Bildtext einblenden
Der Siegsdorfer Manuel Schlesak (links, hier im Duell mit Ostermünchens Torhüter Johannes Schenk) will heute mit seiner Mannschaft in Langengeisling den zweiten Saisonsieg der noch jungen Bezirksliga-Saison einfahren. (Foto: Weitz)

TSV Siegsdorf will die Wende schaffen

Während der ESV Freilassing gestern Abend in Ostermünchen schon vorgelegt hat (Ergebnis nach Redaktionsschluss), sind die anderen drei heimischen Teams in der Fußball-Bezirksliga Ost erst heute und morgen gefordert. Der TSV Siegsdorf muss heute um 14 Uhr beim FC Langengeisling ran, Aufsteiger TSV Peterkirchen hofft beim Schlusslicht SB Rosenheim (15.30 Uhr) auf die nächsten Zähler. Schwerer wird’s da wohl der SV Saaldorf haben, der am morgigen Sonntag um 14 Uhr Tabellenführer SK Srbija München empfängt. 


Der TSV Siegsdorf legte mit dem 2:1-Sieg gegen den SV Waldperlach einen tollen Start in die Saison hin. Seitdem wartet die Elf von Franz Huber aber auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Nur beim verrückten 4:4 gegen den SB DJK Rosenheim gab's noch einen Punkt, ansonsten setzte es drei Niederlagen. Ganz bitter war das jüngste 3:4 gegen den SV Ostermünchen. »Ganz klar, dass man nach so einem Spiel enttäuscht ist«, sagt Huber. »Aber wir haben unter der Woche nochmals darüber gesprochen, das ist abgehakt«, versichert der Siegsdorfer Cheftrainer.

Er moniert nach wie vor die hohe Anzahl an Gegentreffern – 14 Stück in fünf Spielen sind es aktuell. »Das ist natürlich zu viel, aber auch schwierig zum Abstellen«, weiß er, fügt aber auch ganz schnell hinzu: »Wir schaffen das.« Mit der aktuellen Punkteausbeute könne man natürlich nicht mehr zufrieden sein, ergänzt Huber. »Aber wenn wir jetzt einen Dreier holen, dann schaut die Situation gleich wieder besser aus.«

Der TSV ist aktuell Tabellenzwölfter (5 Spiele/4 Punkte). Gegner Langengeisling als Rangachter (5/7) hat einen Sieg mehr auf dem Konto als die Siegsdorfer, kassierte zuletzt aber ebenfalls zwei Niederlagen am Stück (1:2 beim FC Finsing und 0:4 beim SV Ostermünchen). An diesen Ergebnissen sieht man: »Diese Saison wird eine interessante Sache werden«, so Huber. Es werden wohl nur ein paar Teams vorne wegmarschieren, der Rest der Liga kämpft um den Klassenerhalt.

Nicht so erfreulich ist die Personalsituation beim TSV. Franz Huber muss diesmal gleich auf sechs Spieler aus verletzungs- und urlaubsbedingten Gründen verzichten. »Das schaut diesmal nicht so gut aus«, sagt er. »Aber ich will auch nicht jammern, dafür bekommen diesmal andere Spieler ihre Chance.« Es werden auch einige Aktive aus der Zweiten Mannschaft aufrücken, kündigt er an. »Wir werden also auf jeden Fall eine gute Mannschaft auf den Platz stellen.«

Trotz der Tatsache, dass der SB DJK Rosenheim bisher in vier Begegnungen lediglich zwei Unentschieden und somit zwei Zähler auf dem Konto hat, ist sich Peterskirchens Übungsleiter Daniel Winklmaier sicher, »dass es schwer wird, in Rosenheim etwas zu holen«. Nach dem Umbruch habe das Team von Eldar Kavazovic »noch immer ein paar Top-Spieler in den Reihen«.

Es ist auch das Duell Absteiger gegen Aufsteiger. »Letztes Jahr hat uns noch eine ganze Liga getrennt, daher wissen wir, was auf uns zukommt – völlig egal, wie die Resultate zuletzt waren«, betont Meistertrainer Winklmaier. Während Rosenheim am vergangenen Wochenende eine 1:7-Klatsche gegen den TSV Dorfen hinnehmen musste, gewann der TSV das Derby gegen Saaldorf 2:1. Mit dem SB habe Peterskirchen eine »gewisse Fanfreundschaft« entwickelt, erzählt Winklmaier. »In vergangenen Bezirksliga-Zeiten haben wir eine sehr gute Beziehung zur Sportbund-Reserve aufgebaut und tolle gemeinsame Feiern erlebt.«

Nicht dabei sein wird morgen definitiv Florian Rudholzner (Urlaub), auf Marcel Schauberger und Kilian Spiel kann der TSV-Coach hingegen wieder zurückgreifen. Hinter den Einsätzen von Marcus Schauberger und Martin Mayer (angeschlagen) und Daniel Ortner (kränklich) steht noch ein Fragezeichen.

Der Spitzenreiter der Liga, der SK Srbija München, ist zu Gast beim SVS – »der Gegner kommt genau zur richtigen Zeit«, meint Coach Pascal Ortner. »Wir sind alle wieder richtig heiß.« Trotz der bisher nur vier Punkte auf dem Konto der Saaldorfer betont der Österreicher: »Wir haben immer ein gutes Spiel abgeliefert. Es hapert an Kleinigkeiten.« Vorm Gehäuse fehle seinen Spielern der Torhunger, »wir schaffen es, den Ball einen Meter vorm Kasten drüber zu schießen«.

Zuletzt gab’s eine knappe 1:2-Niederlage, wobei Peterskirchen »ein Fünf-Meter-Abseitstor« bekommen hat, meint Ortner. »Sonst hätte es anders ausgeschaut.« Es sei nicht so, »als hätten wir keine Chancen. Irgendwann klappt’s dann«. Vielleicht schon am Sonntag vor eigenem Publikum? Es wäre beim Blick auf die Tabelle eine Überraschung. Die Münchner sind bislang noch ungeschlagen, haben nur drei Gegentreffer bei 13 eigenen Toren bekommen. Den SV Waldperlach bezwang die Truppe von Nebojsa Stojmenovic am Samstag mit 5:3.

Immerhin steht dem SVS-Trainer wohl der gesamte Kader zur Verfügung. »Es gibt ein, zwei angeschlagene Spieler«, informiert Ortner. Ob’s bei ihnen bis morgen reicht, konnte er noch nicht sagen.

aic/SB