weather-image
20°

TSV Siegsdorf muss die Tabellenführung abgeben

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Der Siegsdorfer Paul Wittmann (links, hier im Duell gegen Ioan Maris) kassierte im ersten Heimspiel nach der Corona-Zwangspause eine bittere 1:3-Niederlage. (Foto: Weitz)

Einen Fehlstart legte der TSV Siegsdorf nach der Corona-Pause in der Fußball-Kreisliga 2 hin. Das Team von Franz Huber musste gegen den FC Hammerau eine empfindliche 1:3-Heimniederlage einstecken und büßte damit die Tabellenführung ein.


Knapp 150 Zuschauer sehnten sich am Samstagnachmittag bei strikten Hygienevorschriften förmlich den Anpfiff nach der langen Fußballabstinenz herbei. Beide Mannschaften wirkten von Beginn an hoch konzentriert und frisch. So entwickelte sich eine interessante Partie, die Siegsdorfs Torjäger Stefan Mauerkirchner in der 9. Minute mit dem ersten Annäherungsversuch per Flachschuss aus 20 m eröffnete, doch nur zwei Minuten später versemmelte Hammeraus Marcus Laasch die Riesenchance zur Führung. Er kam aus 6 m völlig frei zum Kopfball.

Anzeige

Es ging rasant weiter, denn bereits in der 13. Minute überlupfte Tamas Szabo nach einem langen Ball über die gesamte Hintermannschaft des TSV aus 25 m den herauseilenden Tormann Stephan Popp zur frühen Gästeführung. Die Hausherren wirkten aber keinesfalls geschockt, kurz darauf prüfte Felix Maaßen aus 12 m mittig Gäste-Schlussmann Roman Höfer, der aber parieren konnte. In der 26. Minute setzte sich Paul Wittmann auf rechts schön durch und flankte perfekt auf Stefan Mauerkirchner, dessen Volleydrehschuss aus 13 m nur knapp übers Gehäuse flog. In der Folgezeit ging es hin und her, nach einem erneuten Abwehrschnitzer des TSV schnappte sich Tamas Szabo die Kugel und zog aus 14 m halblinks ab, doch Siegsdorfs Schlussmann Popp war zur Stelle und parierte hervorragend (32.).

Anschließend beruhigte sich die Anfangshektik etwas, dennoch drangen die Hausherren noch vor der Pause auf den Ausgleich, zunächst scheiterte Paul Wittmann mit einem 15-m-Schuss übers Tor (41.), nicht besser machte es Felix Maaßen aus 13 m, der zu wenig Druck hinter den Ball brachte (44.), somit blieb es bis zur Pause bei der knappen Gästeführung.

Die Huber-Elf musste früh in der Partie zweimal verletzungsbedingt wechseln, versuchte nun in Durchgang zwei aber weiterhin alles, um ein Tor zu erzielen. Jonas Neuhofer wartetet in der 52. und 58. Minute mit einer Doppelchance auf, zunächst scheiterte er mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz an Höfer, dann ging sein Kopfball am Kasten vorbei. Das spielerische Niveau sank nun immer mehr, Kampf prägte das Geschehen. Aus dem Nichts heraus gelang Almir Omanovic in der 69. Minute das 2:0 für die Gäste, nachdem sein eigentlich harmloser Fernschuss aus 25 m überraschend im rechten unteren Eck an Popp vorbei im Netz landete.

Kaum war die Partie wieder angepfiffen, klingelte es bereits wieder – diesmal aber auf der Gegenseite. Nachdem ein Flankenball von rechts den eingewechselten Kevin Klauser am langen Eck erreichte, schoss dieser eiskalt zum Anschlusstreffer ein. Es folgten wütende Angriffe des TSV in der nun immer hitziger werdenden Begegnung. Der Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun, die zahlreichen Nicklichkeiten auf beiden Seiten zu unterbinden – das Spiel war zwar nicht mehr schön anzusehen, blieb aber spannend. Siegsdorfs Michael Dinauer hatte in der 83. Minute dann die große Chance zum Ausgleich, als er aus 8 m freistehend zu überhastet an Hammeraus Schlussmann Roman Höfer scheiterte.

Anschließend erwies Siegsdorfs Torschütze Kevin Klauser seinem Team einen Bärendienst, als er nach Meckern mit der Ampelkarte vom Feld musste (85.). In der 88. Minute senkte sich dann nochmals ein Pressschlag von Mauerkirchner aus 20 m brandgefährlich aufs Tor, doch Höfer lenkte das Leder per Glanztat über die Latte und bewahrte sein Team vor dem Ausgleich.

In der Nachspielzeit wurde Hammeraus Szabo bei einem Entlastungskonter von den Beinen geholt, den Strafstoß verwandelte er dann zum endgültigen K.o. für Siegsdorf. Der TSV verlor mit dieser unnötigen Heimniederlage nicht nur drei Punkte, sondern gleichzeitig auch die Tabellenführung an den SV Tüßling. MG