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Saaldorfs Markus Rehrl (rechts) erzielte im Hinspiel das frühe 1:0 und hatte weitere gute Gelegenheiten – in dieser Szene setzte er sich gegen den Siegsdorfer Außenverteidiger Josef Wittmann durch. Heute ab 14 Uhr gibt es in Siegsdorf das Derby-Rückspiel in der Bezirksliga Ost. (Foto: Bittner)

TSV Siegsdorf freut sich aufs Heim-Derby gegen den SV Saaldorf

Endlich wieder ein Heimspiel für den TSV Siegsdorf in der Fußball-Bezirksliga Ost! Nach vier Auswärtspartien in Serie tritt die Elf von Cheftrainer Franz Huber am heutigen Samstag um 14 Uhr vor ihren Fans an und hofft im Derby gegen den SV Saaldorf freilich auf Punkte! »Wir freuen uns drauf, dass wir endlich auch mal wieder daheim spielen dürfen«, hebt Huber hervor.

Zumal es für sein Team auf heimischem Platz bislang gut läuft: Zuletzt gewann der TSV zuhause zweimal in Folge – und zwar mit 3:1 gegen die U 23 des TSV Buchbach und mit 2:1 gegen den TSV Peterskirchen. »Wir holen daheim um einiges mehr Punkte als auswärts. Wir werden natürlich versuchen, das auch gegen Saaldorf zu machen«, sagt Huber. »Aber die Saaldorfer haben einen richtig guten Lauf, wir gehen deshalb sicher nicht als Favorit ins Spiel.«

»Das müssen wirjetzt ausblenden«

In der Tat sind die Saaldorfer mit ihrem Top-Torjäger Michael Hauser (traf schon 14 Mal in dieser Saison) seit sechs Spielen ungeschlagen (vier Siege und zwei Unentschieden) und rückten dank dieser Serie auf den 6. Tabellenplatz (16 Spiele/25 Punkte) vor. Bei den Siegsdorfern (16/15) sieht das etwas anders aus. Während der SVS durchaus noch die Möglichkeit hat, im Kampf um den 2. Tabellenplatz mitzumischen, bäckt der TSV wesentlich kleinere Brötchen. Als Tabellenvierzehnter, es ist der erste der drei direkten Abstiegsplätze, steckt man mittendrin im Abstiegskampf. Doch auf die Tabelle schaut Huber nicht. »Das müssen wir jetzt ausblenden. Wir müssen einfach von Spiel zu Spiel schauen und unsere Punkte holen.« Abgerechnet wird bekanntlich am Schluss!

Dennoch weiß Huber schon auch, dass sein Team aus den letzten beiden Spielen des Jahres den einen oder anderen Punkt unbedingt noch holen sollte – vor allem im Kellerduell am kommenden Samstag, 19. November, um 15.30 Uhr beim Schlusslicht SB DJK Rosenheim.

Doch erst einmal liegt die volle Konzentration auf dem Heimspiel am heutigen Nachmittag. »Jede Serie geht auch mal zu Ende, warum sollten wir also den Saaldorfer Lauf nicht stoppen können«, gibt sich Huber optimistisch. Zumal seine Mannschaft mit dem SVS auch noch eine Rechnung offen hat: Drei Pflichtspiele gab es bislang in der Bezirksliga zwischen diesen beiden Teams und die Saaldorfer gingen dabei zweimal als Sieger vom Platz (unter anderem auch beim 2:1-Erfolg im Hinspiel), einmal endete die Begegnung mit einem Unentschieden. »Die Spiele waren immer knapp. Aber jetzt sind wir einfach mal dran«, sagt Franz Huber.

Auch die anderen beiden heimischen Mannschaften sind am heutigen Samstag am Start. Der ESV Freilassing möchte sich in der Heimvorstellung gegen den SV Waldperlach (16 Uhr) fürs jüngste Debakel in Kastl rehabilitieren und der TSV Peterskirchen begrüßt den TuS Raubling im Mörntal-Stadion (13.45 Uhr).

»Ein paar Spieler waren unter der Woche erkältet, sind aber soweit wieder erholt – ich hoffe, dass sie dabei sein können«, so Peterskirchens Coach Daniel Winklmaier. Einzig bei Kapitän Marcus Schauberger wisse man noch nicht, ob es für einen Einsatz reicht. »Ansonsten sind alle Mann an Bord«, sagt der TSV-Trainer, der im Aufsteigerduell auf ein Ende der Negativserie hofft. Die Mörntaler haben aus den letzten sieben Begegnungen nur einen Punkt geholt (0:0 bei der Buchbacher Regionalliga-Reserve), befinden sich also in der schwierigsten Phase seit dem Gewinn des Kreisliga-2-Meistertitels im vergangenen Sommer.

Bei der jüngsten 1:2-Niederlage in Töging »haben uns einige Phasen im Spiel überhaupt nicht gefallen«, erklärt der kritische Winklmaier, »weil wir zu ängstlich gespielt haben und nicht über die Schmerzgrenze gegangen sind. Auch technisch müssen wir uns unbedingt verbessern.« Die Gäste aus Raubling, die das Hinspiel 1:2 verloren, befinden sich aktuell in sehr guter Form – »sie haben sich erstaunlicherweise gut in der Bezirksliga behauptet«, ernten die Inntaler ein Lob von Winklmaier, der natürlich trotzdem einen Dreier anpeilt: »Auch wenn wir wissen, wie schwer es wird, gibt es für Samstag keine Ausreden. Wir erwarten uns einiges von unserer Mannschaft und müssen punkten.«

»Die waren uns haushoch überlegen«

Nichts zu holen gab’s für den ESV Freilassing am vergangenen Wochenende bei Ligaprimus Kastl (0:6). »Die waren uns haushoch überlegen«, fasst Alexander Triller, Sportlicher Leiter der Eisenbahner, die Partie zusammen. Gegen Waldperlach habe sich das Team von Branislav Aleksic und Albert Deiter wieder auf die Grundtugenden zu besinnen – gut ins Spiel kommen, Zweikämpfe gewinnen und einfachen Fußball spielen.

Im Hinduell bei den Münchner Vorstädtern zogen die Grenzstädter mit 1:4 den Kürzeren. Aus diesem Grund wird der ESV die Grün-Weißen auf keinen Fall unterschätzen. »Der Gegner hat uns im Hinspiel gut angepresst, das war letztlich der Schlüssel zum Sieg. Daher wollen wir nun eine doppelte Reaktion zeigen«, gibt Triller die Marschroute vor. Personell kann das Trainerduo Aleksic/Deiter nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Maxi Streibl befindet sich derzeit im Aufbautraining.

cs/luz/SB