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Trifellner tritt aus persönlichen Gründen zurück

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Ludwig Trifellner (großes Bild) hat sein Amt als Leiter des BVF-Nachwuchsleistungszentrums beim SB Chiemgau Traunstein mit sofortiger Wirkung abgegeben. – Sein Nachfolger steht schon fest: SBC-Abteilungsleiter Rainer Hörgl übernimmt auch diese Aufgabe. (Fotos: Brenninger)

Ludwig Trifellner ist nicht mehr Leiter des BFV-Nachwuchsleistungszentrums des SB Chiemgau Traunstein. Der 60-Jährige trat am Tag der Deutschen Einheit von seinem Amt mit sofortiger Wirkung zurück. »Mein Rücktritt ist eine rein persönliche Sache. Die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht. Die Aufgaben im NLZ sind so umfangreich geworden, dass man die ganze Woche vor Ort sein sollte und das kann ich nicht mehr leisten«, machte Trifellner deutlich. Schließlich wohnt er in der Nähe von Kufstein und nahm den weiten Anfahrtsweg in Kauf.


Sein Amt übernimmt ab sofort SBC-Abteilungsleiter Rainer Hörgl. Für ihn kam der Rücktritt von Trifellner auch nicht überraschend. »Wir waren ja in einem ständigen Austausch.« Der 61-Jährige dankte Trifellner für seinen Einsatz: »Ohne Lou hätten wir mit größter Wahrscheinlichkeit das NLZ in Traunstein nicht und die Erfolge, die wir mit dem NLZ schon gefeiert haben, sind auch seine.« Jetzt gelte es, das NLZ kontinuierlich weiterzuentwickeln, fügte Hörgl hinzu. »Wir haben das Ende der Fahnenstange hier noch nicht erreicht.«

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Hörgl freut sich auf seine zusätzliche Aufgabe. »Das NLZ ist eine Hauptsäule des Vereins und ich bin auch ein großer Verfechter des NLZ.« Er machte aber auch deutlich, dass es nicht von Anfang an geplant gewesen sei, dass er diese zusätzliche Aufgabe übernehmen werde. Es gab nämlich Gespräche mit mehreren potenziellen Nachfolge-Kandidaten. »Aber daraus hat sich nichts ergeben. Am Ende bin ich übrig geblieben und ich habe auch die Lizenz dafür, diese Position zu übernehmen.«

In Absprache mit DFB-Jugendkoordinator Peter Wimmer und SBC-Gesamtvorstand Prof. Dr. Engelbert Thaler sei dann die Entscheidung gefallen. Thaler bedauerte übrigens den Schritt von Ludwig Trifellner. »Er hat gute Arbeit für den Verein geleistet. Es ist schade, dass er jetzt aufhört.«

Hörgl machte aber auch deutlich, dass die hohe Arbeitsbelastung im NLZ auf mehrere Schultern verteilt werden soll. Der 2. Abteilungsleiter Michael Wirth sowie die beiden Jugendleiter Heiko Herzog und Helmut Sarembe gelten hier als erste Ansprechpartner, betont Rainer Hörgl.

Ludwig Trifellner, wählte seinen Abschied übrigens bewusst am Tag der Deutschen Einheit. »Es soll vielleicht auch ein Tag der Einheit für den SB Chiemgau werden«, hob er hervor. Triffellner spielte damit darauf an, dass die Zusammenarbeit im Verein nicht immer ganz einfach gewesen ist. »Es kamen immer wieder Störfeuer, die einem viel Energie geraubt haben«, unterstrich er. Dennoch blickt er auf seine Zeit beim SB Chiemgau sehr zufrieden zurück. »Das NLZ ist quasi ein Kind von mir und deshalb werde ich sicherlich auch ab und an noch in Traunstein vor Ort sein. Und wenn es gewünscht ist, auch mit einem Rat zur Verfügung stehen.« SB