.

Ein Problem, mit dem der TuS Traunreut nicht erst seit gestern zu kämpfen habe, sei das sogenannte Scouting-Training (Fußballtalentsuche) in der Region. Viele Nachwuchsspieler, auf die man gesetzt habe, seien leider abgewandert, bedauerte Tesche. »Wir haben nicht die Möglichkeit, qualifizierte, hochwertige Spieler zu holen, wir müssen sie aus den eigenen Reihen entwickeln.«

Im Jugendbereich stellt die Abteilung acht Mannschaften. Leider sei es auch hier nicht gelungen, die A-, B- oder C-Junioren-Mannschaften in der Kreisliga zu etablieren, sagte Tesche. Er sei trotzdem stolz auf das Erreichte und wünsche dem Verein alles Gute und viel Erfolg.

Mehr Teamarbeit und keine »Grüppchenbildung« wünscht sich auch der neue Abteilungsleiter Sebastian Gorzel. »Es gibt kleinere 'Baustellen', die müssen wir in Ordnung bringen«, so Gorzel. Er und sein Team, das mit dem TuS groß geworden sei, werde alles daransetzen, den TuS weiter nach vorne zu bringen, versicherte er.

Zu seinem Team gehören Christoph Raue, der als neuer stellvertretender Abteilungsleiter seinen Vater Thomas Raue abgelöst hat und Kassier Matthias Raue. Diese Positionen sowie der Technische Leiter, Robert Kubica, Sebastian Koschwan (Sponsorenbetreuung) und die Jugendleiter Zlatko Fischer und Klement Schwarz mussten nicht offiziell gewählt werden. Laut Satzung kann der Abteilungsleiter sein Team bestimmen.

»Er hinterlässt eine große Lücke«

Als Vertreter des Hauptvereins würdigte der 2. Vorsitzende Peter Gronert die Verdienste von Tesche. »Markus Tesche hinterlässt eine große Lücke«, sagte Gronert. Die Wahl ging zügig per Akklamation über die Bühne. Alle etwa 20 wahlberechtigten Mitglieder sprachen sich für Sebastian Gorzel als neuen Abteilungsleiter aus. Sein Vorgänger Tesche und dessen Vize Thomas Raue wurden mit großem Applaus und Erinnerungsgeschenken verabschiedet.

Unterdessen hat der TuS Traunreut unter Corona-Auflagen auch das Jugendtraining wieder aufgenommen. Nach Angaben des neuen Abteilungsleiters funktioniert das Training unter den gegebenen Umständen sehr gut. »Die Spieler müssen laut Corona-Trainingsplan umgezogen kommen und dürfen keinen Körperkontakt haben. Das heißt, dass nur ein eingeschränktes Training möglich ist.«

Hinter den Re-Start der Punkterunde im Amateurbereich, der im September geplant ist, setzt Gorzel noch ein großes Fragezeichen. »Ich glaube nicht, dass das heuer noch was wird.« ga