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Der Siegsdorfer Felix Maaßen verletzte sich unter der Woche im Training. Hinter seinem Einsatz steht deshalb noch ein Fragezeichen. (Foto: Weitz)

TSV Siegsdorf steht vor einer hohen Auswärtshürde

Eine hohe Hürde wartet auf den TSV Siegsdorf am elften Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost: Die Mannschaft von Trainer Franz Huber muss am heutigen Samstag um 15 Uhr beim SK Srbija München antreten. Der TSV Peterskirchen empfängt heute um 18 Uhr zum Abschluss des Spieltags den ESV Freilassing zum Inn/Salzach-Hit.

Die Siegsdorfer konnten zuletzt ihren Negativlauf stoppen und ließen dem 2:2 beim TSV Dorfen einen 2:1-Derbysieg gegen den TSV Peterskirchen folgen – es war ein Befreiungsschlag! »Die Erleichterung nach dem Sieg gegen Peterskirchen war bei uns groß«, betont Franz Huber. »Und mich hat es für die Mannschaft sehr gefreut«, ergänzt er. Denn man habe immer sehr gut trainiert, »nur die Erfolge sind ausgeblieben.«

Diese stellten sich in den jüngsten beiden Partien aber endlich wieder ein. »Diese Miniserie möchten wir jetzt gerne ausbauen«, sagt Franz Huber. Wohlwissend, dass die Aufgabe in München keine leichte werden wird. »Srbija hat eine starke Mannschaft.« Und die Zahlen belegen diese Aussage Hubers eindrucksvoll: Der FC Langengeisling beendete erst am vergangenen Spieltag mit seinem 2:0-Heimsieg eine unglaubliche Serie der Serben: Der Aufsteiger hatte zuvor 33 Spiele am Stück nicht mehr verloren. Trotz der ersten Saisonniederlage mischt Srbija freilich ganz weit vorne mit und ist aktuell Tabellendritter (19 Punkte). Nur der TSV Kastl (25) und der ESV Freilassing (20) haben bisher mehr Punkte gesammelt.

Etwas kleinere Brötchen müssen die Siegsdorfer backen. Sie stehen auf dem 13. Rang (9) und nehmen damit den Relegationsplatz ein. Auch deshalb wäre es für den TSV heute wichtig, »irgendwas aus München mitzunehmen«, betont Trainer Huber. Er kann fast aus dem Vollen schöpfen. Nur hinter Felix Maaßen, der sich unter der Woche im Training verletzt hat, steht noch ein Fragezeichen. Bei der Heimelf wird Luka Radulovic fehlen. Er flog in Langengeisling mit Rot vom Platz.

Auf ein Flutlicht-Derby der besonderen Art dürfen sich die Zuschauer im Mörntal-Stadion freuen, wenn sich der TSV Peterskirchen und der ESV Freilassing gegenüber stehen. Beide Mannschaften konnten im bisherigen Saisonverlauf die Erwartungen absolut erfüllen. Die Eisenbahner stehen aktuell wieder da, wo sie die abgelaufene Saison abgeschlossen hatten (nämlich auf Rang 2), die Peterskirchner freuen sich als derzeitiger Achter über einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Es ist schon beachtlich, wie der ESV ohne diverse Leistungsträger auftrumpft. Drei Siege in Folge feierten die Grenzstädter zuletzt, vor allem das jüngste 3:0 gegen den TSV Dorfen wurde in überzeugender Manier herausgeschossen. »Wir haben nicht nur das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, sondern sogar noch mehr gezeigt«, freute sich Trainer Branislav Aleksic.

»Bis auf Kleinigkeiten« sei das eine hervorragende Leistung gewesen. In der einen oder anderen Situation wünsche er sich von seinen Jungs vielleicht noch etwas mehr Cleverness und »bessere Lösungen«, auch das Verhalten bei Standards sei noch ausbaufähig – doch im Großen und Ganzen war Aleksic mit dem Dorfen-Match höchst zufrieden. Auch mit der Vorstellung von Kurt Weixler, der nach nur einer Trainingswoche bereits wieder voll da war – und auch ein Tor markierte.

Und die personelle Situation beim ESV dürfte heute sogar noch besser aussehen: Spielertrainer Albert Deiter, der gemeinsam mit Aleksic für das Team verantwortlich ist, steht wieder zur Verfügung, und eventuell auch Marco Schmitzberger – auch wenn er verletzt im Urlaub weilte. »Ich rechne aber schon damit, dass beide – also Albert und Marco – dabei sein werden. Das ist bitter für uns, denn schon ohne diese zwei wäre es für uns schwer genug geworden, so wird’s halt noch schwerer«, meint TSV-Trainer Daniel Winklmaier.

Bitter außerdem für den Liga-Neuling: Alexander Thusbaß, mit vier Treffern der bislang gefährlichste TSV-Akteur (auf diese Marke kommt übrigens noch kein Freilassinger), fällt verletzt aus – das Ergebnis seiner Kernspintomografie stand gestern allerdings noch aus. »Jammerschade, denn er ist eine absolute Bereicherung für unser Offensivspiel«, lobt Winklmaier den Ex-Obinger.

Ansonsten hat er jedoch alle Jungs an Bord, wobei er von ihnen »viel Leidenschaft« sehen will. »Wir werden sicher auch eine Idee haben, um den ESV etwas zu ärgern«, verrät der Peterskirchen-Coach. »Trotzdem sind wir der Underdog, denn ich sehe die Freilassinger schon noch auf einer anderen Ebene als uns. In Sachen individuelle Qualität, Spielanlage und Grundtempo sind sie uns schon sehr weit voraus.« Die Peterskirchner werden also »über sich hinauswachsen« müssen, um auch nur einen Punkt im Mörntal-Stadion zu behalten. Würde das gelingen, so Winklmaier, »dann wäre das eine Riesenleistung«.

SB/cs