TSV Siegsdorf reist mit Zuversicht nach Bad Endorf

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Der Siegsdorfer Michael Dinauer (rechts, hier im Duell mit dem Forstinninger Korbinian Hollerieth) möchte mit seinem Team heute in Bad Endorf erfolgreich sein. (Foto: Weitz)

Der TSV Siegsdorf hat sich am 6. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost teuer verkauft: Aber am Ende musste das Team von Cheftrainer Franz Huber dem Favoriten VfB Forstinning bei der 2:3-Niederlage doch alle Punkte überlassen. Besonders bitter ist die Tatsache, dass mit Maximilian Huber und Stefan Mauerkirchner nun gleich zwei Spieler ihre Rot-Sperre absitzen müssen und daher am heutigen Samstag um 14 Uhr im Auswärtsspiel beim TSV Bad Endorf fehlen werden.

»Die beiden Spieler kann man nicht 1:1 ersetzen«, betont Huber. »Wir müssen versuchen, das im Kollektiv zu schaffen.« Der spielende Co-Trainer Mauerkirchner wurde vom Verband übrigens für ein Spiel gesperrt, bei Huber sind es zwei Partien. Er fehlt also heute und im Heimspiel am Samstag, 4. September, um 16 Uhr gegen den FC Aschheim. Dafür kehrt heute Manuel Schlesak, der seine Rot-Sperre abgesessen hat, in den Siegsdorfer Kader zurück und auch ansonsten schaut es personell beim TSV gut aus. »Wir haben zwar ein paar angeschlagene Spieler, aber sie können alle spielen«, gibt Huber bekannt.

Der Cheftrainer ist deshalb auch für heute recht optimistisch. »Ich bin guter Dinge, dass in Bad Endorf was machbar ist.« Auch wenn der Gegner schon einige Jahre Erfahrung in dieser Liga auf dem Buckel hat. Huber nimmt seinen Optimismus auch aus der Tatsache, dass sich Neuling Siegsdorf bislang wacker geschlagen hat. »Wir hatten ein sehr schweres Auftaktprogramm«, hebt er hervor. Man habe schon gegen die ersten drei Mannschaften der Tabelle gespielt – und dabei verkaufte sich der Tabellendreizehnte ordentlich.

Klar ist aber auch, das Punktekonto sollte jetzt schnell gefüllt werden, um nicht den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Auch Huber weiß das, aber er betont auch: »Auf die Tabelle schaue ich jetzt noch nicht.«

Die Bad Endorfer liegen jedenfalls über dem Strich, haben aber als Tabellenzehnter auch nur zwei Punkte mehr auf dem Konto als die Siegsdorfer. Zuletzt gab es gar eine 2:5-Pleite beim ESV Freilassing. »Unter dem Strich haben wir verdient verloren«, kommentierte TSV-Trainer Franz Pritzl die Niederlage.

Es war die dritte in Folge – deshalb »sind wir gegen Siegsdorf zum Siegen verdammt, wir müssen die drei Punkte holen, egal wie«, sagt der Endorfer Coach. Das aktuelle Problem für die Negativserie beim TSV hat Pritzl schon lokalisiert: »In den fünf Partien der aktuellen Saison haben wir 15 Gegentore kassiert, das ist eine Vollkatastrophe. Gegen Siegsdorf müssen wir endlich Stabilität in unsere Defensive bringen!«

Es dürfte heute also ein spannendes Duell auf Augenhöhe werden – bei dem die Siegsdorfer mit einem guten Omen im Gepäck anreisen: Den ersten Saisonsieg fuhren sie nämlich auch in der Fremde ein – und zwar beim 2:0-Erfolg in Westerndorf.

Der SV Saaldorf spielt am heutigen Samstag um 14 Uhr bei der Reserve des TSV Buchbach. Sicherlich eine lösbare Aufgabe für den Tabellenfünften beim Vorletzten. »Das Ziel ist, dass wir unsere Leistung abrufen. Und wenn wir das tun, können wir auf alle Fälle mit Punkten heimfahren«, ist Saaldorfs Co-Trainer Josef Eder überzeugt. Er hatte unter der Woche das Training geleitet, zum Spiel in Buchbach nimmt aber schon wieder Urlauber Pascal Ortner auf dem Chefsessel an der Seitenlinie Platz.

Den Saaldorfern geht es ähnlich wie den Nachbarn ESV Freilassing, der gestern Abend bereits beim FC Aschheim gefordert war (Ergebnis nach Redaktionsschluss). Alle drei Heimspiele gewonnen, dafür zwei Auswärtsniederlagen kassiert. In Aschheim gab es ein 2:2. Aber auch für den SVS ging es auf fremden Rasen zweimal gegen zwei Top-Teams der Liga mit Forstinning und eben dem ESV Freilassing zum Auftakt. Daher sieht auch Josef Eder noch keine Heimschwäche seines Teams. »Wir waren in den letzten Jahren vor allem heimstark. Heuer hat es gleich wieder auswärts gefuchst. Aber es waren auch starke Gegner. In Buchbach wollen wir deshalb jetzt den ersten Auswärtssieg holen«, sagt er.

Dabei können Eder und Ortner unter anderem wieder auf die beiden Urlaubsrückkehrer Marinus Hillebrand und Stefan Schreyer bauen. Die angespannte Personallage habe sich insgesamt etwas entspannt, so Eder. Die Buchbacher haben zwei Spiele weniger absolviert als die Gäste, in ihren vier Partien gingen sie erst einmal als Sieger vom Platz – beim 4:0 in Vaterstetten. Zuletzt hatten die Gastgeber frei und damit genug Zeit, sich die richtige Taktik gegen den SV Saaldorf zurechtzulegen. SB/pk